Freitag, 28. März 2014

Warum Unternehmen von der Entwicklung des Humorpotenzials ihrer Mitarbeiter profitieren!

Ich werde immer wieder gefragt, ob jeder sein Humorpotenzial entwickeln kann? Antwort: Ja!
Ich werde immer wieder gefragt, ob man das Humorpotenzial von Mitarbeitern und Führungskräften entwickeln sollte? Antwort: Ja!
Ich werde immer wieder gefragt, ob Unternehmen einen Nutzen von der Entwicklung des Humorpotenzials ihrer Mitarbeiter haben? Antwort: Ja!
Aber nur, wenn sie wachsen wollen und wirklich Spitzenleistungen  erbringen wollen!

Ich betrachte es als meine vornehmste Aufgabe, Menschen darin zu unterstützen, ihren eigenen Humor zu finden und zum Ausdruck kommen zu lassen. Die meisten Teilnehmer in meinen Trainings sind durchaus privat humorvoll, wenden aber Humor nicht oft an. Schon gar nicht strate-
gisch, als Aktion und im beruflichen Umfeld. Da ist er nämlich verpönt. Und durchaus eine Gratwanderung. Hier gilt es eine Menge Hemmungen und Ängste abzubauen. Auch die Angst, sich zum Narren zu machen. Oder die Angst, missverstanden zu werden. Seinen Status zu beschädigen. Diese Ängste sind verständlich. Aber: Meine Trainings sind ja keine Clownsseminare oder Ausbildungen zum Komiker. Es geht darum, das eigene Humorpotenziale (das HUP!) zu entwickeln, um es dann strategisch einsetzen zu können. Ohne Humorübungen allerdings funktioniert das nicht. Man kann Humor nur anwenden, wenn man den Mut aufbringt, humorvoll zu agieren. Das versteht sich eigentlich von selbst. Man kann sich ja auch nicht waschen, ohne nass zu werden. Also muss es gelingen, dass die Teilnehmer mir vertrauen. Das ist die Voraussetzung. Dann bricht der Humor regelrecht heraus. Einzeln und in Gruppen. Bisher haben alle, aber auch alle mitgemacht. Und sich verändert. Ich höre oft, dass sie es anfangs nicht für möglich hielten, zu was sie fähig sind. An Mut, Kommunikationstalent, Kreativität und Führungspotenzial.

Da schlummern in Deutschland tatsächlich ungeahnte Potenziale. Und die Angst vor Statusbeschädigung ist dann Schnee vom Vormittag. Wer Humor ausübt, befindet sich automatisch im Hochstatus. Denn der humorvolle Mensch besitzt eine Deutungshoheit, gibt anderen die Erlaubnis zur Aktion und motiviert. Wer das bewirken kann, befindet sich im Hochstatus. Humor ist individuell. Jeder muss seinen eigenen finden. Und Humor kommt auch nicht immer laut daher. Ein humorvoll freundliches Wort reicht. Ein Bonmot, eine gelungene Pointe, der echte Smalltalk.
An der Aufgabe, den eigenen Humor zu kreieren, wachsen die Teilnehmer. Sie entwickeln neben Humor Fantasie und Kreativität, sie lernen den Wert von humorvollen Teams kennen, aber auch das Führungspotenzial von Humor.Sie erleben die Kraft der Motivation und definieren den Begriff Wertschätzung neu.Und nebenbei lernen sie, dass alle nur Menschen sind. Sogar sie selbst. Und das die Grundvoraussetzung von Motivation und Kommunikation Menschenkenntnis ist. Und das es sehr hilft, Menschen zu mögen. Auch manchmal wider besseren Wissens. Humor als Kommunikation in Unternehmen ist nicht irgendein Humor. Humor kommt ja durchaus unterschiedlich daher. Es ist der „helle“ Humor. Er motiviert, unterstützt Verhaltensänderungen, spricht Befürchtungen an, löst Blockaden auf und macht Vergnügen. Er kann ironisch und provokativ sein. Aber niemals zynisch, abwertend und ausgrenzend.
Um ihn für sich und andere, aber auch als Unternehmensphilosophie zu realisieren, ist es nötig, eine Entscheidung zu treffen und die auch umzusetzen. Die Entscheidung zur Humorhaltung: „Ich schenke mir und den Menschen in meinem Unternehmen und allen, die dazu gehören (also den Stakeholdern)  jeden Tag Wertschätzung, Respekt, Freude und Spaß! Das ist weich? Typisch weiblich? Das ist hart. Sehr hart! Dafür braucht man, äh, Standing. Bitte stellen Sie sich ganz kurz das Resultat der Umsetzung vor: Keine Insolvenz von Schlecker, keinen Umsatzrückgang bei Karstadt. Karstadt wäre immer noch eine beliebte Marke ohne völlig ausgebrannte, ausgenommene Führungskräfte und Mitarbeiter.  Und: Die DB hätte kein Personalproblem. Sie hätte einfach genügend Mitarbeiter eingestellt! Der Berliner Flughafen und die Hamburger Oper wären schon längst fertig. Die Verantwortlichen hätten wirklich wertschätzend geplant.Und die ein oder andere Bank würde noch existieren, weil sie sich auf ihr Kerngeschäft besonnen hätte.

Der Profit, das Wachstum verschwinden nicht, bloß weil Mitarbeiter mit Begeisterung an ihre Arbeit gehen! Und Kunden glücklich machen! Ehrlich nicht!

Stellen Sie sich selbst vor, Sie würden sich selbst jeden Tag Freude und Spaß schenken! Probieren Sie es mal aus! Einen Tag nur! Alleine das würde Ihre Welt grundlegend verändern.Nun stellen sie sich vor, Sie würden jeden Tag  ihrer Familie, ihren Freunden, dann ihren Kollegen legen, Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern etc. Freude und Spaß schenken! Ein Quantensprung in Ihrem Leben und in Ihrem Beruf. Und nun stellen sie sich vor, viele Menschen würden sich zu der Humorhaltung bekennen!

Humor verändert die Welt. Zumindest Ihre!
Humor verändert Ihren Beruf!
Humor verändert Unternehmen!


Freitag, 31. Januar 2014

Wie der Humor in Deutschland per Gesetz verboten werden sollte und wie ein Humor-Lobbyist dieses Gesetz sehr geschickt verhinderte. - Eine Geschichte von David Jakob Huber



„ Vor ganz kurzer Zeit, hatte Hu, der Humor, ein großes Problem in Deutschland. Man wollte ihn, den Humor bei der Arbeit und im Leben, per Gesetz vom  Bundestag  verbieten lassen. Und das kam so:


Ein Beamter lernte auf einer Veranstaltung in Hannover  Hu, der Humor, kennen. Ein Beamter, das nur zur Erklärung, ein Beamter ist ein Mensch, also ein Homo sapiens, der niemals! und wenn ich sage niemals dann ist das auch so! – also der Beamte würde niemals lachen. Das ist ihm quasi untersagt, denn Lachen, und das ist bewiesen, setzt auf einen Schlag rund 400! Muskeln in Bewegung. Und das wäre viel zu viel – das ist ja mir Arbeit gleichzusetzen. Dieser Beamte saß also da in der zweiten Reihe im großen Saal im Hotel – er wollte eigentlich gar nicht dahin, aber er musste weil seine Chefin ihm das so befohlen hat – und ein Beamter macht immer was die Chefin oder der Chef sagt – er saß also da und hörte sich geduldig die Vorträge an. Management, das ist  so´n neumodisches Zeugs, Vorausschau auf die Zukunft und so waren die Themen und die hörte er sich geduldig an und wartete auf seinen Feierabend. Aber dann geschah es, Hu erschien, nicht wirklich, aber er war da, vorgestellt von einer quirligen Dame auf der Bühne. Die machte den Beamten sowieso nervös, weil sie dauernd auf der Bühne hin- und herlief – sich also bewegte und dabei noch einen Vortrag hielt. Erfolg lacht – Humor als Erfolgsstrategie – so ein Quatsch dachte sich der Beamte und versuchte wegzuhören, aber es gelang ihn nicht. Ja, und irgendwann war es passiert, das erste Mal in seiner Karriere, die er so gut durchgeplant hatte, das erste Mal lachte er im Dienst. Er war erschrocken, geriet in Panik. Was tun? Das geht gar nicht! Wenn das erst mal anfängt, was wird dann aus meiner Rente?

Endlich war der Vortrag zu Ende und er eilte von dannen, fest entschlossen, was gegen diesen Hu zu unternehmen. Und das tat er, dann am nächsten Tag. Nachdem er sein Büro betreten hatte, legte er seine Aktentasche sorgfältig auf den Tisch, packte die Pausenbrote aus und legte sie wie jeden Tag in den Kühlschrank in der Teeküche, nahm seine Tasse, füllte sie zu genau 93 % mit Kaffee und gab 6 % Milch dazu, das Restliche % ist dann immer der Zucker. Mit sich zufrieden ging er wieder in sein Büro, nahm das „Bitte nicht stören“-Schild aus dem Regal und hängte es an die Tür, die er leise schloss. Vorsichtshalber schloss er die Tür dann auch ab und dann machte er sich grimmig und entschlossen an die Arbeit. Zuerst wurde ein Protokoll erstellt, dann machte er sich an eine Statistik und entschied sich aufgrund fehlender Daten eine Studie in Auftrag zu geben. In der Zwischenzeit telefonierte er mit einigen Kollegen, die genauso aufgebracht waren wie er. Mit Humor arbeiten – wo soll das hinführen. Und dann hat diese Person auch noch von Beamten und Vorständen gesprochen – das gleicht ja schon einem Terroranschlag. Im Nu hatte er eine kleine Schaar Beamter, die der gleichen Meinung wie er waren und er notierte fein säuberlich die Namen und die Dienststellen sowie die Dienstgrad der Kollegen auf dem Protokoll. Er sah auf die Uhr und stellte fest, dass es schon Mittag war, also nahm er das Protokoll und legte es in eine neue Aktenmappe, die rot war und auf die er mit großen Buchstaben HU gemalt hatte. Er würde das im Gespräch mit seinen Kollegen benötigen. Und dann ging er in die Kantine, genau wie immer, nur die rote Aktenmappe, die war neu bei ihn und das fiel seinen Kollegen sogar auf. Einige sprachen ihn darauf an und dann erzählte er mit grimmiger Miene von Hu – und alle waren sie erschrocken. Die Liste der Unterstützer auf seinem Protokoll in der roten Mappe wurde immer länger – und Panik verbreitete sich im Amt.


Nach dem Mittagessen war es soweit, er fand einen Wissenschaftler, dem er zutraute, die Studie über HU ordnungsgemäß und vor allem schnell zu erstellen und so rief er ihn an. Mit ernster Miene erzählte er dem Wissenschaftler, was vorgefallen war und das die Angelegenheit mit allerhöchster Priorität bearbeitet werden sollte. Und er gab die Studie in Auftrag. Dann war er zufrieden. Er nahm das „Bitte nicht stören“ – Schild von der Tür, packte seine Tasche wieder ein und ging fast zufrieden nach Hause.

Der Wissenschaftler berief eilig eine Teambesprechung ein und die Aufgaben wurden besprochen und verteilt. Der Auftrag, so der Wissenschaftler, sollte beweisen, das Hu und seine Aktivitäten sehr, sehr gefährlich sind und vor allem auch teuer. Beamte, die 400 Muskeln auf einem Schlag bewegen, sind keine Beamten mehr, sondern eher Spitzensportler und die haben in der Verwaltung nichts zu suchen. Und so kam, was kommen musste. Die Studie wurde fertiggestellt und in einer Vorabversion dem Beamten zur Verfügung gestellt, der nahm sein „Bitte nicht stören“-Schild und hängte es an seine Tür, schloss dieselbe noch einmal sicherheitshalber ab und las die Studie, er las sie einmal, zweimal, dreimal und er war zufrieden. Mit grimmiger Miene griff er wieder zum Telefon und rief die Verwaltungsleitung an, um einen Termin zu vereinbaren. Als dieser feststand, nahm er sein „Bitte nicht stören“-Schild und legte es wieder in den Schrank und ging nach Hause.

Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen, so aufgeregt war er wegen der Betriebsversammlung morgen, auf der er das Problem schildern und die Studie vorstellen wollte. Am nächsten Morgen, exakt 6 Minuten bevor der Wecker klingelte, war er hellwach und stand auf. Heute würde er statt seinem schwarzen Hemd und der grauen Krawatte ein weißes Hemd und eine blaue Krawatte anziehen, dazu seinen schwarzen Anzug und feine Schuhe, das sollte die Wichtigkeit der Angelegenheit unterstreichen. Und das tat es auch, im Saal war es mucksmäuschenstill und als er fertig war, da wagte es niemand mehr Luft zu holen. Ernste Gesichter und die „Was machen wir nun?“-Frage stand in den kalkweißen Gesichtern der Beamten. Und dann – aus heiterem Himmel – kam die Idee: Wir machen ein Gesetz. Ein Gesetz hilft immer – besser ein Gesetz mehr als zu wenig. DAS ist die Lösung – feierten sich die Beamten mit ernsten Mienen und wer sollte das Gesetz schreiben? Ja klar, der Beamte, der Hu schon erlebt hat – er kannte die Gefahr ja am besten. Und so machte der Beamte sich daran, ein Gesetz zu schreiben aber das ist doch recht schwer.

Also suchte er sich Berater, die ihn helfen sollten. Und einer dieser Berater kannte auch Hu, allerdings kannte er Hu von einer ganz anderen Seite. Der Berater wusste, dass er, seit er Hu kannte, deutlich mehr Erfolg, deutlich mehr Spaß und deutlich mehr Freude im Job hatte und sich auch wohler fühlte. Ja, seit er Hu kennengelernt hat, hat er auch mehr und sogar besseren Sex. Der Berater wollte das dem Beamten aber nicht so sagen, weil dieser ihn dann nicht mehr als Berater buchen. Nun war guter Rat teuer. Aber dann kam dem Berater eine Idee – er kannte einen Lobbisten.  
Diesen rief der Berater an und sie trafen sich am nächsten Tag mitten in Berlin in einem schönen, tollen Restaurant. Der Lobbyist war wie immer, elegant und selbstsicher im Auftreten, nett und verbindlich im Gespräch und so erfuhr der Lobbyist vom geplanten Gesetz.

Der Berater und der Lobbyist saßen noch lange im Restaurant und überlegten, was denn nun zu tun wäre. Die Sachlage war ernst und durfte nicht unterschätzt werden. Zum einen war der Berater natürlich in Gefahr, denn wenn der Beamte erfahren würde, das der Berater noch jemanden über das geplante Gesetz informiert hatte, dann würde der Berater nie wieder einen Auftrag an ihn vergeben, und natürlich auch all die anderen Beamten auch nicht mehr. Das wäre sehr schlimm für den Berater, denn auch mit Hu, dem Humor. würde er ohne Aufträge vom Amt seine Familie nicht mehr ernähren können. Zum anderen war dem Lobbyisten auch klar, dass er den Beamten auf keinen Fall bloßstellen konnte, denn wenn das passieren würde, würden die Beamten in Zukunft alle Gesetze selber schreiben, ohne Berater und ohne externe Experten. Nachdenklich ging der Lobbyist in sein Büro und schloss sich ein. Er musste nachdenken. Und er musste schnell nachdenken, denn das Gesetz durfte erst gar nicht entstehen. Am Abend hatte er eine Idee - und er rief den Berater an. Sie vereinbarten ein Treffen am nächsten Tag wo das weitere Vorgehen besprochen werden sollte. 

Dann ging der Lobbyist in einen Buchladen und kaufte sich die Bücher über Hu, dem Humor. Er wollte sich mit der Materie vertraut machen. Kaum zuhause angekommen, begrüßte er wie immer seine Familie und sie aßen zusammen. Dann sagte der Lobbyist, das er noch etwas Ruhe brauche um sich mit einer neuen Sachlage vertraut zu machen. Seine Frau sah die neu erworbenen Bilder und lächelte. Sie freute sich, dass ihr Mann, der einflussreiche Lobbyist, mit Hu, dem Humor, beschäftigen würde. Sie kannte den nämlich auch. Sie mochte all die Bücher von Jumi Vogler, die die beste Freundin von Hu ist. Also brachte sie die Kinder ins Bett, die Frau des Lobbisten,und nahm sich auch ein Buch von Hu und setzte sich auf die Couch und las noch ein Weilchen. Sie freute sich auf die Zukunft, denn sie wusste, dass ,wenn ihr Mann, der Lobbyist, das Buch auch liest, dass dann vieles anders werden würde. Es gab nämlich Menschen, die ihren Mann nicht mochten, weil er das war, was er war - ein Lobbyist. Sie dachten alle, dass er ein gefährlicher Mann ist, ein Mann, der am besten von den Beamten abgeholt und eingesperrt werden sollte.

Und der Lobbyist saß in seinem Büro und las, er musste lachen, er musste nachdenken und das tat er lange, bis weit nach Mitternacht. Und dann wusste er, das er Hu helfen würde und das er einen Weg finden würde, das Gesetz des Beamten zu stoppen, ohne das dieser das merkte. Ja, er entschied sich, einen Weg zu suchen, der dazu führen sollte, das der Beamten selber das Gesetz einstampfen würde. Aber wie? Das wird schwer und noch hatte er keine Lösung. Aber die sollte er schneller finden als ihn lieb war. Denn er las so lange, das er am Schreibtisch einschlief. Und als er aufwachte, da hatte er wahnsinnige Nackenschmerzen. Er hatte sich einen Wirbel verrenkt und so war er gezwungen, einen Arzt aufzusuchen. Der Lobbyist und der Arzt, sie kannten sich schon lange und während der Untersuchung merkte der Arzt, dass den Lobbyisten etwas drückte und fragte nach. Und so erfuhr der Arzt vom Problem. Und hatte auch schon die Lösung. Denn der Arzt holte ein Buch über das Lachen und seine Folgen aus dem Regal. 

„Oh Gott, schon wieder so ein dicker Wälzer,“ dachte der Lobbyist, aber er nahm sich vor, das zu lesen und das tat er sofort nach dem Gespräch mit dem Berater. Der war beim dem Gespräch allerdings ein wenig nervös, denn er hatte vorher einen Anruf vom Beamten bekommen, in dem dieser auf die Dringlichkeit hinwies. "Herr Berater", das sagte der Beamte mit Nachdruck in der Stimme, "wir müssen uns beeilen, das Gesetz muss in der nächsten Woche in die Beratung!" Das hat der Beamte gesagt, denn er hat natürlich erfahren, das in der nächsten Woche viele Parlamentarier nicht im Parlament sein werden und so würde das Gesetz gegen Hu schnell und unkompliziert durchgewinkt werden. Der Beamte hatte nämlich auch nachgedacht - und sich - nachdem er mal wieder sein "Bitte nicht stören"-Schild aus dem Regal genommen und an die Tür gehängt hatte, er hat sich daran erinnert, dass damals bei dem Vortrag auch einige Parlamentarier anwesend waren und die hatten so herzhaft gelacht und sich gefreut. Und die waren gefährlich, dachte der Beamte und er hoffte, das möglichst wenige von denen im Parlament waren, wenn das Gesetz vorgelesen wurde. 


Nun war der Berater an der Reihe. Er sollte seinen Bericht etwas verzögern und das mit einer glaubhaften, wahren Ausrede. Denn der Berater wusste, dass der Beamte seine Aussagen überprüfen würde. Also rief der Berater den Beamten an und erklärte diesen, dass er noch eine Rückfrage an das Gesundheitsministerium stellen würde um wirklich sicher mit seinem Bericht zu sein. Der Beamte nahm das zähneknirschend zur Kenntnis und rief sofort im Gesundheitsministerium an und fragte nach, ob es denn da tatsächlich eine Anfrage des Beraters gab. Natürlich gab es die, denn der Berater würde niemals etwas sagen, was nicht nachprüfbar ist. Und so war der Beamte erst mal beruhigt, er ging wie immer in die Kantine, nur trug er auch diesmal wieder sein rote Mappe, auf die er HU gemalt hatte und in der die Akte über Hu war, unter dem Arm, sprach mit den einen oder anderen Kollegen. 

Der Lobbyist ging am nächsten Tag auch ins Gesundheitsministerium und sprach mit einem der dort beschäftigten Ärzte über das Lachen und den Humor im Allgemeinen. Der Arzt versicherte immer wieder, wie gesund Lachen und Humor ist und wie schön und gesund es wäre, wenn alle Menschen und Beamte im Besonderen, mehr lachen würden und mehr Humor hätten. Der Lobbyist war froh, das zu hören und bat den Arzt, doch mal einen Bericht darüber zu schreiben - bei Gelegenheit, am besten noch heute. Und er lächelte dabei. Das freute den Arzt und er nahm sein Diktiergerät und sprach einen langen Bericht auf das Gerät, er konnte gar nicht mehr aufhören zu schwärmen vom Humor und vom Lachen. Er zitierte Studien aus dem Gedächtnis und er erklärte, dass Humor nicht nur das Leben angenehmer macht, nein es verlängert es sogar. Und das alles musste dann die Assistentin in den PC tippen und am späten Abend noch dem Lobbyisten mailen. Der war gerade in einem Berliner Restaurant zum Essen verabredet, zufällig mit einem leitenden Beamten aus dem Arbeitsministerium. Und zufällig ging es in dem Arbeitsgespräch um das Thema Humor und seine Auswirkungen auf den einzelnen Bürger. Der leitende Beamte war ganz anders als alle anderen Beamten und er hörte aufmerksam zu und dann sagte er: "Da muss man doch was machen!" bedankte sich für das Essen und ging nach Hause. Am nächsten Tag ging er in das Amt und traf dort einen nett aussehenden Kollegen, der eine rote Mappe unter dem Arm trug, auf dem mit einem dicken Stift Hu aufgemalt war. Er begrüßte den Beamten freundlich und fragte diesen, ob er wohl ein wenig Zeit habe. 

"Zeit? Ja, Zeit habe ich fast immer" erwiderte der Beamte und führte seinen Besucher in sein Zimmer, nahm das "Bitte nicht stören"-Schild aus dem Regal , hängte es an die Tür, rief in der Kantine an und bestellte zwei Kaffee, "Ja für mich und meinen Besuch - - - -  ja. ich habe Besuch." sprach er ins Telefon und legte auf. Und dann hörte er zu, was der Besucher zu sagen hatte. Und es drehte sich alles im Kreis in seinem Kopf, er ließ die vergangenen Tage noch mal durchlaufen und stellte fest, dass  er alles falsch gemacht hatte. "Gut, das der Berater noch nicht fertig ist" dachte er sich "und gut, das ich das Gesetz noch nicht weitergeleitet habe". Und noch während sein Besuch seinen Kaffee schlürfte überlegte er, wie er seine Initiative der letzten Tage verschwinden lassen konnte. Bald darauf saß er wieder allein in seinem Büro als das Telefon klingelte. Er ließ es exakt 10 mal klingeln - das tat er immer - und nahm ab und meldete sich. Der Berater war dran und der erfuhr, dass der Bericht fertig war und das man darüber reden müsse. "Sehr gern" sagte der Beamte und sie vereinbarten einen Termin, noch am selben Nachmittag. "Ja, es eilt" sagte der Beamte, "es eilt wirklich - ich freue mich auf Ihren Besuch."

So lange wie heute war der Beamte noch nie im Amt - aber es war wichtig. Der Berater erklärte seinen Bericht, er hatte einige Stellen in den Text eingebaut, die so humorvoll waren, das selbst der Beamte lachen musste. Und dann nahm der Beamte den Bericht, legte diesen in die rote Mappe auf die er Hu aufgemalt hatte und legte die Mappe zuunterst in das Regal. Dann nahm er seine Aktentasche und ging nach Hause - und statt grimmig zu gucken lächelte er. Am nächsten Tag wurde er angesprochen, wo denn seine rote Mappe sei - die auf die er HU aufgemalt hatte und er lächelte und antwortete: "Ach wissen Sie, Kollege, wissen Sie, ich habe da einen Bericht gelesen, das Lachen doch tatsächlich gesund ist. Und ich habe jemanden vom Gesundheitsministerium zu Besuch gehabt" er setzte eine wichtige Mine auf - "und nun habe ich die Aufgabe bekommen, Sie, ja genau Sie, lieber Kollege zum Lachen zu bringen." Dann ging er wieder in sein Büro und weil er nachdenken musste, nahm er wieder sein "Bitte nicht stören"-Schild aus dem Regal und hängte es an die Tür. Und dann rief er Hu, den Humor, an, vereinbarte einen Termin und freute sich auf den Besuch des Hu im Amt. Das mit dem Gesetz, das würde er schon erklären können, dachte er zufrieden. 

Und so kam es, das es nie ein Gesetz gegen Humor im Amt gab und es auch niemals geben wird. Und niemand verlor sein Gesicht. Der Lobbyist beobachtete all das und verschwand lächelnd in der Nacht, denn er hatte schon wieder einen Termin mit einem Berater und einen Beamten. Sein Name tauchte niemals in einen Bericht auf.“



Von David Jacob Huber
Geschäftsführer
BFW Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V.




Donnerstag, 30. Januar 2014

Humor als Lösungsstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen

Im Arbeitsalltag, in Unternehmen gibt es jede Menge Konflikte, Krisen und Veränderungsprozesse. Leider sind genau die es, vor denen sich vom Pförtner bis zur Führungskraft alle fürchten. Weil Veränderungen mit Veränderungen zu tun haben und die Unsicherheit besteht, dass alle hinterher schlechter dastehen. Das kann sein, muss aber nicht.
Die meisten Menschen wollen keine Veränderungen oder Krisen. Die meisten Menschen wollen in Krisen den Zustand von vor der Krise zurück. Das ist menschlich, aber dämlich. Denn der Zustand vor der Krise hat die Krise ausgelöst.
Noch weniger verstehen Menschen, was sie um Gottes Willen in Krisen mit Humor anfangen sollen! Denn wer in der Krise ist, hat keinen Humor zu haben. Man muss die Krise sehr sehr ernst nehmen! So  lautet das Credo. Stimmt, dann kommt man nämlich auch nicht raus!
Menschen wollen Krisen beherrschen. Aber das geht nicht. Wenn ich also in einer Krise bin, dann hilft nur die Humorstrategie. Denn wir brauchen jede Distanz, um mit einem Perspektivwechsel auf die Krise zu schauen und sie zu lösen. Die immer gleichen Lösungen, linear und rational gedacht, bringen gar nichts. Nur die gleichen Probleme.
Also:
1. Akzeptieren Sie ALLE Gefühle, die die Krise, der Konflikt oder der Veränderungsprozess auslöst!
2. Stoppen Sie den Glaubensatz, das würde nur Ihnen passieren!
3. Stoppen Sie Schuldgefühle! Sie sind kontraproduktiv.
4. Gehen Sie mit allen Gefühlen und Gedanken kreativ um: Schreiben Sie Geschichten darüber. Basteln Sie Ihre Krise. Führen Sie im Unternehmen Workshops ein, die erst einmal alle Gefühle und Ängste sammeln. Workshops, bei denen Mitarbeitern mit Künstlern zusammen kreative Projekte zu der Krise veranstalten.
Das funktioniert. Denn wenn Unternehmen die Mitarbeiter nicht mitnehmen, können Sie Lösungen vergessen.
5. Wenn Sie durch das Tal der Gefühle und die kreative Auseinandersetzung hindurch sind, sammeln Sie möglichst viele, vor allem auch abstruse Lösungen. Alles was Ihnen hilft quer zu denken, ist gut.
Sammeln Sie Ideen.
6. Entscheiden Sie sich für eine Idee.
7. Setzen Sie sie um.



Das dauert ja so lange? Und ist nicht der gerade Weg? Na, dann schauen Sie mal, wie lange Ihre Krisen privat, beruflich und im Unternehmen tatsächlich immer dauern.Und ob Sie sie überhaupt schon gelöst haben. Oder mit den Lösungen zufrieden sind.
Humor ist die erfolgreichste Lösungsstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen.

Wer das lernen will, kann mein Seminar im April in Berlin besuchen: "Raus aus der Krise! Humor als Lösungsstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen. " Schauen Sie auf
www. hu-der-humor.de/seminare

Und wer lernen will, mit seiner Krise zu lachen, der liest folgendes Buch:

Sie können es sogar kaufen!

Ihre Jumi Vogler

Samstag, 11. Januar 2014

Charmanzen vor! So wirkt Humor als Erfolgsstrategie bei Frauen!

Ich werde ja immer wieder gefragt, wer denn mehr Humor benötige, Männer oder Frauen? Die Antwort ist leicht: Nichts brauchen Frauen und Männer mehr als Humor. Nicht nur, weil viele von ihnen zusammen leben. Sie brauchen ihn auch ganz für sich alleine. Und wie Humor denn bei Männern und Frauen wirke? Die Antwort ist auch leicht. Unterschiedlich. Aber erfolgreich.
Beginnen wir heute bei den Frauen, die im Beruf ihre Frau stehen wollen. Schon fangen die Probleme an. Denn das sollen sie gar nicht. Alle Welt verlangt von ihnen, dass sie ihren Mann stehen. Kein Wunder, dass das (noch) nichts mit der fifty-fifty-Gleichberechtigung bei Gehältern und den guten Jobs wird.
Frauen, die etwas werden, sein wollen und Ansprüche, ja sogar Visionen (hört, hört!) an das Leben und den Beruf haben, werden mit Humor zu Charmanzen. Das Wort erklärt sich von selbst.
Frauen mit Humor bleiben auf der Erfolgsspur und sind durchsetzungsstark, gestaltend, kreativ, schlagfertig, phantasiebegabt, kommunikativ, konfliktfähig und -bereit, teamorientiert, führend. Charmanzen haben Erfolg!

Was also lernen Frauen, um den Status einer Charmanze zu erreichen?
• Frauen lernen, die eigenen individuellen und einzigartigen Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Das macht Spaß und stark.
• Frauen erfahren, was sie bisher davon abgehalten hat: Erziehung, Märchen und Mythen, Projektionen und Ideologien.
• Frauen geben sich selbst die Erlaubnis, erfolgreich sein.
• Frauen lernen, wie unterschiedlich männliche und weibliche Kommunikationsstrategien sind. Frauen werden zweisprachig, sie lernen „männlich“ und „weiblich“ zu sprechen und zu agieren, wenn es sein muss. Das ist überhaupt die Grundvoraussetzung, um in einem Unternehmen, also einer männlichen, vertikal hierarchischen Sphäre, auf die Karriereleiter zu springen.
• Frauen erfahren, wie Hierarchien, Machtspiele und Dominanzstrategien funktionieren.                                                                                                                                  
• Sie lernen „Nein“ zu sagen.
• Sie lernen, dass den eigenen Job perfekt zu beherrschen noch lange nicht heißt, auch Karriere zu machen.
• Sie entwickeln ihr ureigenes Humorpotenzial, das ihnen die Souveränität, die Gelassenheit, die Distanz und die Stärke schenkt, auf dieser Leiter nach oben zu schreiten.
• Frauen entwickeln eigene Karrierestrategien.
• Sie lernen den eigenen Erfolg zu genießen.
• Sie erfahren, wie sie ihr Auftreten im Unternehmen, ihre Ausstrahlung, Körpersprache und Stimme erfolgreich einsetzen.
• Frauen kennen den Unterschied von Unterwerfungs- und Dominanzgesten.
• Sie lernen Durchsetzungsstrategien, Schlagfertigkeit mit Humor und humorvolles Führen.
• Sie wissen um die Macht paradoxer Interventionen und die Macht mit Gefühl und Stärke zu agieren.
• Sie wissen, dass „Sie sind zu emotional!“ eine Killerphrase ist, denn Unternehmen sind der Hort, die Brutstätte aller möglichen Gefühle.
• Sie entwickeln mit Humor ihre Kreativität, ihre Lösungsfähigkeit, ihr Innovationspotenzial, ihre Motivationsfähigkeit gegenüber Kollegen, Mitarbeitern und Kunden, ihre Überzeugungskraft, ihr Charisma, ihren eigenen Kampfstil. Den mit dem Florett. Nicht den mit dem Baseballschläger.

Charmanzen bewegen sich immer auf der Erfolgsspur. Es ist ihr natürliches Biotop.

Und wo kann Frau das lernen: Na hier: www.jumivogler.de und hier: www.hu-der-humor.de.
Und für alle Fälle zwei Bücher lesen:
und ab Januar 2014!
http://www.book2look.de/book/bQMLMQHiYx
und:


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Krisenratgeber "Meine Frau meckert seit 15 Jahren am Weihnachtsbaum herum! Können Sie mir helfen?"

 

 

Der Krisenratgeber

So kommen Sie raus aus der Krise!

Humor seit Jahrtausenden die Strategie für Problem und Krisenlösung. Vertrauen Sie sich und Ihrem Humor!
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich in einer Krise befinden und Fragen dazu haben, wie Sie aus dieser Krise herauskommen können mit Humor und Wertschätzung, Kreativität und neuen Perspektiven, dann schreiben Sie uns: Jumi Vogler und Hu, dem Humor. Wir werden Ihre Fragen, wenn Sie das erlauben, anonymisieren und öffentlich beantworten. Und nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.

Seit 15 Jahren meckert meine Frau am Weihnachtsbaum herum! Es verdirbt mir das ganze Fest! Und ich möchte am liebsten alleine wegfahren! Kann mir da Humor helfen?

Frage: Ich bin in unserer Familie, klar als Mann, für den Kauf des Weihnachtsbaums zuständig. Ich mache das jetzt so lange, wie wir verheiratet sind. 15 Jahre. Und jedesmal, wirklich jedesmal, meckert meine Frau an dem Baum herum. Immer, aber auch immer ist er ihr zu krumm, zu schmal, zu licht, zu – ich weiß es nicht. Ich gebe seit 15 Jahren mein Bestes. Aber es ist nie gut genug. Ich bekomme jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zugeht, Depressionen. Ich habe überhaupt keine Lust mehr auf Weihnachten. Und meine Frau und ich geraten uns mit schöner Regelmäßigkeit so sehr in die Haare, das wir die ganzen Weihnachtstage über nur mit allergrößter Mühe die Fassade aufrecht erhalten können. Das zieht natürlich auch den Rest der Familie in Mitleidenschaft. Meine Frau und ich führen eine gute Ehe, sogar eine harmonische. Wir streiten nie. Einzige Ausnahme, der Weihnachtsbaum. Was kann ich tun, damit es dieses Jahr besser wird?
Antwort: In Prinzip nichts. Menschen sind wie sie sind. Und Ihre Frau möchte nun mal den perfektesten Weihnachtsbaum aller Zeiten. Und den gibt es nun mal nicht. Wichtig ist ja für Sie, dass Sie Ihr seelisches Gleichgewicht und Ihre gute Laune behalten, um die Weihnachtstage halbwegs genießen zu können. Ich gehe davon aus, dass alle Versuche Ihrer Frau den Kauf des Weihnachtsbaums zu überlassen, gescheitert sind. Denn solche Streits sind Rituale. Und Rituale festigen die Beziehung. Wie auch immer sie ist. Nützt also nichts. Es gibt zwei mehrere Möglichkeiten, ihre Frau zum Lachen zu bringen. Denn wenn Ihre Frau lacht, dann lacht offensichtlich auch die Familie. Allerdings müssen Sie ein bisschen Zeit und Geld investieren.
Wenn die Zeit kommt, dass Sie einen baum besorgen sollen, kaufen Sie einen riesengroßen aufblasbaren Baum. Die gibt's sogar in Grün. Blasen Sie ihn auf und stellen Sie ihn Ihrer Frau vor. Sie wird fassungslos sein. Sie wird Sie fragen, ob das Ihr Ernst sei? Sie werden sehr ernst antworten, dass dieser Baum zumindest gerade gewachsen sei und wenn nicht, könne man ihn gerade blasen. Davon hätte die ganze Familie etwas. Wem der Baum zu krumm sei, der bläst! Wenn Sie Glückhaben, fängt ihre Frau jetzt an zu lachen. Wenn nicht, sagen Sie, dass Sie ernsthaft streiken. Kein Baum mehr. Und das müssen Sie durchziehen. Sie dürfen sich auf keinen Fall erweichen lassen. Ihre Frau wird toben und wenn sie merkt, dass Sie sich nicht erweichen lassen. Denn Sie werden damit ein Ritual durchbrechen. Sie will sich nämlich streiten. Wenigstens an Weihnachten. Sonst ist sie unglücklich. Streit bedeutet Emotion, heftige Emotionen. Und vielleicht fehlen die in Ihrer Ehe. Also holen Sie sich den Streit absichtlich und geplant in Ihre Ehe! Und zwar so: Fahren Sie mit Ihrer Frau, vor Weihnachten an einem WE, in einem Wellness-Hotel oder etwas ähnlichem. Irgendwo dort, wo Sie ungestört sind. Und wo es schön ist. Verabreden Sie mit ihr vorher, dass sie beide sich während eines Spaziergangs alles an den Kopf knallen, was sich während des ganzen Jahres aufgestaut hat. Und das machen Sie dann. Es können die absurdesten Vorwürfe sein. Tun Sie das als Spiel. Ihre Frau fängt an. Sie sagen „Autsch". Mehr nicht. Dann sind Sie dran. Ihre Frau sagt „Autsch". Und so geht es weiter. Bis sie durch sind. Nichts mehr. Keine Verteidigung. Am besten machen Sie das auf einem langen Spaziergang. Wenn Ihnen beiden nichts mehr einfällt, h können Sie reden, wenn Sie wollen. Oder lachen. Und dann gehen Sie in den Spa und gönnen sich ein tolles Abendessen und/oder eine tolle Nacht. Wie immer die aussieht. Tun Sie das! Das Ritual wird Ihrer Ehe nicht schaden. Es werden keine schlafenden Hunde geweckt. Denn dass die Hunde in Ihrer Ehe schlafen, dass ist genau das Problem. Führen Sie also anstelle des Weihnachtsbaum-Streit-Rituals ein Vor-dem-Weihnachtsbaum-Streit-ein-Klärungs-und-Wellness-Ritual ein. Es wird Ihre Weihnachten und Ihre Ehe verändern!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Humor als Erfolgsstrategie für die Entwicklung von Trainerpersönlichkeiten

Ich habe vor kurzer Zeit ein Training für Vertriebstrainer gehalten. Sehr professionelle, erfahrene Kollegen. Sie fanden das Thema Humor als Erfolgsstrategie spannend und haben sich angemeldet. Natürlich wusste keiner so genau, was auf ihn zukommt. An Tipps und Tricks für den Traineralltag, also jede Form von Spielen und Interventionen zur Auflockerung, war niemand interessiert. Und das war auch nicht der Fokus des Themas. Darüber gibt es genügend Bücher.

Fokus war die Entwicklung der Trainerpersönlichkeit mit der Humorstrategie.
Ich weiß um die Vorbildfunktion von Menschen, die führen. Und dazu gehören auch Lehrende, also Trainer.
Wir alle haben in der Schule am meisten von den Menschen gelernt, die am menschlichsten waren, empathisch, zugewandt, und die begeistert ihre Inhalte vorbrachten. Und lebten. Sie waren Vorbilder. Und als Vorbild sprachen sie die Emotionen ihrer Schüler an. Und begeisterten sie durch ihre Persönlichkeit.
Der lernt am besten, der begeistert ist.
Genauso ist das im Training. Vorbilder sind Menschen. Sie haben Mut, Charakter, Ausstrahlung, Persönlichkeit, Menschlichkeit, Intelligenz, Kommunikationstalent, Kreativität, Fantasie, Führungsfähigkeit und das Wissen um die eigene perfekte Unvollkommenheit. Sie besitzen die Gabe, Fehler der Teilnehmer in großartige Gelegenheiten, Neues zu erfahren, zu verwandeln.

Was das alles mit der Humorstrategie zu tun hat?

Wer alle diese Fähigkeiten entwickeln will, braucht, wenn er es nacheinander tun möchte, mehrere Leben.
Wer  die Entwicklung seines Humorpotenzials erlernen will, erhält automatisch Ausstrahlung, Persönlichkeit, Menschlichkeit, Intelligenz, Kommunikationstalent, Fehlertoleranz, Kreativität, Fantasie, Führungsfähigkeit und das Wissen um die eigene perfekte Unvollkommenheit.
Denn all das sind Voraussetzungen für Humor. Schauen Sie sich die wirklich humorvollen Menschen, Comedians und Kabarettisten an - sie alle besitzen diese Fähigkeiten.
Humor beinhaltet eine Tiefe, eine Dimension, die in Deutschland weitgehend unbekannt ist.
Wie aber trainiert man sein Humorpotenzial?
Nun wir, die Vertriebstrainer und ich, haben vor allem auf  szenische und praktische Übungen gesetzt, die konkrete Entwicklung davon, was Humor bedeutet.
Für mich war es wichtig, die Damen und Herren Kollegen aus ihrem linearen, rationalen Denken herauszuholen und andere wesentliche Facetten ihrer Persönlichkeit auszuloten.
Das Training war  herausfordernd und hat jede Menge Spaß gemacht.
Am Schluss sagten mir alle Beteiligten, sie hätten so etwas noch nie erlebt. Sie hätten nie gedacht, dass sie so über sich hinauswachsen könnten.
Was wollen wir mehr?! Die Humorstrategie steht für die Entwicklung von Persönlichkeiten und Führung und Lehre. Mit Begeisterung, Spaß und Freude.

Dienstag, 12. November 2013

Mit mir nicht! Wie Sie mit Humor die Menschen endlich durchschauen und trotzdem lieben.


Tja. Menschen durchschauen? Das ist ja schon schwer genug. Menschen durchschauen und trotzdem lieben? Puh! Geht denn das? Darf man das? Ja, man darf das! Wenn man genügend Humor besitzt.
Wieso "trotzdem lieben"?, werden sich einige fragen. Der Mensch an sich ist doch gut. Und wer nicht gut ist, der ist die Ausnahme.
Und das ist Quatsch. Wir Deutsche leben in jeder Hinsicht in einer Komfortzone.In anderen Gefilden geht es da anders zu. Fragen Sie mal die Syrer. Oder die Menschen aus weiten Teilen Afrikas. Oder die vergewaltigten Frauen Indiens.
Nun, das ist weit weg, werden einige sagen. In rückständigen Gesellschaften passiert so etwas.Bei uns aber nicht. So trösten wir uns. Wir sind weiter und besser. Wir sind gut. Und wir glauben an das Gute im Menschen. Und dann fallen wir aus allen Wolken, weil Herr von und zu Guttenberg ein Betrüger ist, einige Angehörige der christlichen Kirchen Vergewaltiger sind, die eigenen Männer zu Prostituierten gehen, Thomas Gottschalk ein durchtriebener Geschäftsmann ist, der Schleichwerbung im großen Stil betrieb, Konzerne sich keinen Deut um ihre Compliance kümmern, wie man an deren Beziehung zu Uli Hoeneß sieht, aber Verkäuferinnen wegen zwei Maultaschen rausgeworfen werden, Iris Berben geliftet ist, Afrikaner ertrinken, wenn man sie ertrinken lässt, und alte Leute mit kleiner Rente bald nicht mehr heizen können. 
Dabei sind diese Dinge gar kein bisschen verwunderlich. Wenn man offenen Auges und ohne Scheuklappen die Welt so sieht wie sie ist. Aber das ertragen nur wenige. Warum ist das so?
Erinnern Sie sich, dass Sie als Kind ganz viel Spinat essen mussten, weil der angeblich so viel Eisen enthielt? Alles Lüge! Einfach nur ein Kommafehler.
Wir Menschen wollen solche Dinge nicht hören. Wir wollen, dass Spinat gesund ist. Und Bio-Gemüse gesünder als Nicht Bio-Gemüse. Was auch Quatsch ist. Nachweislich. Und: Wir wollen nicht den Glauben an das Gute im Menschen verlieren.
Denn das gibt uns Hoffnung. Hoffnung, in dieser Welt leben zu können, ohne uns selbst und andere zu verurteilen zu müssen. Wir müssen vertrauen dürfen. Sonst können wir nicht leben. Aber diese Hoffnung kann trügerisch sein. Denn oft sie macht uns völlig handlungsunfähig, weil wir auf Manipulationen nicht angemessen reagieren können. Wir  erkennen sie nicht. Wir erkennen nicht, dass die Kollegen einfach nur neidisch sind. Und uns deswegen mobben. Oder weil wir nicht so sind wie sie. Lieber geben wir uns selbst die Schuld. Das ist einfacher als zu erkennen, dass  andere manchmal böse Dinge tun, einfach, weil sie es können. Das macht uns hilflos. Machtlos. Wir wollen nicht, dass Betrug existiert. Manipulation. Dominanzstrategie. Lüge. Und deshalb wollen wir die Welt nicht sehen, wie sie ist.
Das ist eine überdimensionale Zwickmühle! Für jeden Menschen. Und hier kommt die Lösung!
Wir können lieben, vertrauen, leben, auch wenn wir die Welt sehen, wie sie ist. Mit der Humorstrategie.
Die Humorstrategie bedeutet, sich von den gängigen Ideologien und Vorstellungen dieser Welt, den Manipulationen und Lügen zu befreien. Den Menschen zu sehen, wie er ist. So weit das möglich ist. So wie gute Kabarettisten. Oder Loriot. Oder Aristophanes.  Oder Volker Pispers. Georg Schramm. Und Nessi Tausendschön, Lisa Fitz, Anke Engelke.
Den Menschen zu sehen, wie er wirklich ist. Und ihn TROTZDEM zu lieben. Das ist die Kunst.
Und das ist die Kunst des Humors.
Denn so sind wir alle. Unvollkommen. Egoistisch. Gierig. Emotional. Und liebenswert. Denn wir sind auch kreativ, neugierig, ums Allgemeinwohl besorgt, mutig, liebevoll.

Mit Humor dürfen wir die Welt sehen, wie sie ist, in ihrer Grausamkeit, jawohl, und Ungerechtigkeit und sie trotzdem lieben. Wir können über die menschlichen Eigenschaften und Schwächen lachen, durchaus auch ironisch, und uns und die anderen trotz allem lieben. Ohne Verbesserungswahn. Mit einem Fünkchen nie verlöschender Hoffnung in das Gute. Allem zum Trotz.
Mit Humor können wir aufhören, den Ideologien und Dogmen und Konsensen und Traditionen zu glauben, die in der Welt kursieren. Wir können aufhören, uns mit ihnen zu identifizieren. Denn Humor schafft Distanz. Zu sich selbst und zu anderen. Distanz schafft Klarheit. Neue Perspektiven. Neue Lösungen. Und Annahme. Toleranz. Zuneigung. Mitgefühl. Wertschätzung.
Das ist der wahre Kern des Humors.
Das ist wahre Lebenskunst.
Denn Humor verändert das Leben. Zumindest das eigene.