Samstag, 19. Januar 2013

Humor macht Seminarleiter zu Spitzentrainern!

„Lernen macht Spaß!“ Diese Aussage galt zu meiner Schulzeit als anarchisch. Zersetzend. Staatsgefährdend. Lernen durfte keinen Spaß machen. Schule war eine ernste Angelegenheit. Und das hieß: „Biegt sie hin zu nützlichen Menschen. Sitzen machen!“
Bei mir hat das Erziehungsmodell komplett versagt. Ich entwickelte mich sofort zur Oppositionellen und dann aus purer Notwehr kam ganz viel Humor dazu. Ich konnte beispielsweise meinen Chemielehrer nicht ernst nehmen, der mich davor warnte, zu viel männlichen Intellekt zu entwickeln. Das würde meiner weiblichen Ausstrahlung schaden. – Er hatte recht. (Das ist ein Witz! Oder?)
Die meisten von uns haben keine guten Lern- bzw. Lehrerfahrungen. Und sie mit in den Beruf übernommen. Als Teilnehmer und leider auch als Trainer. Ich habe Trainer erlebt – das spottet jeder Beschreibung. Aber ich versuche es mal: Ich erinnere mich an einen Herrn, der Projektmanagement lehrte. Nach drei Stunden lag die Hälfte der Teilnehmer mit dem Kopf auf den Tischen und schnarchte. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, antwortete er, das sei doch immer so. In jedem seiner Seminare. Völlig normal also. Ich habe Kommunikationstrainer erlebt, bei denen nur einer sprechen durfte, der Trainer selbst.
Dabei ist es ganz einfach. Menschen lernen am meisten, wenn sie auf etwas neugierig sind. Wenn sie etwas selbst machen dürfen. Wenn sie Erfolgserlebnisse haben. Und wenn sie lachen. „Wer lacht, lernt.“ Humor entwickelt Menschen. Trainer und Coaches, die im Umgang mit Menschen per se humorvoll sind, schaffen Vertrauen und Veränderungsbereitschaft. Selbstironie hebt Distanz auf und wirkt sympathisch.
Natürlich kann man Humorinterventionen für alle möglichen Warm-Ups und Lockerungsübungen benutzen. Es gibt sogar Übungen gegen das Suppenkoma (Die Trägheit nach dem Mittagessen). Ich mag besonders: Die Ritter(innen) befreien die Prinzen/Prinzessinnen aus der Höhle des bösen Drachen (geschlechtsneutral). Macht sehr schnell sehr wach.
Aber natürlich kann man eine Humorintervention auch im Trainingskontext benutzen. Dort ist sie besonders wirksam.
Eine gute Übung für das Teamtraining ist der „Chor“
Die Teilnehmer bilden drei Gruppen. Jede Gruppe soll einen kurzen Sprechgesang beherrschen, den ich vorgebe. Je nach Laune, und Stimmung. Die erste Gruppe singt zum Beispiel: „Tschaka tschaka bumm bumm“. Das ist intellektuell zu verkraften. Die zweite: „Krawupp schnee schnau.“ Die dritte: „Schubbeldiwumm, schnubbeldischrei“. Oder so. Wenn alle drei Gruppen ihren Text können, singen wir im Kanon. Der Seminarleiter fungiert als Dirigent. Eine Gruppe beginnt auf sein Zeichen. Dann fallen die anderen ein. Mit unterschiedlichen Lautstärken. Am Ende entsteht natürlich das fulminante Crescendo. Und ein umwerfendes Wir-Gefühl.“ (aus meinem Buch „Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie“)

 Ob Sie es glauben oder nicht, ich spiele in Führungskräfteseminaren, bei denen es um die Ausübung von Macht geht, gerne mal die Reise nach Jerusalem. Dabei kann man gut beobachten, wer wie mit welchen Mitteln kämpft. Hinterher reflektieren wir das Wettbewerbsverhalten. Sehr aufschlussreich.
Viele Übungen kommen aus dem Improvisationstheater. Übungen, von denen die Teilnehmer nicht einmal träumten, dass sie mit ihnen konfrontiert werden. Zum Beispiel: „Betreten Sie den Raum und versuchen Sie uns zu überraschen. Und zum Lachen zu bringen. Ohne Worte.“
Bisher hat jeder mitgemacht.
Der Nutzen von richtig knackigen Übungen zu den Thema Projektmanagement, Teamtraining, Führungskräftetraining, Vertrieb, Kommunikation, Präsentation ist riesig. Wer die Übungen anwendet, hat Spaß. Als Trainer. Und als Teilnehmer. Letztere werden aktiviert, haben Erfolgserlebnisse, lernen und verändern sich. Solche und nur solche Trainings sind nachhaltig.
Und genau das wollen Unternehmen! Sonst bräuchten sie ja keine Weiterbildung durchzuführen.
In der nächsten Kolumne, und die kommt so sicher wie die nächste Wulff-Affäre, erzähle ich Ihnen etwas über Provokation als Coaching-Stilmittel.
Bis dahin! Erfolg lacht!

Montag, 14. Januar 2013

Wer führt, muss begeistern!


Als ich ein kleines Mädchen war, kam mein Vater zu der Überzeugung, dass ich Klavierspielen können sollte. Das würde meine Fähigkeiten als Ehefrau und Dame der Gesellschaft, so der Plan, erheblich steigern. Dass ich wenig Begeisterung dafür aufbrachte, störte meinen Vater nicht weiter.

Sein Plan hat nicht funktioniert. Und das lag eindeutig an seinen schlechten Führungskompetenzen. Allerdings hätte niemand jemals gewagt, es ihm zu sagen. Es war der Führungsstil von Menschen, die zwei Weltkriege erlebt hatten, und ist ein Führungsstil, der oft noch heute für den erfolgsversprechendsten gehalten wird.
Trotz vieler Studien und Beweise, die belegen, dass dieser Führugnsstil mittelfristig und nachhaltig keine Erfolge und keine Spitzenleistungen bei Mitarbeitern bewirkt.

Der Führungsstil hieß: Führung mit Härte!

Ein schwerer Fehler. Allerdings hatte ich keine Wahl. Also malträtierte ich das Klavier zum Ebenholzerweichen.
Die Klavierlehrer, die ich verschliss, waren von folgender Sorte: In irgendeiner Form nicht mehr dazu in der Lage, auf dem Arbeitsmarkt der 60er Jahre Fuss zu fassen (Sie waren durchweg ältere Männer) mit einem ähnliche Prinzip wie mein Vater.
Wenn ich damals überhaupt ein Interesse daran hatte, Klavier zu spielen, dann daran, die  Pop- und Rocksongs meiner Zeit zu erlernen. Selbstverständlich war das streng verboten. Für meinen Vater wäre das der Beginn der Verrohung der Sitten und der Anarchie gewesen.
Die Folge davon war eine Tochter, die das Klavierspielen hasste und sich zunehmend sich für eine Versagerin hielt. Was sich eindeutig auf meine Leistung niederschlug. Und auf mein Lebensgefühl. Ich war ein ziemlich trauriges Kind. Denn ich hatte keine Chance, erfolgreich zu sein.
(Manchmal frage ich mich, ob das nicht der wahre Grund ist, der hinter solchen Führungstilen steckt: "Mitarbeiter" zu Misserfolgen zu führen, um selbst als Nr.1 glänzen zu können.)


Eines Tages bekam ich eine neue Klavierlehrerin. Sie machte diesen Beruf nicht aus Not. Sondern aus Berufung. Sie war Pianistin und Schülerin des damals weltbekannten Pianisten Claudio Arrau. Sie war begeistert. Von Musik. Und trat selbst als Pianistin auf. Erfolgreich. Sie war begeisternd.
Durchaus fordernd, aber auch menschlich und ließ Nähe zu. Ich musste viel üben, aber sie schenkte mir ihr Gehör, auch bei meinen Nöten.
Nach nur kurzer Zeit spielte ich auf kleinen öffentlichen Veranstaltungen, die sie arrangierte. Und nach und nach spielte ich sogar als Solopianistin mit Orchester.

Wie habe ich damals diese Frau verehrt und bewundert! Ich wollte ihr gefallen. Sie gab mir meine Motivation zurück. Obwohl ich eigentlich gar nicht Klavier spielen wollte. Und obwohl ich, ehrlich, nur mäßiges Talent dafür besitze. Sie war in jeder Hinsicht mein Vorbild. Künstlerisch, menschlich, als Lehrerin, in ihrer akribischen Art zu lernen und zu lehren, in ihrem Führunspotenzial.

Ich spiele schon lange kein Klavier mehr. Ich bin auf der Bühne und halte Vorträge und gebe Seminare und Coachings. Aber diese Frau habe ich nie vergessen. Und viel gelernt zum Thema Führung und Begeisterung. Denn ich will meine Zuhörer, Klienten, Teilnehmer begeistern.
Von sich selbst. Und von dem Thema. 
Führung funktioniert nach dem Vorbildprinzip. Das ist die größte Qualität von Führungskräften. Von erfolgreichen Führungskräften!
Übrigens: Führung mit Begeisterung kann man lernen.
Es bedeutet, seine Sozialkompetenz, seine Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln. Dann wird aus Führung Spitzenführung.

Montag, 10. Dezember 2012

Mit Begeisterung zu Spitzenleistungen im Jahr 2013!!

(M)ein Spitzenjahr geht zu Ende. Und das Bloggen für dieses Jahr auch. Denn ich fahre am Sonntag, den 16. Januar in den Urlaub. 10 Tage lang in die Sonne. Und ich werde so gut wie gar nichts tun. Relaxen. Lesen. Schwimmen. Mal auf den Berg gegenüber des Hotels steigen. Fisch essen. Das war's. 
Ich habe es mir wirklich verdient. Ein Hammerjahr: Mein Buch kam raus, die Presse hat darüber geschrieben und tut es immer noch, ich hatte tolle Vorträge und unglaubliche Trainings. Aber das Beste war, dass ich so viel gelernt habe. Und mich wirklich vervollkommnet habe.
Für mich bedeutet das Leben: Das, was man mag, gut zu machen. Das, was man gut macht, noch besser zu machen. Wirklich das Beste zu geben. Privat und beruflich. Als Selbstverpflichtung.
Mein nächstes Jahr, das weiß ich schon, wird wieder sehr aufregend und ich werde wieder viele Herausforderungen bestehen. Und mein Bestes geben. Was immer da komme.
Ich kann jetzt schon sagen, es wird Veränderungen geben. Sie und Ihr werden /werdet es sehen und bemerken. Aber noch verrate ich nichts außer: Wir arbeiten schon dran!
Es wird ein Spitzenjahr! 2013! Ganz sicher!

Ich möchte mich bei allen bedanken, die meinen Blog lesen und weiter empfehlen.
Im nächsten Jahr geht es weiter.
Ich wünsche Ihnen und Euch,  dass Ihr Hu, den Humor auch 2013  niemals verliert! Erfolg lacht!



Montag, 3. Dezember 2012

Die Bestimmung - was Unternehmen außergewöhnlich macht!

Es gibt sie: außergewöhnliche Unternehmen, große, mittlere und kleine.
Außergewöhnlich erfolgreich, außergewöhnlich innovativ, außergewöhnlich menschlich.

Ihnen zugrunde liegt: Die Bestimmung. 

Die Bestimmung, die meistens der Unternehmensgründer, der CEO, der Geschäftsführer in sich trägt und der er/sie folgt. Erfolg hat er dann, wenn es gelingt, die Bestimmung außen wirksam werden zu lassen, bei Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern.
Die Bestimmung ist nicht zu verwechseln mit Mission, Strategie, Ziel oder Vision.
Die Bestimmung ist die Basismotivation, die einen Menschen antreibt. Sie erwächst immer aus der eigenen Biografie. Die Bestimmung  ist der Zweck, nach dem ein Mensch lebt.
Glücklich der Mensch, der eine innere Bestimmung besitzt.
Glücklich der Unternehmer, der Freiberufler, der Selbstständige, der seine Bestimmung auf sein Unternehmen übertragen kann. Der aus seiner Bestimmung Strategien, Ziele und Visionen  entwickelt. Er wird erfolgreich sein, denn die Bestimmung ist der größte Antreiber überhaupt.

Die Bestimmung ist die Basismotivation, die Unternehmen antreibt.
Die Bestimmung ist  zutiefst menschlich, spirituell,  philosophisch. Das widerspricht dem Konzept des Wettbewerbs und des Gewinne-Machens nicht.
Allerdings hat die Bestimmung nichts mit dem direkten Streben nach Geld zu tun.

Die Bestimmung basiert auf moralischen Konzepten. Die  Hauptkonzepte sind:
  • das Streben nach Entdeckungen, nach dem Neuen,
  • das Streben nach Spitzenleistungen,
  • das Streben nach Altruismus, den Hilfreichen,
  • und das Streben nach Heroismus, dem Starken und Effektiven.
(Sie beruhen auf den Philosophen Kierkegaard, Aristoteles, Hume und Nietzsche.
Aber das nur nebenbei.)

Natürlich gibt es noch mehr Bestimmungen, aber die vier sollen erst einmal reichen.

Wer eine Bestimmung hat, bestimmt sein Leben.

Wer eine Bestimmung hat, bestimmt sein Ziel und seine Strategien.


  • Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook - man glaubt es kaum - hat eine Bestimmung: seine Bestimmung ist das Streben nach Entdeckungen, nach dem Neuen. Das ist ihm wahrlich gelungen.
  • Ikea folgt mit seinen preiswerten Konzepten der Bestimmung nach Altruismus: Jeder Mensch kann für einen kleinen Preis schöner wohnen. Das war in den Gründungsjahren von Ikea revolutionär.dm-drogeriemarkt folgt ebenfalls dieser Bestimmung, günstige Preise und eine konsequent auf positivem Menschenbild aufgebaute Unternehmensphilosopie.
  • Für Heroismus steht Bill Gates mit der Absicht, jedem PC sein  Betriebssystem einzupflanzen.
  • Und Apple für Spitzenleistungen, hat das Unternehmen doch mit besonderer Kreativität außergewöhnliche Produkte erschaffen.

In Unternehmen/Organisationen fördert die Bestimmung die Wettbewerbsfähigkeit und die Moral, die Werte, nach denen das Unternehmen Beziehungen eingeht.

Die Bestimmung ist überhaupt die qualitative Grundlage der Beziehungen zu allen Stakeholdern.
Die Bestimmung ist die Hauptmotivation, wenn es gelingt sie allen Stakeholdern zu vermitteln.
Denn Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden wollen Teil eines Ganzen sein, wollen Sinnhaftigkeit ihrer Leistung erleben.

Die Bestimmung verpflichtet zu außergewöhnlichen Leistungen und Innovationen.
Die Bestimmung bedeutet Begeisterung, Leidenschaft, Freude, Durchhaltevermögen und exzellente Führung.

Die Bestimmung wirkt gewinn- und wachstumssteigernd, aber nur, wenn man ihr um ihretwillen folgt. Wenn man nicht anders kann.
Nicht wenn man sie als Marketingstrategie benutzt. Insofern ist sie paradox. Nur dann hilft sie auch schwere Zeiten zu überwinden. Fragen Sie mal die Hersteller von Bionade. Diese Marke wurde erst dann erfolgreich, als die Hersteller schon glaubten, Insolvenz anmelden zu müssen.


Die Bestimmung eines Unternehmens basiert auf menschlichen Konzepten und Werten. Deswegen ist sie erfolgreich.
Selbstverständlich gibt es Unternehmen, die nicht nach irgendeiner Bestimmung leben. Schlecker gehörte dazu, der AWD und viele andere. Was besagt, dass Unternehmen ohne Bestimmung ebenfalls erfolgreich sein können. Aber konsequent? Nachhaltig? Mit Begeisterung, Leidenschaft, Spitzenleistungen und Freude? Mit Innovationspotenzial und positivem Menschenbild? Nein.

Welche Bestimmung haben Sie und Ihr Unternehmen/Organisation?

Und meine Bestimmung?

Mit Begeisterung und Leidenschaft zu Spitzenleistungen! Das ist meine Bestimmung.


Jumi Vogler






Montag, 26. November 2012

Exzellente Kundenorientierung basiert auf Menschenkenntnis! Nicht auf Verhaltensstandards!

Wir kennen Sie alle: die Dienstleistungswüste Deutschland. Jeden Tag aufs Neue. Im Wartezimmer des Arztes werden wir von oben herab behandelt, in den Call-Centern dieser Welt ungeduldig abgefertigt und oft begegnen uns Verkäufer in Geschäften unfreundlich. Oder deutlich mit  Dollar-Zeichen in den Augen.
Wir sind Kunden! Wir haben unser Geld dem jeweiligen Unternehmen zu überlassen und gefälligst nicht weiter zu stören. Wir werden nicht als Menschen betrachtet, wir sind Zahlen. Melkkühe.
"Der Kunde ist König!" - dieser Satz ist nur zu oft das Ergebnis der Arbeit einer Werbeagentur, nicht der Realität.

Ich reise sehr viel und bin dementsprechend oft Kunde an unterschiedlichen Orten. Ich werde eher selten zuvorkommend behandelt. Auch nicht in 5-Sterne-Etablissements. In dem meisten Fällen ist die Kundenkommunikation nicht wirklich unfreundlich, aber uninteressiert an meinen Bedürfnissen -
Genauso unangenehm ist die antrainierte Kundenfreundlichkeit, der angewiesene kundenorientierte Verhaltensstandard. Ich kenne Unternehmen, in denen ist die Kommunikation, das "Wording", tatsächlich vorgeschrieben. Die Mitarbeiter kommen regelmäßig aus dem Tritt, wenn ein Kunden versucht, mit einer Frage, die im Wording nicht vorgesehen ist, so etwas wie eine menschliche Beziehung aufzubauen.

Wir sind Kunden! Wir sind Menschen! Ergo sind Kunden Menschen!
Die Unternehmen sind oft noch weit davon entfernt, diese simple Tatsache in ihrer Kundenkommunikation umzusetzen. Ihren Fokus auf den Menschen als Kunden zu legen.
In der Personalentwicklung werden Mitarbeiter durch Trainer angewiesen, ihr Kundenverhalten nach vorgegeben Mustern zu entwickeln. Unternehmen lieben Verhaltensstandards. Denn Verhaltensstandards kann man kontrollieren.
Freundlichkeit, die vor allem auf einer menschlichen und kundenfreundlichen Einstellung beruht, nicht. Denn dieses echte Verhalten ist flexibel, kreativ und situativ. Es setzt Menschenkenntnis, Empathie, soziale und emotionale Intelligenz voraus und ein "Ich mag Menschen". Wer keine Menschen mag, hat als Kundenberater, Verkäufer, Servicekraft nichts verloren.
(Ich gebe zu, dass das nicht für alle Branchen gilt, Waffenhändler und Verkäufer von Rüstung würde hier sicher zu Recht widersprechen.)

Bis jetzt lief alles gut so, wie es war. Aber nun ändern sich die Kunden. Vor allem durch die technologische Entwicklung. Die Kunden haben individuelle Bedürfnisse, höhere Ansprüche,
wollen als Individuen wahrgenommen werden. Und sie sprechen darüber. Laut. In den Social Media.
Wie ich! Meine Geschichte von dem fantastischen Ausnahmeschaffner der Deutschen Bundesbahn, ohne den ich einen Auftrag vielleicht verloren hätte, steht mit vielen Kommentaren auf meiner Facebook-Chronik unter Jumi Vogler. Man darf auch loben! Nein, man soll!

Eine schlechte Reputation durch Kundenunmut kann zu einem Shitstorm, zum Verlust der Reputation, zur Insolvenz führen. Das hatte Schlecker nicht begriffen und begreifen ganz offensichtlich nicht Lidl, Apple München undundund......
Dabei ist es ganz einfach: Unternehmen sind von und für Menschen gemacht. Unternehmen werden in Zukunft dann Gewinne erzielen, wenn sie ihre Geschäfte im wahrsten Sinne des Wortes mit den Menschen machen. Gewinn und Menschlichkeit schließen sich nicht aus.

Was Not tut, ist das Ende des uralten Kapitalismus-Mythos, dass man nur Gewinne erzielen kann, wenn man  die Interessen der Menschen außer Acht lässt. Wenn man Menschlichkeit in Werbestandards presst und für eine Verliererstrategie hält.

Die Zeiten ändern sich!

Was Not tut, sind Unternehmen, die die Menschen - Mitarbeiter und Kunden - in den Mittepunkt ihres Handelns stellen.

Was Not tut, sind Weiterbildungen, die Menschenkenntnis, soziale und emotionale Intelligenz, echte Kommunikationsfähigkeiten vermitteln.

Diese Fähigkeiten sind erlernbar. Sehr schnell. Menschen wollen diese Fähigkeiten erlernen.
Ich habe in meinen Exzellenz-Trainings erlebt, wie schnell die Rüstungen der unnahbaren Kommunikation aufbrechen zu echter menschen- und kundenorientierten Kommunikation.
Menschen wollen menschlich handeln.

Nur so schafft man Wachstum! Persönliches und ökonomisches!

Montag, 12. November 2012

Spitzenführung schafft Spitzenleistung: Mit Wertschätzung, Respekt und Humor. Führen wie Götz Werner

Laut der Gallup-Studie 2011 fühlen sich  86% der Mitarbeiter nicht mit  ihrem Unternehmen emotional verbunden. Sie haben entweder schon emotional gekündigt (23%) oder machen Dienst nach Vorschrift: Sie arbeiten von 8.00 bis 17.00 Uhr und lassen Punkt 17.00 Uhr alles fallen, um dann ihre ganze Begeisterung und Leidenschaft in ihren Sport, das Ehrenamt oder die Fortpflanzung  zu stecken.

Ein paar Führungskräfte sagen in solchen Fällen: "Was soll's! Sie sollen sich nicht verbunden fühlen! Sie sollen arbeiten. Zielorientiert. Mit Spitzenleistungen!"

Ja, solche Führungskräfte gibt es. Und nicht zu wenige. Noch. Man hat sie nicht gelehrt, dass Führungspersönlichkeit darin besteht, Vorbild zu sein. Man hat sie nicht gelehrt, dass Vorbilder menschlich sein müssen. Primi inter pares. Die ersten unter Gleichen. Das ist das Geheimnis.
Man hat sie nicht gelehrt, dass wahre Vorbilder wissen, wie Menschen funktionieren. 

Diese Einstellung produziert schwere Führungsfehler. Und die produzieren Negativbilanzen in Unternehmen.

Hier ein drei Tatsachen über Mitarbeiter:
1. Der Arbeitnehmer stellen mit ihrer Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag lediglich 51% ihrer Leistungsfähigkeit dem Unternehmen zur Verfügung.
Den Rest muss man aus ihnen "herausmotivieren".

2. 96% aller Entscheidungen fällen Menschen emotional. Um bereit für mehr Leistungsfähigkeit, gar Spitzenleistungen, bereit zu sein, brauchen sie einen Grund.
Einen emotionalen Grund!

3. Mitarbeiter sind keine Maschinen. Sie wollen wie Menschen behandelt werden.

Mittelmäßige und schlechte Führungskräfte haben ihre Führungspersönlichkeit nicht entwickelt. Sie verstecken sich hinter ihrer Rolle und vermeiden aus Angst vor Schwäche echte Kommunikation mit ihren Mitarbeitern. Sie sind nicht authentisch.

Gute Führungskräfte, ein gutes Management  begeistern ihre Mitarbeiter! Wie Götz Werner, der Gründer der DM Drogeriekette, Marktführer Nr. 1, der konsequent auf ein positives Menschenbild setzt.
Gute Führungskräfte geben der Arbeit ihrer  Mitarbeiter einen Sinn. Menschen wollen an etwas beteiligt sein, das größer ist als sie: an einer echten Vision. Die echte Vision des Unternehmens erlaubt Sinnhaftigkeit. Und den Ehrgeiz, daran teilzunehmen und die Vision  Realität werden zu lassen.

Wer Menschen motivieren will, muss sie menschlich behandeln. Menschlich behandeln heißt, folgendes zu geben:


1. Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Vertrauen
2. die Möglichkeit zur Selbstverwirklichun, die Möglichkeit Herausforderungen zu bestehen, die
    Möglichkeit zur Weiterentwicklung
3. das Gefühl gebraucht zu werden, in einem guten Team zu arbeiten
4. Spaß und Freude an der Arbeit und mit den Menschen im Unternehmens, mit allen Stakeholdern!

Wie machen das gute Führungskräfte?

Sie zeigen sich menschlich. Sie erlauben Nähe.
Sie sind authentisch.
Sie loben und erkennen Leistung an.
Sie habe ein offendes Ohr. Sie arbeiten mit Visionen und Zielen.
Sie vertrauen auf die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Sie fördern sie.
Sie kritisieren bei Fehlern das Verhalten und nicht den Menschen.
Sie lassen zu, dass die Mitarbeiter Spaß und Freude an ihrer Arbeit haben. Sie unterstützen Interventionen, die das Betriebklima verbessern. Sie lassen Witze über sich selbst zu und das Unternehmen. Sie lassen zu, dass Menschen während der Arbeit lachen!
In Meetings, mit dem Chef, auf den Fluren.
So motivieren sie Mitarbeiter! So motivieren sie Kunden. So generieren sie Wachstum. Persönliches und ökonomisches.

Die Erfolgsstrategie Humor in Unternehmen ist eine Gewinner-Strategie.
Die Unternehmen, die mit der Erfolgsstrategie führen, sind vital, innovativ und ihre Mitarbeiter haben Lust auf Spitzenleistungen. Hier ist der wirtschaftliche Erfolg zu Hause.
Führungskräfte brauchen ein positives Menschenbild, Motivations- und Begeisterungsfähigkeit, Menschenkenntnis, psychologische Kenntnisse, exzellente Softskills  und Humor, um  Spitzenleistungen zu erhalten.

63 % der Führungskräfte glauben übrigens, dass diese Kenntnisse und Humor  wichtige Führungseigenschaften sind.
Und sie beginnen mit diesen Motivationsfaktoren und der Erfolgsstrategie Humor zu arbeiten.

Excellence in leadership: "Führen mit positivem Menschenbild und Humor" ist für jede Führungskraft trainierbar..
Und ein Muss für das Management jeden Unternehmens, das nachhaltiges Wachstum generieren will.
Jumi Vogler



 






Montag, 5. November 2012

Wer neue Kunden gewinnen, Märkte erobern will, Strategien entwickeln will, braucht Visionen, Ziele und Risikobereitschaft

 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1c/Americas_on_the_globe_(white-red).svg/400px-Americas_on_the_globe_(white-red).svg.png

Wer neue Kunden und neue Märkte gewinnen will, braucht Visionen.
So wie Christoph Columbus' Vision von der Entdeckung neuer Welten, Thomas Edisons Erfindung der Glühbirne, Beate Uhses Positionierung von Sexspielzeug in den prüden 60ger Jahren, Mark Zuckerbergs Erfindung von Facebook.
Diese Visionen gründen sich auf die Beantwortung der Frage: Was wollen und brauchen Menschen wirklich?
Und auf den Willen, die Zukunft reicher zu gestalten.

Ohne Neugier keine Vision. 

Ohne Vision kein Ziel.

Visionen leiten alle Ziele und Strategien zur Zielerreichung. 


Wer die Vision von beleuchteten Städten und Dörfern hat, der setzt alles daran, sein Ziel, die Erfindung der Glühbirne zu erreichen. Gegen jeden Widerstand.
Wer die Vision hat, das Sexualleben freier und lustvoller zu gestalten, setzt alles daran, sein Ziel zu erreichen. Gegen jeden noch so erbitterten Widerstand.
Und wer die Vision hat, alles mit allem kommunikativ zu verbinden, nun, der erfindet Facebook.

Die Risiken sind dabei immer hoch, persönlich, gesellschaftlich und ökonomisch.
Ich weiß sehr genau, wovon ich spreche.


Ohne Risiken gäbe es keine Weiterentwicklung.

Ich erlebe oft im Coaching, dass meine Klienten unbedingt neue Möglichkeiten für sich entdecken, neue Kunden und Märkte gewinnen, neue Karriere- und Erfolgsstrategien entwickeln wollen.
Meine Klienten sind intelligent und oft kreativ. Die Probleme fangen bei der Realisierung an.
Auf einmal gilt es, vertrautes Gebiet zu verlassen und neue Territorien für sich zu erobern.
Da schrecken viele zurück. Vor allem dann, wenn sie sich mit "weniger" als Komfortzone abgefunden haben.
Es gibt nur eine Möglichkeit, seine Grenzen zu erweitern:

MACHEN!

Und die Ängste, die Sie begleiten werden?
Entwickeln Sie Ihr Humorpotenzial, um alle Existenzängste abzufedern.


Eine meiner Klientinnen, hat vor Jahren ihr Unternehmen um einige Geschäftsfelder erweitert und sehr viel Geld investiert. Der Ausgang war letztich ungewiss. Wie immer. Sie lachte damals: " Ich werde noch eine Schuldnerberatung gründen. Dann brauche ich kein zusätzliches Geld auszugeben."

Sie ist heute eine sehr wohlhabende Frau, ist Gesellschafterin ihres Unternehmens mit 800 Mitarbeitern!

Und die Moral von der Geschicht?

Entwickeln Sie Visionen, setzen Sie sich Ziele, gehen Sie Risiken ein und nehmen Sie Herausforderungen an!

Dann werden Sie reich werden!
Genau so, wie Sie es sich vorgestellt haben.