Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Krisenratgeber "Meine Frau meckert seit 15 Jahren am Weihnachtsbaum herum! Können Sie mir helfen?"

 

 

Der Krisenratgeber

So kommen Sie raus aus der Krise!

Humor seit Jahrtausenden die Strategie für Problem und Krisenlösung. Vertrauen Sie sich und Ihrem Humor!
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich in einer Krise befinden und Fragen dazu haben, wie Sie aus dieser Krise herauskommen können mit Humor und Wertschätzung, Kreativität und neuen Perspektiven, dann schreiben Sie uns: Jumi Vogler und Hu, dem Humor. Wir werden Ihre Fragen, wenn Sie das erlauben, anonymisieren und öffentlich beantworten. Und nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.

Seit 15 Jahren meckert meine Frau am Weihnachtsbaum herum! Es verdirbt mir das ganze Fest! Und ich möchte am liebsten alleine wegfahren! Kann mir da Humor helfen?

Frage: Ich bin in unserer Familie, klar als Mann, für den Kauf des Weihnachtsbaums zuständig. Ich mache das jetzt so lange, wie wir verheiratet sind. 15 Jahre. Und jedesmal, wirklich jedesmal, meckert meine Frau an dem Baum herum. Immer, aber auch immer ist er ihr zu krumm, zu schmal, zu licht, zu – ich weiß es nicht. Ich gebe seit 15 Jahren mein Bestes. Aber es ist nie gut genug. Ich bekomme jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zugeht, Depressionen. Ich habe überhaupt keine Lust mehr auf Weihnachten. Und meine Frau und ich geraten uns mit schöner Regelmäßigkeit so sehr in die Haare, das wir die ganzen Weihnachtstage über nur mit allergrößter Mühe die Fassade aufrecht erhalten können. Das zieht natürlich auch den Rest der Familie in Mitleidenschaft. Meine Frau und ich führen eine gute Ehe, sogar eine harmonische. Wir streiten nie. Einzige Ausnahme, der Weihnachtsbaum. Was kann ich tun, damit es dieses Jahr besser wird?
Antwort: In Prinzip nichts. Menschen sind wie sie sind. Und Ihre Frau möchte nun mal den perfektesten Weihnachtsbaum aller Zeiten. Und den gibt es nun mal nicht. Wichtig ist ja für Sie, dass Sie Ihr seelisches Gleichgewicht und Ihre gute Laune behalten, um die Weihnachtstage halbwegs genießen zu können. Ich gehe davon aus, dass alle Versuche Ihrer Frau den Kauf des Weihnachtsbaums zu überlassen, gescheitert sind. Denn solche Streits sind Rituale. Und Rituale festigen die Beziehung. Wie auch immer sie ist. Nützt also nichts. Es gibt zwei mehrere Möglichkeiten, ihre Frau zum Lachen zu bringen. Denn wenn Ihre Frau lacht, dann lacht offensichtlich auch die Familie. Allerdings müssen Sie ein bisschen Zeit und Geld investieren.
Wenn die Zeit kommt, dass Sie einen baum besorgen sollen, kaufen Sie einen riesengroßen aufblasbaren Baum. Die gibt's sogar in Grün. Blasen Sie ihn auf und stellen Sie ihn Ihrer Frau vor. Sie wird fassungslos sein. Sie wird Sie fragen, ob das Ihr Ernst sei? Sie werden sehr ernst antworten, dass dieser Baum zumindest gerade gewachsen sei und wenn nicht, könne man ihn gerade blasen. Davon hätte die ganze Familie etwas. Wem der Baum zu krumm sei, der bläst! Wenn Sie Glückhaben, fängt ihre Frau jetzt an zu lachen. Wenn nicht, sagen Sie, dass Sie ernsthaft streiken. Kein Baum mehr. Und das müssen Sie durchziehen. Sie dürfen sich auf keinen Fall erweichen lassen. Ihre Frau wird toben und wenn sie merkt, dass Sie sich nicht erweichen lassen. Denn Sie werden damit ein Ritual durchbrechen. Sie will sich nämlich streiten. Wenigstens an Weihnachten. Sonst ist sie unglücklich. Streit bedeutet Emotion, heftige Emotionen. Und vielleicht fehlen die in Ihrer Ehe. Also holen Sie sich den Streit absichtlich und geplant in Ihre Ehe! Und zwar so: Fahren Sie mit Ihrer Frau, vor Weihnachten an einem WE, in einem Wellness-Hotel oder etwas ähnlichem. Irgendwo dort, wo Sie ungestört sind. Und wo es schön ist. Verabreden Sie mit ihr vorher, dass sie beide sich während eines Spaziergangs alles an den Kopf knallen, was sich während des ganzen Jahres aufgestaut hat. Und das machen Sie dann. Es können die absurdesten Vorwürfe sein. Tun Sie das als Spiel. Ihre Frau fängt an. Sie sagen „Autsch". Mehr nicht. Dann sind Sie dran. Ihre Frau sagt „Autsch". Und so geht es weiter. Bis sie durch sind. Nichts mehr. Keine Verteidigung. Am besten machen Sie das auf einem langen Spaziergang. Wenn Ihnen beiden nichts mehr einfällt, h können Sie reden, wenn Sie wollen. Oder lachen. Und dann gehen Sie in den Spa und gönnen sich ein tolles Abendessen und/oder eine tolle Nacht. Wie immer die aussieht. Tun Sie das! Das Ritual wird Ihrer Ehe nicht schaden. Es werden keine schlafenden Hunde geweckt. Denn dass die Hunde in Ihrer Ehe schlafen, dass ist genau das Problem. Führen Sie also anstelle des Weihnachtsbaum-Streit-Rituals ein Vor-dem-Weihnachtsbaum-Streit-ein-Klärungs-und-Wellness-Ritual ein. Es wird Ihre Weihnachten und Ihre Ehe verändern!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Humor als Erfolgsstrategie für die Entwicklung von Trainerpersönlichkeiten

Ich habe vor kurzer Zeit ein Training für Vertriebstrainer gehalten. Sehr professionelle, erfahrene Kollegen. Sie fanden das Thema Humor als Erfolgsstrategie spannend und haben sich angemeldet. Natürlich wusste keiner so genau, was auf ihn zukommt. An Tipps und Tricks für den Traineralltag, also jede Form von Spielen und Interventionen zur Auflockerung, war niemand interessiert. Und das war auch nicht der Fokus des Themas. Darüber gibt es genügend Bücher.

Fokus war die Entwicklung der Trainerpersönlichkeit mit der Humorstrategie.
Ich weiß um die Vorbildfunktion von Menschen, die führen. Und dazu gehören auch Lehrende, also Trainer.
Wir alle haben in der Schule am meisten von den Menschen gelernt, die am menschlichsten waren, empathisch, zugewandt, und die begeistert ihre Inhalte vorbrachten. Und lebten. Sie waren Vorbilder. Und als Vorbild sprachen sie die Emotionen ihrer Schüler an. Und begeisterten sie durch ihre Persönlichkeit.
Der lernt am besten, der begeistert ist.
Genauso ist das im Training. Vorbilder sind Menschen. Sie haben Mut, Charakter, Ausstrahlung, Persönlichkeit, Menschlichkeit, Intelligenz, Kommunikationstalent, Kreativität, Fantasie, Führungsfähigkeit und das Wissen um die eigene perfekte Unvollkommenheit. Sie besitzen die Gabe, Fehler der Teilnehmer in großartige Gelegenheiten, Neues zu erfahren, zu verwandeln.

Was das alles mit der Humorstrategie zu tun hat?

Wer alle diese Fähigkeiten entwickeln will, braucht, wenn er es nacheinander tun möchte, mehrere Leben.
Wer  die Entwicklung seines Humorpotenzials erlernen will, erhält automatisch Ausstrahlung, Persönlichkeit, Menschlichkeit, Intelligenz, Kommunikationstalent, Fehlertoleranz, Kreativität, Fantasie, Führungsfähigkeit und das Wissen um die eigene perfekte Unvollkommenheit.
Denn all das sind Voraussetzungen für Humor. Schauen Sie sich die wirklich humorvollen Menschen, Comedians und Kabarettisten an - sie alle besitzen diese Fähigkeiten.
Humor beinhaltet eine Tiefe, eine Dimension, die in Deutschland weitgehend unbekannt ist.
Wie aber trainiert man sein Humorpotenzial?
Nun wir, die Vertriebstrainer und ich, haben vor allem auf  szenische und praktische Übungen gesetzt, die konkrete Entwicklung davon, was Humor bedeutet.
Für mich war es wichtig, die Damen und Herren Kollegen aus ihrem linearen, rationalen Denken herauszuholen und andere wesentliche Facetten ihrer Persönlichkeit auszuloten.
Das Training war  herausfordernd und hat jede Menge Spaß gemacht.
Am Schluss sagten mir alle Beteiligten, sie hätten so etwas noch nie erlebt. Sie hätten nie gedacht, dass sie so über sich hinauswachsen könnten.
Was wollen wir mehr?! Die Humorstrategie steht für die Entwicklung von Persönlichkeiten und Führung und Lehre. Mit Begeisterung, Spaß und Freude.

Dienstag, 12. November 2013

Mit mir nicht! Wie Sie mit Humor die Menschen endlich durchschauen und trotzdem lieben.


Tja. Menschen durchschauen? Das ist ja schon schwer genug. Menschen durchschauen und trotzdem lieben? Puh! Geht denn das? Darf man das? Ja, man darf das! Wenn man genügend Humor besitzt.
Wieso "trotzdem lieben"?, werden sich einige fragen. Der Mensch an sich ist doch gut. Und wer nicht gut ist, der ist die Ausnahme.
Und das ist Quatsch. Wir Deutsche leben in jeder Hinsicht in einer Komfortzone.In anderen Gefilden geht es da anders zu. Fragen Sie mal die Syrer. Oder die Menschen aus weiten Teilen Afrikas. Oder die vergewaltigten Frauen Indiens.
Nun, das ist weit weg, werden einige sagen. In rückständigen Gesellschaften passiert so etwas.Bei uns aber nicht. So trösten wir uns. Wir sind weiter und besser. Wir sind gut. Und wir glauben an das Gute im Menschen. Und dann fallen wir aus allen Wolken, weil Herr von und zu Guttenberg ein Betrüger ist, einige Angehörige der christlichen Kirchen Vergewaltiger sind, die eigenen Männer zu Prostituierten gehen, Thomas Gottschalk ein durchtriebener Geschäftsmann ist, der Schleichwerbung im großen Stil betrieb, Konzerne sich keinen Deut um ihre Compliance kümmern, wie man an deren Beziehung zu Uli Hoeneß sieht, aber Verkäuferinnen wegen zwei Maultaschen rausgeworfen werden, Iris Berben geliftet ist, Afrikaner ertrinken, wenn man sie ertrinken lässt, und alte Leute mit kleiner Rente bald nicht mehr heizen können. 
Dabei sind diese Dinge gar kein bisschen verwunderlich. Wenn man offenen Auges und ohne Scheuklappen die Welt so sieht wie sie ist. Aber das ertragen nur wenige. Warum ist das so?
Erinnern Sie sich, dass Sie als Kind ganz viel Spinat essen mussten, weil der angeblich so viel Eisen enthielt? Alles Lüge! Einfach nur ein Kommafehler.
Wir Menschen wollen solche Dinge nicht hören. Wir wollen, dass Spinat gesund ist. Und Bio-Gemüse gesünder als Nicht Bio-Gemüse. Was auch Quatsch ist. Nachweislich. Und: Wir wollen nicht den Glauben an das Gute im Menschen verlieren.
Denn das gibt uns Hoffnung. Hoffnung, in dieser Welt leben zu können, ohne uns selbst und andere zu verurteilen zu müssen. Wir müssen vertrauen dürfen. Sonst können wir nicht leben. Aber diese Hoffnung kann trügerisch sein. Denn oft sie macht uns völlig handlungsunfähig, weil wir auf Manipulationen nicht angemessen reagieren können. Wir  erkennen sie nicht. Wir erkennen nicht, dass die Kollegen einfach nur neidisch sind. Und uns deswegen mobben. Oder weil wir nicht so sind wie sie. Lieber geben wir uns selbst die Schuld. Das ist einfacher als zu erkennen, dass  andere manchmal böse Dinge tun, einfach, weil sie es können. Das macht uns hilflos. Machtlos. Wir wollen nicht, dass Betrug existiert. Manipulation. Dominanzstrategie. Lüge. Und deshalb wollen wir die Welt nicht sehen, wie sie ist.
Das ist eine überdimensionale Zwickmühle! Für jeden Menschen. Und hier kommt die Lösung!
Wir können lieben, vertrauen, leben, auch wenn wir die Welt sehen, wie sie ist. Mit der Humorstrategie.
Die Humorstrategie bedeutet, sich von den gängigen Ideologien und Vorstellungen dieser Welt, den Manipulationen und Lügen zu befreien. Den Menschen zu sehen, wie er ist. So weit das möglich ist. So wie gute Kabarettisten. Oder Loriot. Oder Aristophanes.  Oder Volker Pispers. Georg Schramm. Und Nessi Tausendschön, Lisa Fitz, Anke Engelke.
Den Menschen zu sehen, wie er wirklich ist. Und ihn TROTZDEM zu lieben. Das ist die Kunst.
Und das ist die Kunst des Humors.
Denn so sind wir alle. Unvollkommen. Egoistisch. Gierig. Emotional. Und liebenswert. Denn wir sind auch kreativ, neugierig, ums Allgemeinwohl besorgt, mutig, liebevoll.

Mit Humor dürfen wir die Welt sehen, wie sie ist, in ihrer Grausamkeit, jawohl, und Ungerechtigkeit und sie trotzdem lieben. Wir können über die menschlichen Eigenschaften und Schwächen lachen, durchaus auch ironisch, und uns und die anderen trotz allem lieben. Ohne Verbesserungswahn. Mit einem Fünkchen nie verlöschender Hoffnung in das Gute. Allem zum Trotz.
Mit Humor können wir aufhören, den Ideologien und Dogmen und Konsensen und Traditionen zu glauben, die in der Welt kursieren. Wir können aufhören, uns mit ihnen zu identifizieren. Denn Humor schafft Distanz. Zu sich selbst und zu anderen. Distanz schafft Klarheit. Neue Perspektiven. Neue Lösungen. Und Annahme. Toleranz. Zuneigung. Mitgefühl. Wertschätzung.
Das ist der wahre Kern des Humors.
Das ist wahre Lebenskunst.
Denn Humor verändert das Leben. Zumindest das eigene.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Wie Sie sich mit Begeisterung, Mut und Souveränität viel erfolgreicher bewerben!

Ja, ich erinnere mich. Es war nicht das erste Bewerbungsgespräch. Es war das wichtigste. Ich habe damals schon als Dramaturgin für die Öffentlichkeitsarbeit am Nds. Staatstheater Hannover gearbeitet. Sehr toller Job. Ich brachte als erste die hannoverschen Studenten in das hannoversche Theater, davor mieden die das Haus am Ballhof und fuhren lieber nach Hamburg. Ich gab als erste an der Universität in Hannover Dramaturgie und Theaterseminare. Ich konnte etwas bewegen. Und das sehr gerne. Dann kam ein neuer berühmter Intendant aus Hamburg: Eberhard Witt. Ich wollte ihm gerne meine Arbeit vorstellen. Und bat um einen Termin. Ich war 29 und es schien mir völlig vermessen, mich bei ihm als Produktionsdramaturgin zu bewerben. Zumal mir alle gesagt hatten, dass eine Frau niemals Dramaturgin in der Leitung würde. Damals. Theaterleitung ist eine Männerdomäne. Also sprach ich über mein PR-Konzept für das Theater.. Eberhard Witt war überhaupt nicht daran interessiert. Er wolle Theater machen. Keine PR. Mein Job interessiere ihn nicht. Und er wolle mich kündigen. Worauf ich antwortete, das er das nicht könne, weil ich ja einen Vertrag hätte. Darauf meinte er, er sei der Intendant und könne das trotzdem. Lieber zahle er Abfindung. Worauf ich antwortete, ziemlich sauer und hilflos: " Dann mal los!" Er schaute mich finster an und ich schaute finster zurück. Direkt in seine Augen. Das kann ich. Durch meine Schauspielausbildung. Ich kann das sogar sehr viel länger als andere. Eberhard Witt schlug die Augen nieder. Und fragte mich,  warum ich das mit der Öffentlichkeitsarbeit machen würde. Ich antwortete: "Weil es mir Spaß macht!" Der Intendant verabschiedete mich. Ich ging zittrig in die Kantine der Oper und bestellte ein Bier.  Jaja, auch am Theater gilt Alkoholverbot. Aber es hält sich keiner dran. Ich war sicher, gekündigt zu werden. Vier Wochen später war ich Mitglied der Künstlerischen Leitung des Nds. Staatsschauspiels Hannover! Mit 29! Als einzige Frau.
Und die Moral von der Geschicht': Verbiege Dich selbst niemals nicht!

Vor allem nicht bei Bewerbungen. Denn Sie müssen in ihrem Beruf mit Ihren Kollegen leben. Und, auch wenn Begeisterung bei der Arbeit, kein deutsches Phänomen ist: Wenn sie begeistert sind, zeigen Sie es. Sollte das Unternehmen Ihre Begeisterung "komisch" finden, dann bewerben Sie sich schleunigst woanders.
Und: Machen Sie sich nicht klein. Wehren Sie sich, wenn man nicht wertschätzend mit Ihnen umgeht. Wenn das Ihnen zum Nachteil gereicht, haben Sie "Ihr" noch nicht gefunden.
Obwohl die Welt anders tickt: Nur die Menschen haben wirklich Erfolg, die den Mut haben, zu sich selbst zu stehen. Auch in Bewerbungsgesprächen.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Mitläufer oder Persönlichkeit! Wie Sie mit Humor Ihre Persönlichkeit entwickeln.

Wir alle wissen es: Jeder redet von Persönlichkeit. Und jeder will eine haben. Aber die wenigsten besitzen Persönlichkeit. Die meisten Menschen wollen ein bequemes Leben. Und weil das so ist, passen Sie sich an, denken das, was alle denken und gehen Anstrengungen aus dem Weg. Sagen wir, wie es ist: Die meisten Menschen bleiben weit unter ihren eigenen Möglichkeiten.

Und sie haben Recht! Es ist nämlich höllisch anstrengend, eine echte Persönlichkeit zu werden. Was man da alles zu braucht! Eine wirkliche Haltung, Intelligenz, Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit, Können in dem eigenen Metier, sehr viel Mut zu einer eigenen Meinung, Souveränität, auch in Krisen und Konflikten, jede Menge Visionen, Querköpfigkeit, die Fähigkeit aus Scheitern zu lernen, sich nicht immer zu ernst zu nehmen (sonst lernt man nichts)  und den Willen, Spaß und Freude zu haben und sich ständig neu zu erfinden.
Das ist alles!

Wie bitte? Wie  man denn das alles lernen kann? Da braucht man ja ein Leben. Naja! Eigentlich ist es ganz einfach!  Entwickeln Sie einfach Ihr Humorpotenzial. Warum?

Wer sein Humorpotenzial entwickelt, beweist Mut. Denn er wird sichtbar.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, wird selbstbewusst und schlagfertig.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, fördert seine Intelligenz.
Denn auf einmal sieht er die Welt so, wie sie ist und nicht durch die Meinungsbrille des Mainstream.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, wird zur Führungskraft, zum Menschenfänger. Im besten Sinne.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, hat Erfolg bei Menschen.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, wird kreativ, konfliktfähig und veränderungsbereit.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, wird attraktiv für andere. Privat und beruflich.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, schafft es sogar, mit sich selbst zufrieden zu leben.
Wer sein Humorpotenzial entwickelt, hat jede Menge Spaß und Freude!
Wer sein Humorpotenzial  entwickelt, besitzt Individualität!

Und das schönste ist: Humor kann man lernen!
Aber wer will das schon!
Sie! Und hier ein paar Übungen for Beginners!



  1. Gehen Sie nach dem Aufstehen sofort zu einem Spiegel. Setzen Sie die
    rote Nase auf, lächeln Sie sich an und warten Sie darauf, dass Ihr
    Gegenüber zurück lächelt. Das macht es! Dann bewundern Sie sich bitte.
    Sagen Sie: „Was habe ich für ein Glück, dass mich schon morgens ein so
    attraktiver, charismatischer, intelligenter  Mensch begegnet.“
    Das hebt die Stimmung und macht Sie positiv fit für den Tag.

  2. Gewöhnen Sie sich an, die rote Nase mehrmals am Tag aufzusetzen.
    Erst mal alleine, natürlich. Wenn Sie sich über jemanden ärgern, können Sie
    die rote Nase berühren oder sich „im Geiste“ aufsetzen. Vollprofis ziehen
    die rote Nase tatsächlich auf. Die Reaktion der anderen belohnt sie für
    ihren Mut. Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

  3. Bevor Sie zur Arbeit gehen, überlegen Sie sich ganz genau, worauf sie sich
    heute freuen. Und dann freuen Sie sich auch! Nehmen Sie das Freuen ernst.
    Wir freuen uns viel zu wenig!

  4. Legen Sie ein Humortagebuch an, in das Sie alles schreiben, was Sie heute
    komisch fanden. An sich und anderen. So haben Sie auch gleich eine
    Sammlung von Anekdoten für die nächste Party oder Präsentation.

  5. Verknüpfen Sie alle möglichen Sprichworte und Zitate miteinander.
    Möglichst sinnfrei: „Man soll den Vogel nicht vor dem Abend loben.“,
    „Das Pferd geht so lange zur Apotheke, bis es Gold im Mund hat.“
    Das macht Spaß und lässt die Synapsen knallen. Sein werden spontaner
    und schlagfertiger.

  6. Schreiben Sie auf, was Ihnen nicht an Ihnen gefällt. Dann tanzen Sie Ihre
    Schwächen: „Ich bin zu dick, tschatschatscha, ich bin zu fett, tschatschastscha,
     ich find mich nett, taschtaschatscha!“ Geht auch mit Rap!

    Erfinden Sie Zusammenhänger, die eine komische Perspektive haben, wie
    z.B.: Ihre Küchengeräte beschweren sich darüber, wie Sie sie behandeln.
    Oder: Ihr Hund wir Ihre neue Führungskraft und mobbt sie.
    Schmücken Sie diese Geschichten aus und schreiben Sie sie auf.

  7.  Erfinden Sie Probleme. Vielleicht haben Sie  ja auch ein paar. Wie wir alle.
    Nun finden Sie möglichst abwegige Lösungen dafür. Lassen Sie Ihrer
    Fantasie freien Lauf. So entwickelt man auch Pointen! Z.B.:
     Wie werde ich in drei Monaten Bundeskanzlerin?
    Wie bekomme ich mein Haus ans Meer?
    Wie schaffe ich es beim Eurovision Song Contest aufzutreten?

  8. Bereiten Sie Menschen in Ihrer Umgebung eine Freude. Manchmal
    reicht nur ein Lächeln. Oder ein kleines Geschenk. Oder ein Dankeschön
    und ein Lob.

  9. Loben Sie wildfremde Menschen!

  10.  Erfinden Sie schon mal vorsorglich Antworten auf Killerphrasen wie
    „Das haben wir immer schon so gemacht.“

  11.  Lachen Sie fünf Mal am Tag einfach so vor sich hin. Fangen Sie leise an
    und steigern Sie das Lachen zu einem lauten befreienden Lachen.

  12. Erzählen Sie sich die Erfolgsgeschichte Ihres Lebens aus einem Scheitern
    heraus. Ich habe in Mathematik eine „5“  im Abi. Und das,
     obwohl ich tagelang und wochenlang lernte. Mein Lehrer war der
    Meinung, dass Mädchen ungeeignet für Mathematik sind. (Ich war auf
    einer Jungenschule.) Das fand ich so komisch, dass ich beschloss, das
    nutzlose Lernen einzustellen und mich ab sofort der humorvollen
    Lebensführung zu widmen.

  13. Jedes Mal, wenn Sie sich ärgern, treten  Sie bitte einen Schritt von
    Ihrer Position zur Seite. Setzen Sie sich, im Geiste oder tatsächlich, die rote
    Nase auf und betrachten Sie die Situation aus folgender Perspektive:  
    Was wäre daran komisch, wenn es nicht mich beträfe?


Ihre
Jumi Vogler und Hu, der Humor

Freitag, 13. September 2013

Wie Sie mit der Lösungsstrategie Humor in Krisen und Veränderungen erfolgreich bestehen!

Einige von Ihnen wissen es: Bevor ich mein Humor-Unternehmen gründete, war ich fast 10 Jahre lang krank, zeitweise im Rollstuhl, berufsunfähigkeitsberentet und hatte ununterbrochen Schmerzen.
Ich habe nämlich seit 14 Jahren eine Autoimmunkrankheit.
Anfangs wollte ich nicht mehr so leben. Mit den Schmerzen. Ich suchte nach Lösungen. Weit und breit nichts in Sicht. Warum? Ich hatte die Veränderung nicht angenommen. Ich wollte mein Leben wieder haben. Das Leben vor der Krankheit. Also gesund sein, ohne existenzbedrohende Krisen. Das heißt, ich wollte so schnell wie möglich in den Zustand vor der Krise! Das ist menschlich. Aber dumm!! Denn der Zustand vor der Krise hat die Krise ausgelöst. In meinem Fall hieß das, ich war in einem Job selbstständig, der mir, wie ich später feststellte, nicht zusagte. Den ich aber nicht veränderte aus Angst vor ökonomischen Verlusten. Als ich vor Schmerzen fast depressiv wurde, kam die Lösung angeflogen: Durch eine Broschüre mit dem Titel "Wie Sie auch mit Rheuma erfüllenden Sex haben können". Sie können sich auch die Geschichte  in folgendem kleinen Film anschauen.

Wie Sie mit der Erfolgsstrategie Humor in allen Krisen und Veränderungsprozessen gewinnen! 

Jedenfalls überraschte mich ob dieser Broschüre ein Lach-Tsunami und ich lachte und lachte und lachte über die Absurdität meiner Situation. Und in diesem Lachen verschwand mein Selbstmitleid und machte so den Weh frei für kreative Lösungen. Und ich beschloss, mein Leben auf meine Art trotz Krankheit zum Erfolg zu führen. Auf eine Art und Weise, die ich mich vorher nicht getraut hatte. Gegen den Mainstream. Mit einem völlig verrückten Perspektivenwechsel. Und Mut.
Ich beschloss, gegen alles Widerstände und mit hohem ökonomischen Risiko, die Erfolgsstrategie Humor in den Alltag der Menschen und in Unternehmen zu bringen. Und das habe ich getan. Und tue es immer noch.Mit Vorträgen, Trainings und Coaching.

Nun stehen neue Veränderungen an: Ich beschloss Anfang des Jahres eine Buchserie herauszugeben, die sich mit der Lösungsstrategie Humor in Krisen befasst. Natürlich Humorvoll. Und mit Hu, dem Humor.

Die ersten zwei Bücher erscheinen im nächsten Jahr, Januar und September 2014 bei GABAL und dann geht es jedes Jahr weiter.Dieses Projekt ist für mich das pure Glück.
Und: Ich ziehe nach 30 Jahren Hannover wieder in mein gefühltes Zuhause. Nach Berlin. Noch mehr Glück! Ich kann also über Veränderungen nicht klagen. Und alle funktionieren mit der Erfolgsstrategie Humor.

Und was bedeutet das für Sie? In Krisen und Veränderungen?

1. Versuchen Sie auf gar keinen Fall, in den Zustand vor der Krise zurückzukommen. Er hat die Krise ausgelöst.
2. Fragen Sie sich, was an der Krise komisch wäre, wenn es sie nicht beträfe.
3. Lassen Sie viel von dem los,wie Sie und die Welt vermeintlich funktionieren müssen.
4. Lachen Sie mit Ihrer Krise. Je ernster Sie sich nehmen und je selbstmitleidiger Sie werden, um so weniger wird passieren. Wenn Sie aufhören sich erst zu nehmen, werden Ihre Lösungen kreativ.
5. Lassen Sie kreative Lösungen zu, die dürfen auch gerne knall verrückt sein. Dann geschehen echte Wunder.

Und Sie werden durch alle Ihre Krisen und Veränderungen positiv und erfolgreich  hervorgehen.
In diesem Sinne. Erfolg lacht!
Jumi Vogler

Dienstag, 27. August 2013

So macht die Erfolgsstrategie Humor aus Männern Sieger!

Heute erzähle ich, wie Humor bei Männern wirkt! Verblüffend und extrem erfolgreich.



Und warum? Weil der Charismann die Softskills für Macher beherrscht. Diese Sorte Mann weiß, dass emotionale Intelligenz, soziale Kompetenz, Wertschätzung und Humor nicht die Zeichen für Erfolglosigkeit und Weichei-Existenz bedeuten. Sondern Potenziale sind, die heute der Gewinner von morgen entwickelt.
Sicherlich meine Herren, haben Sie schon erfahren, dass die Anwesenheit von Frauen in der Wirtschaft einiges verändert. Das hat Konsequenzen. Und nicht nur für den Ausbau der Toiletten in den Vorstandsetagen. Sondern auch die Wettbewerbssituation! Der kluge Mann baut da vor und seine Karrierestrategien aus. Irgendwann wird es so sein, dass Frauen das gleiche Gehalt für die gleiche Arbeit erhalten und dann auch noch in die hohen Positionen aufsteigen. Das kommt lange Zeit gar nicht und dann ist es plötzlich da, wie Weihnachten. Bisher konnte man sich noch auf jede unserer Regierungen verlassen, aber das wird nicht mehr lange so weiter gehen.
Und das hat zwei Gründe, die alle nichts mit Emanzipation zu tun haben, sondern mit
1. der demografischen Entwicklung
2. der Tatsache, dass Unternehmen, die in ihren oberen Führungsriegen mehr Frauen beschäftigen, also die von Frauen mit geleitet werden, höhere Wachstumszahlen aufweisen.
Wer diese Zusammenhänge begriffen hat, spielt ganz vorne mit.
Aber das ist noch nicht alles! Es ist schon eine Binse, dass Kunden heutzutage anders angesprochen werden wollen. Anders heißt aufmerksam und wertschätzend. Aber wird es auch umgesetzt? Der Kunde ist König. Stimmt. Aber die Kundin ist Kaiserin. Frauen machen Marken. Frauen sind professionelle Kundinnen. Und dort, wo sie nicht selbst kaufen, bestimmen sie das Kaufverhalten der Männer. Wer entscheidet in Familien über die Wahl der Wohnung, der Urlaubsreise und der Kleidung? Um nur ein paar Dinge zu nennen.
Da hilft nur der Blick über den eigenen Tellerrand. Wer den Kunden und die Kundin von heute binden will, braucht Menschenkenntnis, emotionale Intelligenz, Intuition und Psychologie. Ein souveränes Auftreten, eine gute Körpersprache und das Beherrschen unterschiedlicher Kommunikationsstrategien sind erfolgsversprechend. Wer sich diese Eigenschaften und Fähigkeiten aneignet, entwickelt Humor! Warum? Weil er beginnt, selbst zu denken. Unabhängig zu sein. Eigene Entscheidungen zu treffen und ihnen zu folgen. Charisma. USP. Das Vertrauen in eine Selbstwirksamkeit. Er beginnt, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Nicht, wie er sie haben möchte. Sich selbst so zu nehmen, wie er ist. Nicht, wie ihn andere haben wollen.
Der Charismann spielt nach eigenen Regeln. Und das führt unweigerlich zu einer humorvollen Haltung. Sie kommen gar nicht drumherum.
Das Motivationsproblem in Deutschland ist auch noch nicht vom Tisch. 63 % der Arbeitnehmer machen nach jüngster Studie Dienst nach Vorschrift. Können wir uns das leisten? Kann sich der Wirtschaftsstandort Deutschland unmotivierte Arbeitnehmer leisten? Können sich Menschen leisten, ihre Lebenszeit mit Arbeit zu verbringen, ohne Motivation, ohne Spaß und ohne Freude? Natürlich nicht! Gute Führungskräfte wissen um die Macht der Verführung: Gelungene Führungskommunikation, jede Kommunikation, ist wie ein guter Flirt. Ein Flirt, der das Gegenüber anregt und zum Lächeln bringt. Ein Flirt, der zum Ziel führt. Es nützt nichts einen Drink auszugeben. Man will ja das Gegenüber nicht betrunken machen. (Oder?) Man will es gewinnen! Immer wieder.
Der Charismann beherrscht also Motivationsstrategien mit Humor. Er ist überzeugend. Er ist ein ganzer Mann. Ein Gesamtpaket, das stimmt. Ein Mensch, der mit Aggression und Provokation humorvoll umgeht und sie auch als Führungs- und Kommunikationstool anwenden kann. Er beherrscht halt die ganze Klaviatur. Nicht nur die schwarzen Tasten. Er weiß um die Macht von und den Wechsel von Hochstatus und Tiefstatus. Er hält keine Vorträge, sondern besitzt Speakerqualitäten. Er kennt seine Potenziale. Alle.
Der Charismann siegt anders! Intelligent.

Erfolg lacht! Jumi Vogler

Dienstag, 13. August 2013

Warum Unternehmen von der Entwicklung des Humorpotenzials ihrer Mitarbeiter profitieren.

Ich werde immer wieder gefragt, ob jeder sein Humorpotenzial entwickeln kann? Antwort: Ja!
Ich werde immer wieder gefragt, ob man das Humorpotenzial von Mitarbeitern und Führungskräften entwickeln sollte? Antwort: Ja!
Ich werde immer wieder gefragt, ob Unternehmen einen Nutzen von der Entwicklung des Humorpotenzials ihrer Mitarbeiter haben? Antwort: Ja!
Aber nur, wenn sie wachsen wollen und wirklich Spitzenleistungen  erbringen wollen!

Ich betrachte es als meine vornehmste Aufgabe, Menschen darin zu unterstützen, ihren eigenen Humor zu finden und zum Ausdruck kommen zu lassen. Die meisten Teilnehmer in meinen Trainings sind durchaus privat humorvoll, wenden aber Humor nicht oft an. Schon gar nicht strate-
gisch, als Aktion und im beruflichen Umfeld. Da ist er nämlich verpönt. Und durchaus eine Gratwanderung. Hier gilt es eine Menge Hemmungen und Ängste abzubauen. Auch die Angst, sich zum Narren zu machen. Oder die Angst, missverstanden zu werden. Seinen Status zu beschädigen. Diese Ängste sind verständlich. Aber: Meine Trainings sind ja keine Clownsseminare oder Ausbildungen zum Komiker. Es geht darum, das eigene Humorpotenziale (das HUP!) zu entwickeln, um es dann strategisch einsetzen zu können. Ohne Humorübungen allerdings funktioniert das nicht. Man kann Humor nur anwenden, wenn man den Mut aufbringt, humorvoll zu agieren. Das versteht sich eigentlich von selbst. Man kann sich ja auch nicht waschen, ohne nass zu werden. Also muss es gelingen, dass die Teilnehmer mir vertrauen. Das ist die Voraussetzung. Dann bricht der Humor regelrecht heraus. Einzeln und in Gruppen. Bisher haben alle, aber auch alle mitgemacht. Und sich verändert. Ich höre oft, dass sie es anfangs nicht für möglich hielten, zu was sie fähig sind. An Mut, Kommunikationstalent, Kreatiität und Führungspotenzial.

Da schlummern in Deutschland tatsächlich ungeahnte Potenziale. Und die Angst vor Statusbeschädigung ist dann Schnee vom Vormittag. Wer Humor ausübt, befindet sich automatisch im Hochstatus. Denn der humorvolle Mensch besitzt eine Deutungshoheit, gibt anderen die Erlaubnis zur Aktion und motiviert. Wer das bewirken kann, befindet sich im Hochstatus. Humor ist individuell. Jeder muss seinen eigenen finden. Und Humor kommt auch nicht immer laut daher. Ein humorvoll freundliches Wort reicht. Ein Bonmot, eine gelungene Pointe, der echte Smalltalk.
An der Aufgabe, den eigenen Humor zu kreieren, wachsen die Teilnehmer. Sie entwickeln neben Humor Fantasie und Kreativität, sie lernen den Wert von humorvollen Teams kennen, aber auch das Führungspotenzial von Humor.Sie erleben die Kraft der Motivation und definieren den Begriff Wertschätzung neu.Und nebenbei lernen sie, dass alle nur Menschen sind. Sogar sie selbst. Und das die Grundvoraussetzung von Motivation und Kommunikation Menschenkenntnis ist. Und das es sehr hilft, Menschen zu mögen. Auch manchmal wider besseren Wissens. Humor als Kommunikation in Unternehmen ist nicht irgendein Humor. Humor kommt ja durchaus unterschiedlich daher. Es ist der „helle“ Humor, der für die Kommunikationsund Motivationsstrategie vonnöten ist. Er motiviert, unterstützt Verhaltensänderungen, spricht Befürchtungen an, löst Blockaden auf und macht Vergnügen. Er kann ironisch und provokativ sein. Aber niemals zynisch, abwertend und ausgrenzend.

Um ihn für sich und andere, aber auch als Unternehmensphilosophie zu realisieren, ist es nötig, eine Entscheidung zu treffen und die auch umzusetzen. Die Entscheidung zur Humorhaltung: „Ich schenke mir und den Menschen in meinem Unternehmen und allen, die dazu gehören ( also den Stakeholdern)  jeden Tag Wertschätzung, Respekt, Freude und Spaß!“
Das ist weich? Typisch weiblich? Das ist hart. Sehr hart! Dafür braucht man, äh, Standing. Bitte stellen Sie sich ganz kurz das Resultat der Umsetzung vor: Keine Insolvenz von Schlecker, keinen Umsatzrückgang bei Karstadt. Karstadt wäre immer noch eine beliebte Marke ohne völlig ausgebrannte, ausgenommene Führungskräfte und Mitarbeiter.  Und: Die DB würde immer noch nach Mainz fahren. Sie hätte einfach genügend Mitarbeiter eingestellt! Der Berliner Flughafen und die Hamburger Oper wären schon längst fertig. Die Verantortlichen hätten wirklich wertschätzend geplant.Und die ein oder andere Bank würde noch existieren, weil sie sich auf ihr Kerngeschäft besonnen hätte.
Der Profit, das Wachstum verschwinden nicht, bloß weil Mitarbeiter mit Begeisterung an ihre Arbeit gehen! Und Kunden glücklich machen! Ehrlich nicht!

Stellen Sie sich selbst vor, Sie würden sich selbst jeden Tag Freude und Spaß schenken! Probieren Sie es mal aus! Einen Tag nur! Alleine das würde Ihre Welt grundlegend verändern.Nun stellen sie sich vor, Sie würden jeden Tag  ihrer Familie, ihren Freunden, dann ihren Kollegen legen, Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern etc. Freude und Spaß schenken! Ein Quantensprung in Ihrem Leben und in Ihrem Beruf. Und nun stellen sie sich vor, viele Menschen würden sich zu der Humorhaltung bekennen!

Humor verändert die Welt. Zumindest Ihre!
Humor verändert Ihren Beruf.
Humor verändert Unternehmen

Freitag, 2. August 2013

Humor macht aus Unternehmen Spitzenunternehmen!

In Unternehmen wird viel über Prozesse gesprochen. Weniger über Menschen. Und gar nicht über Humor. Weil Manager in Unternehmen glauben, Humor sei ein Witz. Und Prozesse wichtiger als Menschen. Dabei ist Humor eine Haltung, die auf Menschlichkeit beruht. Und nichts ist nötiger in der Wirtschaft, in der Gier und der Gedanke an unendliches Wachstum gegen die Menschen arbeitet. Denn: Die Globalisierung frisst ihre Kinder. Die wildwachsende, unbegrenzte Marktwirtschaft hat versagt, der Markt reguliert gar nichts. Der Markt sind wir. Mit der Globalisierung und der Technologiesierung hat sich die Welt entscheidend verändert. Das Verständnis von Mitbestimmung und Demokratie ist heute, vor allem wegen der Social Media, ein anderes. Wenn Sie bei in den USA einen Managementfehler machen, dann gehen hier bei Opel die Lichter aus. Die Gründe kommen schnell zu Tage. Vertuschen wird schwierig. Alles hängt mit allem zusammen. Menschen sind gut informiert. Und sie ahnden Fehltritte. Dazu kommen Finanzkrisen, das Auseinanderdriften von sozialen Schichten, die Insolvenz von Staaten, Ungerechtigkeiten, die sichtbar werden. Es ist in fast allen Bereichen klar geworden, dass Raubbau an der Umwelt, hemmungslose Gier allen Menschen schadet. Es ist klar geworden, dass der Mensch sein Handeln aus menschenfreundlichen Werten beziehen muss. Denn sonst kann es auch in der Wirtschaft sehr schnell vorbei sein. Es existiert zwar immer noch der Mythos, dass man(n) nur mit Härte und Rücksichtslosigkeit viel Geld verdienen und Erfolg haben kann. Aber dieser Mythos geht zu Ende. Wie man an Schlecker, Praktiker, Max Bahr, Karstadt und der  Commerzbank sehen kann.  Wer den Menschen nicht in den Mittelpunkt der Unternehmensprozesse stellt, verliert Innovationspotenzial, Motivation, Reputation und damit Wachstum. Humor ist in einer auf den Menschen ausgerichteten Unternehmensethik ein zutiefst menschlicher Wert. Und eine so einfache wie geniale Motivationsstrategie. Humor verändert Unternehmen.
Wie kann Humor die Kultur von Unternehmen verändern?
Den Menschen im Mittelpunkt der Unternehmensprozesse vorausgesetzt, bedeutet Humor als gelebter Wert in Unternehmen das Bekenntnis zu einer ganzheitlichen Sicht des Menschen. Menschen sind nicht nur unerwünschte Anhängsel ihrer eigenen Arbeitsproduktivität. Menschen bestehen vor allem aus Gefühlen. Wenn es einer Unternehmensleitung gelingt, diese Emotionen anzusprechen, mitzunehmen, auch in Veränderungsprozesse, erhalten sie kreative, motivierte, qualifizierte, begeisterungsfähige Stakeholder, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Das bedeutet Wachstum. In jeder Hinsicht.
Sieht dabei die Kommunikation in Unternehmen mit Humor anders aus?
Selbstverständlich. Humorvolle Kommunikation ist nicht angepasst oder abgrenzend. Humorvolle Kommunikation befindet sich auf Augenhöhe mit dem Gesprächspartner. Ein Unternehmen, in dem man auch über Führungskräfte lachen darf, in dem existiert eine ganz andere, starke Vertrauensbasis. Humorvolle Kommunikation nach innen und außen setzt schlicht Endorphine frei. Es macht Spaß, zu scherzen. Es macht auch Spaß mit humorvollen Kundenberatern oder Verkäufern zu interagieren. Hier ein kleines Beispiel, wie es nicht geht: In der Deutschen Bahn wollte mich eine Servicekraft des Speisewagens aus dem Zug herauswerfen, weil ich mich darüber beschwerte, dass er mich nicht bediente, dafür aber laut seinem Freund per Telefon erzählte, wie grauenhaft sein Job sei. In diesem Fall müssen Kunden ganz viel Humor haben. Wenn jetzt auch noch die Zugbegleiter Humor entwickeln würden – stellen sie sich vor, was für eine Freude es wäre, Zug zu fahren. Humorvolle Kommunikation kann man übrigens überall einsetzen, von Controlling über die Personalentwicklung hin zur Werbung.

Wie schaffe ich es, bei Mitarbeitern den Humor zu wecken?
Indem ich als Führungskraft meinen Humor entwickle. Wenn Führungskräfte kommunizieren und vorleben, dass Humor, Spaß und Freude zur Unternehmenskultur gehören, dann findet sich sehr schnell auch bei den Mitarbeitern der Mut, Freude und Spaß mit dem Wort Arbeit und Leistung zu verknüpfen und zu leben. Da aber der Humor wie auch das Querdenken oder die Kreativität so oft in Unternehmen nicht zugelassen wurden, empfiehlt sich dringend, Humortrainings anzubieten. Um den Humor, der sich nach innen verzogen hat, hervorbrechen zu lassen. Und zwar flächendeckend. Dann kann man später gezielt in bestimmten Bereichen mit Humor arbeiten, zum Beispiel im Projektmanagement, in der Kundenkommunikation, im Vertrieb etc. Natürlich sollten Führungskräfte weitergebildet werden zum Thema „Führen mit Humor“. Es gibt da außerordentlich erfolgreiche Strategien und Humorinterventionen zur Motivation aber auch in Kritikgesprächen, die man aber erlernen muss. Sie fliegen einem nicht zu.
Kann ich durch Humor meine Mitarbeiter besser motivieren?
Ja. Mit Humor machen Sie die Mitarbeiter wild. Und jedes Unternehmen sollte in wilde Mitarbeiter investieren. Denn wilde Mitarbeiter machen glückliche und friedliche Kunden.
Humor macht aus Unternehmen Spitzenunternehmen!

Dienstag, 23. Juli 2013

Humor macht aus gequälten Perfektionisten erfolgreiche Menschen!

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Training „Führen und motivieren mit Humor“ bei einer Organisation gegeben, die mehrere ebenfalls sehr große Unternehmen unter ihrem Dach versammelt. Die Teilnehmer waren Chef- und Oberärzte der dortigen Kliniken, eine Sexualmedizinerin, ein Psychiater und mehrere Manager des öffentlichen Nahverkehrs. Die Zusammensetzung verdiente also den Namen heterogen. Es handelte sich um 12 Männer und 2 Frauen. Oberes Management eben.
Nun haben Männer und Frauen einen sehr unterschiedlichen Humor. Männer benutzen den ihren oft, um ihre Überlegenheit und ihren Status zu dokumentieren. Frauen den ihren, um Verbindungen zu schaffen. Dementsprechend haben Männer mehr Angst, mit Humor zu arbeiten als Frauen. Sie, die Männer, fürchten ihren Status zu beschädigen. Frauen fürchten das weniger. Und nicht nur, weil, wie böse Zungen behaupten, sie gar keinen Status zu verlieren haben. In erster Linie, empfinden Frauen Humor eher als integrierend.
Den Humor, den wir als Kommunikations- und Motivationsstrategie brauchen, ist allerdings weder weiblich noch männlich. Er vereint die Qualitäten beider Humorarten. Er ist verbindend, aber dennoch führend, provokativ und immer wertschätzend. Das nur zur Erinnerung. Zwei Wochen sind eine lange Zeit.
Auch bei diesem Training hatten natürlich alle anfangs Befürchtungen, aus sich heraus zu kommen. Und mit Humor zu arbeiten. Ich verstehe es als meine vornehmste Aufgabe, den Teilnehmern das Vertrauen zu sich und zu mir zu geben, ihr Humorpotenzial zu entwickeln. Denn ohne das eigene Humorpotenzial kann man natürlich nicht humorvoll mit Mitarbeitern und Kunden umgehen. Waschen ohne nass zu werden, funktioniert auch nicht.
Ein Humorprinzip möchte ich Ihnen gerne vorstellen: Die perfekte Unvollkommenheit. Sie beruht auf der Einstellung, den Anspruch 100% perfekt sein müssen, aufzugeben. Wer Ziele verfolgt, die er nicht erreichen kann, weil sie dem Mensch-Sein widersprechen, kann nur scheitern.
Ich rede hier nicht wider guter Leistung. Das hätte nicht nur bei Ärzten böse Folgen. Es geht darum zu wissen, was man sich selbst zumuten kann. Seine Bedürfnisse und Emotionen in das eigene (Berufs-)Leben zu integrieren. Fehlertolerant sich selbst und anderen gegenüber zu sein. Fehler sind Wege zum Ziel.

Wir haben zum Thema „perfekte Unvollkommenheit“ einige Übungen durchgeführt. Ich stelle Sie Ihnen vor, in der Hoffnung, dass Sie sie einmal für sich nachmachen:
1. Die Teilnehmer erzählten, was Sie im Beruf besonders gut können und was Sie für Ihren Beruf qualifiziert. Das war einfach.
2. Die Teilnehmer erzählten, was sie leider in ihrem Beruf gar nicht gut können. Das war schon schwieriger. Ich habe es schon einmal erlebt, dass ein Mann sagte, er könne ganz schlecht ein Unterseeboot steuern. Er war Controller!
3. Dann sollten die Teilnehmer ihre berufliche Biografie als positiv darstellen, aber aus Sicht ihrer Schwächen und ihres partiellen Scheiterns. (Das haben wir alle, das partielle Scheitern. Ich versage völlig in Mathematik. Und noch einigen anderen Dingen.) Sie hatten 10 Minuten Zeit zur Vorbereitung und hielten dann einen humorvollen Vortrag.
So entstanden 14 anrührende, ehrliche und humorvolle Biografien. Und danach enterten wir die Kantine des dortigen Rathauses, mit roten Nasen. Es war unglaublich.
Versuchen Sie es doch auch einmal! Das Prinzip der perfekten Unvollkommenheit.
In diesem Sinne. Erfolg lacht!
Ihre Jumi Vogler

Mittwoch, 10. Juli 2013

Humor macht aus Führungskräften Spitzenführungskräfte!


Keine Angst! Ich sage Ihnen nicht, dass Sie dauernd Witze erzählen sollen. Ganz im Gegenteil. Humor ist kein Witz. Humor sind auch keine blöden Späße. Humor ist eine Haltung  und eine Fähigkeit zugleich. Eine erlernbare Fähigkeit! Eine Führungsfähigkeit!
Humor führt diejenigen  zum Erfolg, die mit Menschen umgehen müssen. Wollen. Dürfen. Und wer tut das nicht? Wer mit Menschen umgeht, braucht Humor. Nein, das ist kein Kalauer. Menschen sind so unterschiedlich wie ihre Bedürfnisse. Und es ist ausgesprochen schwierig, die eigenen Bedürfnisse, die fremden, diverse Ansprüche und Leistungsvorgaben auszutarieren.
Humor macht Sie zum Kommunikationsgenie. Das liegt auf der Hand. Wer humorvoll kommuniziert und führt, gewinnt schnell das Lachen und damit das Herz der anderen. Jetzt können sie natürlich fragen:“Was interessiert mich das Herz meiner Mitarbeiter? Die sollen arbeiten.“ Aber so funktioniert der Mensch nicht. Der Mensch wird von Emotionen geleitet. Das wird in der Wirtschaft gerne außer Acht gelassen. Weil nichts Unternehmen mehr stört als unberechenbare Gefühle. Also tut man so, als gäbe es sie nicht. Als seien sie allenfalls etwas für Weicheier (und Frauen). Und dann wundert man sich, warum ein Projekt schief geht, die Mitarbeiter kündigen, die Kunden weglaufen (auch Kunden haben Herzen).
Kommunikation ist nämlich nicht nur die Vermittlung von Informationen. Informationen alleine bedeuten gar nichts! Informationen erreichen nur dann ihr Ziel, wenn Menschen die Aussagen dahinter verstehen und ihnen folgen.
Gute Führungskräfte, erfolgreiche Projektleiter, gute Berater, Verkäufer, Vertriebler sprechen die Emotionen ihrer Mitmenschen an. Wer Emotionen mit Humor anspricht, gewinnt Menschen. Ihr Vertrauen und ihre Zustimmung! Und Erfolg .In jeder Hinsicht, in jedem Beruf, in jeder Branche!
Enwicklen Sie Ihr Humorpotenzial! Denn: Erfolg lacht!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Wie Sie mit der Humorstrategie Alltagskrisen bewältigen!

Ich hatte einen Workshop auf dem MINT Kongress 2013, also war mein Koffer voller Exemplare meines Buches "Erfolg lacht" und dementsprechend schwer. In Hannover stehe ich am IC und merke, dass ich den Koffer nicht in den Zug bekomme. Ein Mann steigt gerade aus dem Zug und geht weg. Ich rufe ihm hinterher, ob er mir helfen könne. Er kommt zurück, grinst mich süffisant an, fragt, was ich wolle. Ich bitte ihn, den Koffer in den Zug zu stellen, ich könne es nicht. Er fragt drei mal nach, immer süffisanter grinsend, was er jetzt tun solle. Die Zeit rennt mir davon. Und schaut mich an, als sei ich dement. Die Zeit rennt immer schneller. Gleich fährt der Zug ab.. Nach dem 3. Mal sagte er: "Das schaffen Sie schon alleine." Und lässt mich stehen. Mit meinem Koffer auf dem Bahnsteig. Ich stand da,  mit Tränen in den Augen, und fühlte mich gedemütigt. Wer es noch nicht weiß, ich habe eine schwere Autoimmunkrankheit. Mit fällt es schwer, Koffer zu heben. Mit letzter Kraft und in letzter Minute habe ich den Koffer dann doch noch in den Zug gewuchtet. Ich war ziemlich fertig. Körperlich.
Natürlich verstehe ich solche Menschen nicht. Aber es fällt mir auf, dass es sie immer öfter gibt, im Geschäftsleben, aber auch privat, bei alt und jung. Der Mensch wird egoistischer. (Ausnahmen sind die Solidaritätshandlungen in existenzbedrohlichen Situationen, wie beim Hochwasser. Aber das beruhigt mich nicht.).
Ehrlich gesagt, so behandelt zu werden, als sei man zu alt, zu dumm, zu weiblich, zu irgendetwas, tut richtig weh. Und das soll es auch. Es ist die Absicht des Gegenübers, uns so fühlen zu lassen.Warum? Da gibt es viele Gründe. Die alle nichts mit uns zu tun haben.
Und nun? Was können wir tun? Um uns nicht schlecht zu führlen oder stundenlang wütend. Wobei: Wut tut gut. ERstmal gar nichts. Humor entsteht nicht, wenn man solche Gefühle unterdrückt. Humor entsteht, wenn man sie zuläßt. Und dann eine andere, nämlich humorvolle Haltung dazu entwickelt. Wir können natürlich solche Menschen zu armen Idioten erklären. Das hilft aber nichts. Denn dabei ist nur unser Kopf, unsere Ratio, am Werke. Die Demütigung, der Ärger sind Gefühle und sitzen tiefer.
Ich hatte das Glück im Zug eine nette Frau zu treffen, der ich die Geschichte erzählt habe. Sie hat mir dann ihre Erlebnisse geschildert. Sie mit dem Kinderwagen plus Kind unterwegs fragt einen Mann, ob er ihr helfen könnte, den Wagen in den Bus zu schieben. Antwort: "Warum soll ich Ihnen helfen? Ist doch nicht mein Kind." Wir haben dann beide sehr gelacht, ob die Absurdität menschlichen Verhaltens.
Und das ist genau der Punkt. Auch humorvolle Menschen, Kabarettisten und Komiker werden die Welt nicht verändern. Nur unsere eigene. Und vielleichtdie unserer Freunde, Familie, Fans. Aber wir können lachen darüber, über die Absurdität menschlichen handels. Menschlichen Scheiterns. Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Aber in jedem Wolf steckt ein Wölfchen. Und das sieht aus wie ein Dackel. Ganz tief drin ist er ein Dackel, wie Hu, der Humor, hier anschaulich zeigt.(Hu, der Humor ist ein unsterblicher Kobold, der bei mir wohnt. In Hannover!)
Jeder, der sich so  verhält, egal ob Wirtschaftsmagnat oder Politiker oder  Privatmensch, jeder, der sich so verhält, ist ein Würstchen. Und mit Würstchen kann man ja eine ganze Menge machen, wie man hier sieht:

Man kann mit ihnen jonglieren. Und das heißt: Fragen Sie sich in solchen Situationen, was daran komisch wäre, wenn es nicht Sie beträfe. Und meine Situation war schon saukomisch: Ich stehe da, der Zug will wegfahren, der Typ macht auf Macho. Und die Wahrheit ist, er hat sich von mir veräppelt gefühlt. Ich sehe nämlich ganz fit aus.Nicht sonderlich hilfsbedürftig. Und wie fühlt er sich? Als Mann? Er hat sich als ausgenutzt gefühlt. Männer müssen immer schwere Sachen tragen. Die Armen. Und das in Zeiten der Emanzipation. Da kann man sich schon mal als Würstchen vorkommen. Wenn das nicht komisch ist. Als mir das klar wurde, konnte ich schon wieder lachen!

Und wenn das alles nichts nützt, kann man seine Erlebnisse niederschreiben. Humorvoll niederschreiben.Das heilt. Undich kann Ihnen sogar sagen, wie man das macht. Denn Humor schlägt Status. Humor schlägt Profilneurose. Immer. Erfolg lacht!

Und hier die Tipps zum Thema Humor als Lösungsstrategie in Konflikten und Krisen:
Mein Buch "Was der Humor für Sie tun kann, wenn in Ihrem Leben mal wieder alles schiefgeht" kommt Ende Januar raus.Bei GABAL. Mann kann es jetzt schon bei amazon vorbestellen:


 Und im Frühjahr gibt es zwei offene Seminare in Berlin und München zum Thema: Humor als Lösungsstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen" Hier geht es zu den Informationen und der Anmeldung.

Und Hu, der Humor, hat eine eigene Homepage: www.hu-der-humor.de

Montag, 17. Juni 2013

Humor ist Veränderung! Warum man für neue Zeiten neue Strategien braucht.


Warum soll man eigentlich mit Humor agieren, führen, kommunizieren und motivieren … privat und beruflich? Bloß, weil ich es sage. Nun, klar, dass ist Grund genug. :-) Aber mal Ernst beiseite: Es ging doch jahrzehntelang ohne Humor in Deutschland. Tja, “the times they are a-changin“ sang nicht nur Bob Dylan, das Lied singt auch Angela Merkel. Und die kann's. Das Ändern. Allerdings irgedwie ohne Humor. Und Herr Steinbrück singt immer noch: Die Partei, die Partei, hat immer recht. Und die Partei, schnubbeldiwumm, die bin ich!" Mit Humor kann er allerdings auch nicht punkten.
Und die Wirtschaft? Ganz ehrlich, Humor ist da nicht die angesagteste Strategie. Aber sie setzt sich durch. Bei denen, die klug genug sind, umzudenken. Die sehen, dass wir dringend in unserem Wirtschaftssystem Umdenken benötigen. Denn Humor heißt Umdenken. Veränderung. Besinnung auf das einzig Wesentliche: Das Menschliche. Und menschlich, sprich humorvoll, denn das eine bedingt das andere, das können nicht viele Menschen. Denn sie müssten aufhören, sich so tierisch ernst zu nehmen. Als Mittelpunkt des Universums zu sehen. Nur ihren eigenen Interessen folgen wollen. Wohin uns das bringt, sehen wir jeden Tag. Aber die Menschheit lernt, das hat sie immer getan.
Der tatsächliche Hintergrund dafür, dass Humor zum Trendthema in der Wirtschaft avanciert, ist die händeringend gesuchte Lösung für ein Problem, das viele Unternehmen haben: Wie geht man mit mit ständigen Veränderungen, ständigen Verunsicherungen um? Veränderungen, über die man keine bis wenig Kontrolle hat. Aus dem Projektmanagement wissen wir, dass es nicht ausreicht, Projekte nur perfekt zu planen und zu strukturieren: Wenn der Projektleiter nicht in der Lage ist, Menschen zusammen zu führen, zu motivieren, ihre Emotionen zu berücksichtigen und anzusprechen, gehen viele Projekte schief. Es geht also darum, Menschen mitzunehmen, Bereitschaft für Veränderung zu schaffen.
Und es wird noch um etwas anderes gehen: Die Rückbesinnung auf Werte. Die Besinnung, dass ständiges rücksichtloses Wachstum eben nur für wenige positiv ist. Und dass der Bumerangeffekt nicht ausbleibt. Man stelle sich vor, dass Deutschland die krisengeschüttelten Länder nicht unterstützt. Deutschland würde auf seinen Exporten sitzen bleiben, weil die Kunden pleite sind: Man kann auch zu Tode wachsen.
Wer seinen Humor trainiert, erlernt automatisch Fähigkeiten und erwirbt Kenntnisse, die den Umgang mit Herausforderungen und Veränderungen, erhöhtem Stress und hohem Arbeitseinsatz stärken: Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösungskompetenz, Kenntnisse wie Kommunikationspsychologie, emotionale Kompetenz und Wertschätzung. Wer mit Humor kommuniziert, macht es anderen Menschen leicht. Leicht bei ihrer Arbeit, leicht als Kunde, leicht als Mitarbeiter, leicht bei Konflikten und Problemen. Er motiviert sie mit Humor. Und hat Erfolg. Erfolg auf der ganzen Linie. Den muss man allerdings wollen. Und sich für ihn entscheiden.
Den Erfolg mit Humor. Denn Humor ist eine Haltung.
Die Humorhaltung verlangt Übung. Jede Veränderung ist mit kontinuierlicher Arbeit verbunden, auch die Humorarbeit. Aber die macht wenigstens Spaß, eine Damen und Herren.Allerdings wird man auch angegriffen. Nun gut, wer die Welt verändern will oder wenigstens seine eigene, der darf eben nicht in der Masse verschwinden.
Es liegt also in Ihrer Hand, ihre Gefühle mit Humor zu behandeln. Natürlich ist ein humorvoller Mensch ist nicht gefeit vor unangenehmen, widrigen und verletzenden Situationen. Ärgern darf sich auch der Humorvolle. Aber wenn er das getan hat, lacht er möglichst über die schräge Situation.
Versuchen Sie das Komische in der unangenehmen Situation zu sehen. Mir wurde neulich öffentlich entgegengehalten, ich sei eine Witzfigur. Wer mit einer roten Nase auftrete, sei als Coach nicht ernst zu nehmen. Natürlich hab‘ ich mich geärgert. Und dann habe ich mir gedacht, dass mein Kritiker eigentlich ein ganz humorloser Mensch ist. Mit sehr viel Unsicherheit. Die er durch Angriff zu verstecken sucht. Ich antwortete: „Ja, ich bin eine Witzfigur. Aber das setzt immerhin Witz und Figur voraus.“ Gut pariert, oder?
Wer mit Humor durch solche Situationen geht, ärgert sich weniger oder weentlich kürzer, lässt sich nicht so nachhaltig verletzen und reagiert souveräner und schlagfertiger. Das Selbstwertgefühl steigt. Und damit der Erfolg.
Und der lacht! Ihre Jumi Vogler

Freitag, 7. Juni 2013

Wer begeistert, lehrt! - Spitzentrainer und Spitzendozenten arbeiten mit Humor!

„Lernen macht Spaß!“ Diese Aussage galt zu meiner Schulzeit als anarchisch. Zersetzend. Staatsgefährdend. Lernen durfte keinen Spaß machen. Schule war eine ernste Angelegenheit. Und das hieß: „Biegt sie hin zu nützlichen Menschen. Sitzen machen!“
Bei mir hat das Erziehungsmodell komplett versagt. Ich entwickelte mich sofort zur Oppositionellen und dann aus purer Notwehr kam ganz viel Humor dazu. Ich konnte beispielsweise meinen Chemielehrer nicht ernst nehmen, der mich davor warnte, zu viel männlichen Intellekt zu entwickeln. Das würde meiner weiblichen Ausstrahlung schaden. – Er hatte recht. (Das ist ein Witz! Oder?)
Die meisten von uns haben keine guten Lern- bzw. Lehrerfahrungen. Und sie mit in den Beruf übernommen. Als Teilnehmer und leider auch als Trainer. Ich habe Trainer erlebt – das spottet jeder Beschreibung. Aber ich versuche es mal: Ich erinnere mich an einen Herrn, der Projektmanagement lehrte. Nach drei Stunden lag die Hälfte der Teilnehmer mit dem Kopf auf den Tischen und schnarchte. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, antwortete er, das sei doch immer so. In jedem seiner Seminare. Völlig normal also. Ich habe Kommunikationstrainer erlebt, bei denen nur einer sprechen durfte, der Trainer selbst.
Dabei ist es ganz einfach. Menschen lernen am meisten, wenn sie auf etwas neugierig sind. Wenn sie etwas selbst machen dürfen. Wenn sie Erfolgserlebnisse haben. Und wenn sie lachen. „Wer lacht, lernt.“ Humor entwickelt Menschen. Trainer und Coaches, die im Umgang mit Menschen per se humorvoll sind, schaffen Vertrauen und Veränderungsbereitschaft. Selbstironie hebt Distanz auf und wirkt sympathisch.
Natürlich kann man Humorinterventionen für alle möglichen Warm-Ups und Lockerungsübungen benutzen. Es gibt sogar Übungen gegen das Suppenkoma (Die Trägheit nach dem Mittagessen). Ich mag besonders: Die Ritter(innen) befreien die Prinzen/Prinzessinnen aus der Höhle des bösen Drachen (geschlechtsneutral). Macht sehr schnell sehr wach.
Aber natürlich kann man eine Humorintervention auch im Trainingskontext benutzen. Dort ist sie besonders wirksam.
Eine gute Übung für das Teamtraining ist der „Chor“
Die Teilnehmer bilden drei Gruppen. Jede Gruppe soll einen kurzen Sprechgesang beherrschen, den ich vorgebe. Je nach Laune, und Stimmung. Die erste Gruppe singt zum Beispiel: „Tschaka tschaka bumm bumm“. Das ist intellektuell zu verkraften. Die zweite: „Krawupp schnee schnau.“ Die dritte: „Schubbeldiwumm, schnubbeldischrei“. Oder so. Wenn alle drei Gruppen ihren Text können, singen wir im Kanon. Der Seminarleiter fungiert als Dirigent. Eine Gruppe beginnt auf sein Zeichen. Dann fallen die anderen ein. Mit unterschiedlichen Lautstärken. Am Ende entsteht natürlich das fulminante Crescendo. Und ein umwerfendes Wir-Gefühl.“ (aus meinem Buch „Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie“)


Ob Sie es glauben oder nicht, ich spiele in Führungskräfteseminaren, bei denen es um die Ausübung von Macht geht, gerne mal die Reise nach Jerusalem. Dabei kann man gut beobachten, wer wie mit welchen Mitteln kämpft. Hinterher reflektieren wir das Wettbewerbsverhalten. Sehr aufschlussreich.
Viele Übungen kommen aus dem Improvisationstheater. Übungen, von denen die Teilnehmer nicht einmal träumten, dass sie mit ihnen konfrontiert werden. Zum Beispiel: „Betreten Sie den Raum und versuchen Sie uns zu überraschen. Und zum Lachen zu bringen. Ohne Worte.“
Bisher hat jeder mitgemacht.
Der Nutzen von richtig knackigen Übungen zu den Thema Projektmanagement, Teamtraining, Führungskräftetraining, Vertrieb, Kommunikation, Präsentation ist riesig. Wer die Übungen anwendet, hat Spaß. Als Trainer. Und als Teilnehmer. Letztere werden aktiviert, haben Erfolgserlebnisse, lernen und verändern sich. Solche und nur solche Trainings sind nachhaltig.
Und genau das wollen Unternehmen! Sonst bräuchten sie ja keine Weiterbildung durchzuführen.

Bis dahin! Erfolg lacht!
Ihre Jumi Vogler

Mittwoch, 22. Mai 2013

Yorkshire-Terrier oder Rottweiler? Von der Durchsetzung mit Humor

Ich komme gerade aus dem Urlaub! Und siehe da, die Welt hat sich nicht geändert! Das Leben nimmt wieder seinen normalen Lauf. Und das heißt: Der Kampf geht weiter. Der Kampf mit den Tücken des Alltags. Zu den Tücken des Alltags gehört es, sich den immerwährenden und neuen Herausforderungen zu stellen.
Das kann man sehr unterschiedlich anfangen. Zum Beispiel sehr verbissen, auf Wettbewerb gepolt, mit Perfektionismus und unerbittlichem Ehrgeiz. Denn nur einer kann gewinnen! Siegen ist Pflicht! Sie kennen sicherlich diese Einstellung, sie gilt gemeinhin als wünschenswerte Erfolgsmentalität.
Während ich dies schreibe, ermüde ich schon vor mich hin. Denn diese sogenannte Erfolgsmentalität langweilt mich zu Tode. Sie ist so verkrampft, so wenig intelligent, so uninspiriert und manchmal sogar gefährlich. Vor allem aber ist sie eine Ideologie. Und Menschen mit Humor fallen nicht so leicht auf Ideologien und Mythen herein!
Aber auch sie müssen sich ihren Herausforderungen stellen.  Sich durchsetzen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Aber wie geht das? Ohne Siegermentalität? Nun, zum Beispiel mit Intelligenz und Empathie. Sie schütteln den Kopf? Dann staunen Sie bei folgender Geschichte: Ein junger Mann besaß zwei wilde, unkastrierte Rottweiler-Rüden, seine brandneue Freundin einen unkastrierten Yorkshire Terrier-Rüden – mit Rückendeckchen. Schon nach kurzer Zeit wollte der junge Mann sich trennen … von seiner Freundin und seinen Rottweilern. Er befand sich nämlich in einer ernstzunehmenden Sinnkrise. Sei Thema hieß: „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Warum? Weil sich seine beiden unkastrierten Rottweiler-Rüden namens Zorro und Wotan sofort dem kleinen Yorkshire Terrier-Rüden namens Bennie unterworfen hatten. Ohne Kampf. Sie lagen auf dem Rücken und leckten ihm das Mäulchen. Herrchen war fertig mit der Welt.
Das glauben Sie nicht? Doch, so war es. (Die Geschichte habe ich vom Hundetrainer Martin Rütter.) Der Yorkshire war der deutlich intelligentere und empathischere Hund. Und hatte einen viel näheren Bezug zur Ressource Mensch. Und deswegen zur Ressource Futter. Das machte ihn zum Rudelführer. Die Rottweiler erkannten seine Intelligenz und seine Fähigkeiten an. Durch ihre Unterordnung hofften sie, ebenfalls Zugang zu beidem zu bekommen. So wird man zur Führungspersönlichkeit!
Wie aber schafft man das mit Humor? Zugegebenermaßen besitzen Hunde keinen Humor. Empathie und Intelligenz schon. Und die sind schon mal die Grundlagen für Humor. Dazu trainiere man noch seine Kommunikationsfähigkeiten, seine Schlagfertigkeit und natürlich seinen Mut, originelle Wege zu gehen, um an das Ziel zu erreichen. Das Ganze gepaart mit Wertschätzung für sich und andere. Hört sich schwer an? Das alles kann man lernen! Wirklich! Denn Humortrainings vermitteln Menschen die Eigenschaften, die humorvolle Menschen per se haben: Kreativität, Kommunikationsfähigkeiten, Phantasie, Empathie, Kommunikationspsychologie, Mut, Spaß mitzureißen, zu überzeugen, sich durchzusetzen, zu führen.
Zum Beispiel so: Angenommen Sie – egal ob Mann oder Frau – werden zum Teamleiter befördert – als junger Mensch. Das Team aber besteht aus lauter älteren Männern. Sie merken die Verstimmung und die Konkurrenz und begegnen ihr einfach mit größtmöglicher Offenheit und einem starken Lächeln (Zähne zeigen!). Vor allem aber brechen Sie das Schweige-Tabu und sprechen aus, was die anderen denken. Das wird als durchsetzungsfähig gewertet: „Ich kann Sie verstehen, an Ihrer Stelle wäre ich ganz schön sauer, wenn ein so junger Spund mir vor die Nase gesetzt würde. Das Problem ist, da sitze ich nun. Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Die Situation bleibt wie sie ist. Wir werden also miteinander arbeiten. Wenn‘s nach mir geht, ziemlich entspannt. Wir können eine Menge voneinander lernen. Zum Beispiel wie man Generationenkonflikte beendet.“ Die richtige Mischung aus Gefühl und Schärfe ist das Geheimnis.
Bei eine großen Automobilbauer arbeitete ich einmal mit einem Ausbilderteam … mit nur Männer damals. Da es um das Thema „Lean Management“ ging, musste sich die Herren mit folgender Situation herumschlagen: Es gab keinen Abteilungsleiter mehr. Keinen Chef. Alle sollten gleichberechtigt sein. Ein Team. Niemand wusste, wer der Derrick und wer der Harry war. Und das in Deutschland! Eine Katastrophe! Nichts ging mehr. Die Teammitglieder hatten sich furchtbar in den Flicken, vor allem zwei Kollege kamen mit der „führerlosen“ Situation nicht klar. Nach drei Stunden Coachings ohne Ergebnis schickte ich die beiden Streithähne, die das gesamte Team lahmgelegt hatten, mit folgenden Worten aus dem Raum: „So, meine Herren, Sie haben zwei Stunden Zeit. Sie gehen jetzt raus und kämpfen es aus wie Männer. Prügeln Sie sich. Das ist eine Anweisung. Wir haben hier einen Erste-Hilfe-Kasten. Jetzt!“
Die beiden dachten, sie hörten schlecht. Aber ich blieb hart. Also gingen sie. Natürlich haben sie sich nicht verprügelt. Aber sie sprachen das erste Mal miteinander ernsthaft über ihre Konflikte. Als sie wieder hereinkamen, wurde es doch noch ein gelungenes Teamcoaching.
Achtung! Solche Interaktionen basieren auf Wertschätzung. Wer sie benutzt, um den eigenen Status zu erhöhen, wird scheitern.
Durchsetzung mit Humor ist außerordentlich erfolgreich. Es bedeutet Provokation und paradoxe Interventionen lösungsorientiert einzusetzen. Und die gute Nachricht: Auch das kann man lernen!
Wer wollen Sie also sein: Rottweiler auf dem Rücken? Oder Yorkshire Terrier auf dem Arm bei Frauchen, der Ihnen sagt, wo es lang geht. Let the dogs out!
Erfolg lacht!
Jumi Vogler

Mittwoch, 8. Mai 2013

Exzellent führen und verändern mit Provokation und Humorinterventionen!

Kann man mit Provokationen Menschen verändern? Und wie! Man muss es nur können!
Wer mit paradoxen Interventionen und gezielten Provokationen arbeiten will, sei es als Coach, Trainer, Führungskraft oder Sozialpädagoge sollte sich über die Macht von Provokation und Paradoxie bewußt werden. Zuallererst einmal aber verabschiede er oder sie sich davon, dabei mal so richtig die Sau raus zulassen, dem Gegenüber ordentlich einen mitzugeben. Ein solches Verhalten torpediert den Einsatz dieses Tools. Provokationen und paradoxe Interventionen sollen nämlich das Verhalten des KommunikationsPARTNERS ändern und zwar auch zu dessen Besten.
Daher:
1. Finger weg von Machtdemonstrationen bei dem Einsatz dieser Tools
2. Verantwortungsgefühl, Wertschätzung und der Wille, sein Gegenüber zu unterstützen sind die einzig gültigen Motivationen.
3. Gesprächsführung mit Provokation und paradoxe Interventionen muss man erlernen … von einem Profi!

Nur dann sind sie ungewöhnlich wirksam. Sowohl im Coaching, als auch im Training und als Führungswerkzeug. Und wie? So: Menschen entwickeln innere Widerstände, wenn sie sich verändern sollen. Sogar, wenn sie sich verändern wollen! Haben Sie schon mal eine Diät gemacht? Mit dem Rauchen aufgehört? Selbst, wenn wir wissen, dass etwas gut für uns ist, heißt das noch lange nicht, dass wir es auch tun. Der Geist ist willig, aber das Fleisch oder wer auch immer ist schwach. Der innere Widerstand gegen die Veränderung ist groß. Und diesen inneren Widerstand umgeht man bei paradoxen Interventionen. Man baut einfach einen äußeren auf, nämlich die Provokation selbst und schafft damit eine Irritation. Der innere Widerstand wird aufgegeben, außen lauert ein neuer Widerstand, den man so lange bekämpfen muss, bis man über sich selbst lacht!
Und dann passiert folgendes: „Ein Klient kam zu mir zum Präsentationstraining. Freiwillig, versteht sich. Er hatte schreckliche Angst vor öffentlichem Reden. In Zukunft sollte er auf Bitten seiner Führungskraft Vorträge auf Fachkongressen halten. Mit anderen Worten: Ihm ging es schon mal besser. Er fing mit steinerner Miene und brüchiger Stimme an, mir seine Präsentation vorzustellen. Sofort und immer wieder unterbrach er sich, um mir zu erklären, wie abgrundtief unbegabt er sei. Natürlich kam er keinen Schritt weiter. Das heißt, er konnte aufgrund seiner inneren Blockaden keine neue Erfahrung machen. Also übernahm ich seine inneren Stimmen, in dem ich aus ihnen kleine hässliche Gnome mit den Namen Egon, Waldemar und Diederich schuf.

Alle drei hatten Ähnlichkeit mit Rumpelstilzchen und bewegten sich auch so. Das Vertrauen in sich hatte mein Klient schon lange verloren. Nun verlor er es auch in mich. Er zweifelte an meinem Verstand. Aber er begann wieder, seine Präsentation zu halten. Immerhin hatte er Geld dafür bezahlt. Die Gnome ließen ihm keine Chance, sich selbst zu unterbrechen. Sie unterbrachen ihn. Dauernd. Waldemar quäkte mit hoher Stimme: Das ist ja furchtbar, furchtbar ist das!“. Diederich argwöhnte dunkel: Das lernt der nie!!“ und Egon sprach mit S-Fehler: „Daß ißt ßenßationell ßaußchlecht.“
Zuerst musste mein Klient sehr lachen. Dann war er genervt von meinen Unterbrechungen. Und dann hielt er den ganzen Vortrag, ohne zu merken, dass die Gnome ins Gnomenland zurückgekehrt waren. Selbstverständlich haben wir daran gearbeitet, dass er sich diesen Zustand bewahren konnte. Auf dem Kongress hielt er seine sehr "gescheite" Präsentation problemlos.
Mehr noch: Er fühlte sich wohl. Noch mehr: Seine Zuhörer fühlten sich wohl. Sie waren äußerst angetan. Er selbst hat die Gnome Egon, Waldemar und Diederich ins Herz geschlossen. Gnome haben es auch nicht leicht. Sie müssen immer sabotieren. Nun können die drei ausspannen, verschiedenen Vortragsäle begutachten, über andere lästern und meinen Klienten wohlwollend begleiten.“ (aus einem Buch „Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie“)
Ein Ausbilderteams der Volkswagen AG stand vor folgendem Problem, bei dessen Lösung ich das Team unterstützen sollte: Im Zuge von Leanmanagement gab es in diesem Team keinen Chef mehr, alle waren gleichberechtigt. Ein Chaos brach aus. Um es den weiblichen Lesern zu erklären: Es handelte sich um Männer! Niemand wusste, wer der Derrick und wer der Harry war. Und das in Deutschland! Die Emotionen kochten hoch. Zwei Herren hatten sich besonders in den Flicken. So sehr, dass sie das ganze Teamtraining lahm legten. Ich schickte beide aus dem Raum mit dem Auftrag, die Angelegenheit „wie Männer“ auszutragen, sich also ordentlich zu prügeln. Weil ich freundlich bin, teilte ich ihnen mit, wo sich der Erste-Hilfe-Kasten befand. Die beiden waren vollkommen von den Socken. Sie verließen den Raum und prügelten sich natürlich nicht. Sie redeten. Sie hatten keine andere Wahl. Und nach zwei Stunden kamen sie zurück und das Training konnte konstruktiv werden.
Sie sehen: Alles bleibt anders! Erfolg lacht!