Dienstag, 11. November 2014

Paradigmenwechsel Führungskultur III: Wertschätzende Führung beginnt bei wertschätzender Kommunikation mit sich selbst.

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich über den von der Initiative Neue Qualität der Arbeit erforschten Paradigmenwechsel in den Führungsetagen berichtet. Den Wechsel weg von rein profit- und prozessorientierter Führung hin zu menschenorientierter (meint alle Menschen, die am Unternehmen beteiligt sind, wie Mitarbeiter, Zulieferer, Freelancer, Kunden etc.) Führung. Das bedeutet, die eigene Kommunikation und Führung auf die fälschlicherweise "weich" genannten  Fähigkeiten wie Wertschätzung, Respekt, Transparenz, Verbundenheit,emotionale Intelligenz, Kreativität, Resilienz, Gesundheit etc.
Es steht mittlerweile außer Frage, dass die Mehrzahl der Unternehmen in Zukunft sich mit dieser neuen Führungskultur auseinandersetzen müssen und werden. Warum das so ist, können Sie in den beiden letzten Blogbeiträgen zum Thema "Paradigmenwechsel Führung" nachlesen.

Die oben genannten Werte wurden als weich bezeichnet und damit natürlich abqualifiziert. Denn "weich" war weiblich und weiblich und "hart" war männlich. Das ist bisher in einer männlichen Wirtschaftswelt mit männlichen Qualitätsmerkmalen, also Härte, Hierarchie, Macht, Sieg, Profit, ohne Diskussionsbedarf so gewesen. Aber Gesellschaft verändert sich und reagiert auf solche Führungsmodelle mit Demotivation, innerer Kündigung, Krankheit.

Jeder, der einmal in seinem Leben versucht hat,in Unternehmen wertschätzend und respektvoll zu agieren, kommunizieren und zu führen, weiß, dass diese Fähigkeit nicht nur nicht weich ist, sondern verdammt hart.
Wir haben es nämlich nicht gelernt. In unserer Erziehung oft nicht, in der Schule nicht, in der Ausbildung und im Studium nicht und in Unternehmen erst recht nicht. Wertschätzung war nichts, Wettbewerb alles. Siegen war selbstverständlich. Fehler verboten! Und das Lernen aus Fehlern.

Ich kenne Führungskräfte, die nicht in der Lage sind, anerkennende Wort zu finden oder zu loben.  Führungskräfte, die manipulieren, gegeneinander ausspielen, cholerisch sind, sich rächen und jeder Aufforderung zur Wertschätzung zynisch begegnen. "Denen gegenüber soll ich respektvoll sein? Wertschätzend. Die sind doch gar nichts wert. Die sollen arbeiten."
Diese Führungskräfte, und das ist das Problem, haben nie gelernt, sich selbst gegenüber Respekt oder Wertschätzung zu entwickeln. Sie gehen so mit sich um wie mit ihren Mitarbeitern. Sie sind groß geworden im Unternehmen mit gnadenloser Konkurrenz, Statusgehabe, Macht, Siegen um jeden Preis, Intrigen, vollkommene Unachtsamkeit gegenüber ihrer Gesundheit, ihren Bedürfnissen. Arbeit ist Krieg oder zumindest ernste Pflicht, Bedürfnisse sind was für Frauen und Weicheier aller Art, und krank sind nur Schwächlinge.
Die Kehrseite dieser Führungsmedaille ist die Führungskraft, die zur Führungskraft befördert wurde, aber kein Selbstvertrauen besitzt und deswegen um so mehr diese menschenverachtenden Attitüden an den Tag legen muss.
Beide Führungscharaktere sind kontraproduktiv für den Unternehmenserfolg. Ihre Zeit ist um. Diese Führungskräfte müssen zuallererst lernen, sich selbst gegenüber achtsam und respektvoll zu sein. Die eigene innere Kommunikation zu ändern und dann einen wertschätzenden Führungsstil zu entwickeln. Das eine geht ohne das andere nicht.
Und es geht nicht in einem Wochenendseminar, liebe Unternehmen.
Das geht nur mit Betreuung, aufmerksamer respektvoller Betreuung durch einen Coach. Die Investition, ökonomisch, strukturell und zeitlich, lohnt sich für die Unternehmen. Denn wertschätzenden, gesunde Führung schafft Wachstum.

Mit wertschätzenden Grüßen
Jumi Vogler

Dienstag, 28. Oktober 2014

Paradigmentwechsel! Vom Umdenken der Kriegskinder-Manager, von wertschätzender Führung und gesunden Unternehmen

Wertschätzende Führung bedeutet gesunde Unternehmen.

Im letzten Post habe ich die Studie der INQA - Initiative Neue Qualität der Arbeit - vorgestellt, nach der 79% aller Führungskräfte dringend eine neue Führungskultur fordern. Auch Thomas Sattelberger, ehemals Telekom und Continental, sieht endlich Diskussionen  in den Führungsetagen über eine deutlich menschlichere Führungskultur. Eine Führungskultur, die mit Wertschätzung motiviert, auf Selbstbestimmung, Transparenz und Vertrauenskultur setzt. Weg von Linienhierarchien und der Fokussierung auf reines puren Effizienz- und Renditedenken.
Die Gründe für den Wechsel, der bisher laut Aussagen der FKs, bei den meisten Unternehmen erst in Ansätze existiert, bei einigen zu 50% vollzogen worden ist, sind natürlich nicht altruistisch. Sie kommen aus zwei Richtungen:

1. Die alte, tradierte deutsche Führungskultur  folgt einer Definition aus dem Jahrhundert zweier Weltkriege. Die meisten Manager sind Söhne (und sehr wenige, Töchter) einer Kriegsgeneration, die Führung als einen notwendigen Zwang gegenüber per se unwilligen und renitenten Menschen sieht. Und Erfolg rein ökonomisch misst. Sie wird mit ihren Linienhierarchien, Kontrolle, der Fokussierung auf Profitmaximierung und "Humankapital", gekoppelt also an ein negatives Menschenbild, der Komplexität der Märkte nicht mehr gerecht. Unternehmen, die sich nicht verändern, verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit.

2. Durch die nicht auf Menschen und damit menschliche Bedürfnisse ausgerichtete Führung und  Arbeitskultur, die topdown auf Wettbewerb innerhalb der Belegschaft inklusive der FKs setzt, schafft Bedingungen, die hohe Fehlzeiten wegen physischen und psychischen Krankheiten, Demotivation und innere Kündigung zur logischen Folge haben.
Diese Fehlzeiten und innere Kündigung kosten die Unternehmen Milliarden.
 (Man hat übrigens herausgefunden, dass Menschen sehr wohl Stress, auch über einen längeren Zeitraum,  besser ertragen, wenn ihre Arbeit wertgeschätzt wird, wenn sie Unterstützung von Kollegen und Führungskräften erhalten!)


Um wertschätzend führen zu können,  muss sich also das Menschenbild ändern. Führungskräfte werden sich in Zukunft mit sich selbst, ihren Haltungen gegenüber Menschen hinaus gehen, wie  Persönlichkeitsentwicklung, Emotionale Intelligenz, Empathie, Resilienz, gesunde Führung, Diversität, Emanzipation, Psychologie, Nachhaltigkeit, gesundes Wachstum, die Verbundenheit von Unternehmen mit gesellschaftlichen Bedürfnissen. 
Die 79% der befragten Führungskräfte der INQA-Studie glauben, dass in Zukunft Reflexion und Coaching zur unmittelbaren Führungsfunktion gehört.

Simple, but not easy!

Denn offensichtlich sind Themen wie Wertschätzung, Lob, Anerkennung, Selbstbestimmung, Autonomie, Verbundenheit in der Wirtschaft immer noch so fremd, dass sie eingeübt werden müssen. Und das, obwohl die meisten FKs als Eltern wissen, wie Menschen am besten lernen. Und etwas leisten. Denn Menschen bringen gerne Leistung. Wenn sie den Sinn sehen und es ihnen Spaß macht.
Spaß an der Leistung ist ein sehr großer Motivationsfaktor. In Deutschland ist das Wort "Spaß" oder "Freude" im Zusammenhang mit Arbeit, Geld, Wirtschaft ein Tabu gewesen. Dennoch beginnt jetzt der Transfer in die Unternehmen.

Prof.  Dr. Peter Kruse, GF der nextpractice GmbH: "Die kritisierte Renditefixierung der aktuellen Führungspraxis hat in den Wertevorstellungen der befragten Führungskräfte längst ihre Vormachtstellung eingebüßt. Die Bereitschaft, sich auf einen gemeinsame Entwicklungsweg einzulassen, ist groß. Noch fehlt es dem Zukunftsbild zwar an konkreter Ausgestaltung. Aber die Datenlage zeigt deutlich, dass die Chancen für einen intensiven gemeinsamen Diskursprozess zur Neudefinition von "guter" Führung groß sind."

Schade, dass  Nicolas Berggruen so fixiert auf Rendite-und Profitmaximierung war. Die Mitarbeiter von Karstadt wären sicher gerne wertschätzend geführt worden. Sie würden heute in einem gesunden Konzern arbeiten.

Jumi Vogler

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Vom Paradigmenwechsel der Führungskultur, INQA,Thomas Sattelberger und Kassandra!

Ich beschäftige mich schon seit Jahren, natürlich, mit Führungsstrategien. Ich arbeite ja mit und für Führungskräfte. Im Moment beschäftige ich mich mit dem Thema "Wertschätzende Führung" und "Gesunde Führung", wobei wertschätzende Führung ein Teil der Gesunden Führung ist. Und beides bedeutet "Menschlich führen".

 79% aller von INQA  (Initiative Neuer Qualität der Arbeit) befragten FKs sind der Meinung sind, dass  in Deutschland dringend einen Paradigmenwechsel in der Führung nötig sei, um auch in Zukunft in einer hoch diversen, hoch volatilen globalen Marktsituation, wettbewerbsfähig zu sein. 

O-Ton Thomas Sattelberger, ehemaliger Vorstand Telekom AG, Continental AG und Lufthansa Passage, Themenbotschafter INQA :
"Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel in deutschen Unternehmen. Entscheidungsfähigkeit und Macht werden zunehmend auf Teams und Projektgruppen verlagert. Der einzelne kluge Kopf wird Teil von Kooperationsnetzwerken. Geführte erwarten zunehmend andere Menschenführung, Führungskräfte sind zunehmend auf der Suche nach einem anderen Verständnis von Führung und beide wollen eine neue Führungskultur. Jetzt fehlt nur noch eine Debatte um eine andere Führung und Steuerung von Unternehmen und Verwaltungen."

Und wie sieht die aus, die neue Führungskultur? So: Gesunde Führung, Führung, die wertschätzend ist, partizipativ. Führung, die Selbstbestimmung, Flexibilität und Kreativität zulässt. Führung, die die Sinnhaftigkeit gemeinsamer Arbeitszusammenhängen betont. Transparent ist.  Führung, die vom  reinen Effizienzgedanken und der puren Konzentrierung auf Rendite hin zur sinnhaften Arbeit, die Verbundenheit mit dem Unternehmen lebt und Spaß macht.

Wow!

Seit 5 Jahre erkläre ich das hoch und runter in großen Konzernen wie im Mittelstand.

Arbeit soll in Zukunft hin zum Menschen gehen, sinnhaft sein und selbst bestimmend? Nicht auf Rendite fixiert. Hin zu einer Werteorientierung , die sich auf die Stakeholder, also auf alle bezieht, die Anteil an der Leistung des Unternehmens haben, wie  Mitarbeiter, Zulieferer, Aktionäre,  Kunden etc?

 Die79% der befragten Führungskräfte waren der Meinung ( und ich auch), dass Deutschland noch davon entfernt sei.

Denn in Deutschland wird das Effizienz-Modell und Rendite, das Sharholder-Value- Prinzip "gemanagt", das einher geht mit  Linienhierarchie, Zielemanagement und Controlling.
Und einem negativen Menschenbild.

Nun kann man ja zu Recht sagen., dass die Führungsstrategie Erfolge generiert hat. Erfolge für sich und für Deutschland. Das bejahen auch die befragten Führungskräfte. Aber sie halten dagegen: Das bliebe nicht so, die Situation in Deutschland gleiche einem  Zug, der den Anschluss verpasse. 

 Uns was hat das mit "gesunder" oder wertschätzenden Führung zu tun?
Es ist das Gleiche. Eine Führung, die sich auf den Menschen bezieht, partizipativ, wertschätzend, sinnhaft ist und die veränderte gesellschaftliche Lage - offeneres Demokratieverständnis durch Social Media, veränderte Familienentwürfe, Karriereentwicklung von Frauen, eine multikulturelle Gesellschaft, Inklusion, Fachkräftemangel, demografische Entwicklung, - in ihren Wertekanon mit einbezieht.

 Natürlich steht dahinter kein Altruismus, sondern die  Erkenntnis, dass Fehlstände, Demotivation, oft gescheiterte Projekte wegen mangelnder Kommunikation und Motivation die Unternehmen Milliarden kosten.

Mir persönlich ist es egal, woher diese Erkenntnis kommt. Dass menschliche Führung Erfolge zeitigt, weiß jeder vernünftige Mensch, der schon einmal einen schlechten und einen guten Lehrer erlebt hat. Oder fordernde  bzw. unterstützende Eltern.
Da ich mir in den letzte Jahren oft vorkam wie Kassandra, -die Seherin Kassandra aus Troja hat angesichts des griechischen Heeres mit Achilles, gesehen, dass Troja fällt. Keine Socke hat aus sie gehört. Troja wurde komplett zerstört. Noch heute in der Türkei zu besichtigen - bin ich einfach nur froh, dass sich diese wertschätzende und letztlich Erkenntnis eines einfachen psychologischen Umstandes,
nämlich, dass Wertschätzung zu Leistung motiviert, ganz freiwillig,
durchsetzt  in einer von Nachkriegskindern dominierten Wirtschaft (Kindern, die den Krieg durch ihre Eltern und auf gehorsam getrimmte Führung in sich trugen).

 Ich finde es weder weicheiig, noch erfolgsmindernd, die Menschlichkeit in den Mittelpunkt jedweden Handelns zu stellen.
Führung muss nicht menschenverachtend sein. Karriere findet nicht über den Leichen anderer statt. Leistung ist nicht automatisch egoistisch. Umsatz und Wachstum kein Krieg um Absatzmärkte.

Arbeit darf Spaß machen!

 Ihre Jumi Vogler

Montag, 29. September 2014

Humor als Erfolgsstrategie in der Führung



Auf vielfache Anfrage, noch ein mal ein  Artikel zu Thema Humor in der Führung:

Humor in der Führung? Ist das ein Witz? Nein, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Das ist ernst.
Humor ist kein Witz. Humor ist Wachstum. Persönliches und ökonomisches.
Humor ist die unschlagbare Erfolgsstrategie für Führungskräfte. Ich gebe zu, das hat sich im deutschen Management noch nicht vollständig herumgesprochen. (In den USA ist das deutlich anders. Aber ich arbeite daran.)
Aber fangen wir vorne an.  Humor ist in deutschen Führungsetagen immer noch ein Thema voller Missverständnisse. Unter Humor versteht man in diesem Lande: Flache, oft diskriminierende Witze, Comedy, Karneval, Fastnacht, Komödie und schenkelklopfende Frohsinn. Auf jeden Fall, da sind sich alle einig, ist Humor leicht, unernst und auf gar keinen Fall für den Ernst des Lebens geschaffen.  Also für das Business. Denn Humor und Wirtschaft, kann das gehen? Humor gilt als weich. Und wer weich ist, macht keine Karriere. Vor allem aber gilt das Vorurteil: Wer mit Humor agiert, wird nicht ernst genommen. Die Angst dahinter: Humor als statusmindernd.
Frauen sind dem Thema Humor gegenüber offener. Sie halten Humor für eine gute Kommunikationseigenschaft. Allerdings finden einige, dass Humor auch gefährlich sein kann. Frau  kann den falschen Humor erwischen und das Gegenüber brüskieren.
Es gibt auch Menschen beiderlei Geschlechts, die behaupten Humor sei ganz toll, weil man mit quasi spiritueller Gelassenheit über alles hinweg lächeln kann.
So weit einige Ansichten zum Thema Humor in der Wirtschaft.
Die Frage stellt sich, stimmt das? Ich sage: Nein. Humor als Kommunikations- und Führungseigenschaft funktioniert völlig anders. Denn Humor ist viel mehr als ein Witz.

„Wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.“ Das soll der Leitsatz sein. Denn Humor ist eine Philosophie und eine Fähigkeit, die man und frau erlernen kann.
Humor ist eine Notfallstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen. Humor bezieht sich immer auf Werte und beruht auf tiefer Menschlichkeit und Wertschätzung. Was nicht bedeutet, dass Humor „nett“ ist oder lieb. Aber dazu später. Humor bedeutet Fehlertoleranz, also aus Fehlern zu lernen, Kreativität, Innovation erfolgreichen Umgang mit Krisen.
Wer Humor besitzt, hat Persönlichkeit, denn er sieht die Welt wie sie ist. Komplex.
Wer Humor hat, besitzt Stärke, denn er spricht Dinge aus, die andere sich nicht trauen auszusprechen. Wer Humor hat, verändert. Wer Humor hat, ist sichtbar. Wer Humor hat, hat ein internes Wertesystem. Und wer Humor hat, führt. Mit hervorragender Kommunikation. Und der Fähigkeit Menschen zu motivieren
Alle diese Eigenschaften sind wie geschaffen für eine Führungsrolle. Denn was brauchen Unternehmen mehr als Persönlichkeiten, die kreativ sind, Dinge blitzschnell verstehen, die kommunizieren, verändern, Konflikte lösen und Menschen motivieren.
Und wie das genau geht, erfahren Sie in den nächsten  Blogbeiträgen.
Bis dahin: Erfolg lacht!
Ihre Jumi Vogler

Freitag, 5. September 2014

Wie Sie mit Persönlichkeit und Humor die Liebe finden

Was hat jetzt Liebe mit Spitzenleistungen zu tun? Natürlich nichts. Oder? Eigentlich ist es ja fast schon eine Leistung, die Liebe, Wertschätzung, Respekt und Toleranz lange zu bewahren und zu leben. Sprich: eine gute Beziehung zu führen. Und das über einen längeren Zeitraum.

Und was ist das überhaupt? Eine gute Beziehung? Wie bekommt man die? Auf Parship? In Kneipen, Clubs? Am Arbeitsplatz?
Und was ist überhaupt Liebe? Sex? Verliebt-Sein? Vertrauen?
Fragen über Fragen.
In meinem neuen Buch "Was der Humor für Sie tun kann, wenn in der Liebe mal wieder alles schiefgeht" bin ich diesen Fragen auf kabarettistische, komische Art und Weise nachgegangen.
Eins ist klar: Ohne Humor keine liebevolle Partnerschaft!

Im Buch hat die Liebe ein Alkoholproblem. Sie trinkt zu viel "Sex on the beach" und bekommt, natürlich, einen kompletten Burn Out. Weil sie dauernd für irgendwas benutzt wird. Deswegen will sie sich umbringen. Was ihr nicht gelingt. Sie ist nämlich unsterblich.
Hu, der Humor, hilft ihr aus dem Dilemma. Nein natürlich nicht als Sterbehelfer. Er bringt sie zum Lachen. Und zum Leben. Deswegen ist sie immer noch hier.


Sie können es hier nachlesen. Im book2look.
Und bei amazon bestellen.

Alle wollen Liebe. Alle wollen den "richtigen", den perfekten Partner. Aber!
Aber: den gibt es nicht! Denn der Partner ist genau so wenig perfekt wie wir selbst.
Allein für diese Erkenntnis brauchen Sie Humor. Und sind damit schon einen großen Schritt weiter.
Auf der Suche nach einem neuen Partner.
Allerdings ist es besser, sich finden zu lassen. Mit Persönlichkeit und Humor!
Wenn Sie wissen, dass Ihr Partner ungefähr so unvollkommen ist, wie Sie - dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Dann können Sie über sich selbst lachen. Über Ihre Fehler. Und Sie gestatten auch Ihrem zukünftigen Partner Fehler.

Vielleicht können Sie sogar gemeinsam über alle ihre Fehler lachen.
Das führt dann unweigerlich zu einer glücklichen Beziehung.

Wollen Sie eine glückliche Beziehung? Ja? Wirklich?
Dann entwickeln Ihre Persönlichkeit. Ihre Menschlichkeit. Fernab aller gängigen Ideale.
Humor vereint alle diese Eigenschaften: Toleranz, Selbstwertgefühl, Empathie, Erkenntnis, Kommunikationsfähigkeit und Feinfühligkeit.
Vor allem aber macht Humor Sie attraktiv. Attraktiv für andere.Wer andere zum Schmunzeln, Lächeln, Lachen bringt, ist attraktiv. Und Attraktivität kommt von innen. Immer.
Natürlich kann man auch mit Humor die Liebe beleben, halten, genießen. Und, was ganz wichtig ist, Krisen bewältigen. Kleine und große. Und sogar Treuebrüche und Trennungen. Aber davon schreibe ich das nächste Mal.
Ihre Jumi Vogler, Hu,der Humor, und die Liebe


Samstag, 16. August 2014

Auszeit Nr. 3: Auszeit macht glücklich!

So langsam nähert sich meine Auszeit dem Ende. Anfangs war die Auszeit für mich ganz schwierig. Ich hatte 5 Jahre durchgearbeitet, wie eine Verrückte, um mein Thema "Humor" auf den Markt zu bringen. Ich habe sehr viel Geld, Energie und Arbeit und natürlich Überzeugung und Herzblut investiert. Ich habe viel gelernt. Und vieles erfahren, was ich mir gerne erspart hätte.
Auf einmal nichts zu tun, das war komisch. Es war ein echter Selbstversuch. Ich hatte natürlich erst einmal ein schlechtes Gewissen. Das verging dann so langsam.

 Ich habe viel geschlafen, unendlich  viele Bücher gelesen, interessante, und keine Fachliteratur oder Sachbücher. Ich war im Wannsee baden, in der Monkeybar im Bikini-Haus , habe mir Brandenburg angeschaut, war im Kino und Theater und auf Lesungen. Und siehe da, es wurde immer besser mit der Auszeit und mir. Ehrlich gesagt ist es wunderbar mal nichts bzw. etwas anderes zu tun. Manchmal auch gar nichts. Zu faulenzen. Zu meditieren. Nichts zu planen. Ich habe folgende Entscheidung getroffen: Ich werde mir in Zukunft mehr "kleine Fluchten" gönnen. Ich bin ein kreativer Mensch und meine Kreativität verschwindet, wenn ich mich ununterbrochen im Hamsterrad drehe. Neue Inspirationen zu bekommen, andere Perspektiven einzunehmen. Das erfüllt. Und verändert. Macht glücklich. Und gibt neuen Schwung.
Den brauche ich auch, denn pünktlich zum Ende der Auszeit am 28. August, kommt mein allerneuestes  Buch heraus:
"Was der Humor für Sie tun kann, wenn in der Liebe mal wieder alles schiefgeht" .

Der Sommer ist ja die Zeit der Liebesanbahnung. Und was kommt nach dem Verliebtsein? Garantiert? Genau! Die Liebeskrise. Deswegen für alle Fälle, schon mal vorbestellen.
Und hier könnt ihr schon einmal reinschauen! http://www.book2look.de/book/fFhyhNpH4khttp








Und hier rechts. Hu, der Humor, und die Liebe. Sie hatte anfangs ein klitzekleines Alkoholproblem. Weil keiner sie liebt. Aber Hu, der Humor, hat sie gerettet. Wie er das gemacht hat, lest ihr im Buch!






So, alles Liebe. Ich gehe jetzt deutlich weniger arbeiten! Mit Vergnügen!
Liebe Deine Krise!
Eure Jumi Vogler


Montag, 21. Juli 2014

Wer sich ernst nimmt, sät Gewalt!

Es ist Sonntag Morgen. Im Fernsehen läuft "Der Fernsehgarten". Oder so etwas.  Draußen 31 Grad und Sonne. Auf Facebook nur Schönes.
Und dennoch: Wir werden konfrontiert mit Gewalt und Tod.
Der Flugzeugabschuss in der Ukraine. Der Krieg zwischen Hamas und Israel. ISIS, Afghanistan und Syrien. Jawohl Syrien.Gibt's noch, das Töten. Obwohl die Community Syrien vergessen hat, geht dort das Sterben weiter. Der Diktator hat Glück.
Es gibt natürlich noch viel mehr  Gewalt, zum Beispiel in Afrika, aber ich finde, das reicht für einen Sonntag.
Alle diese Gewalttaten entstehen, weil sich bestimmte Menschen oder Menschengruppen sehr sehr ernst nehmen.  Wer sich ernst nimmt, hält andere für nicht so wichtig. . Für nicht so bedeutend. Für falsch. Für eliminierbar.
Sich selbst ernst zu nehmen, das ist in unserer Welt untrennbar mit Erfolg verbunden. Einem sehr zweifelhaften Erfolg. Der auf Überwindung, bestenfalls, und Vernichtung, schlechtestenfalls, des Gegners beruht.
Und alle nehmen sich ernst: Die Separatisten in der Ukraine. Putin und die Mehrheit der russischen Bevölkerung. ISIS. Hamas. Israel. Afghanistan, Assad in Syrien.
Die Folge in diesem Fall: Gewalt und Krieg.

Die Fähigkeit, sich selbst nicht so ernst zu nehmen ist für mich eine der größten menschlichen Fähigkeiten überhaupt. Wer das kann, kann von sich ab sehen. Kann sich selbst reflektieren. Kann die Bedürfnisse und das Leid anderer verstehen. (ohne der gleichen Meinung sein zu müssen).

Er kann zum Beispiel sehen, dass Herr Gysi und die FAZ recht hatten mit der Analyse von Putins Handeln. Putin und eine große Mehrheit der Russen sehen sich seit Zerschlagung der Sowjetunion gedemütigt. Von der Weltmacht zur Regionalmacht degradiert.

Und genau so wurde Russland behandelt, von den USA, die sich schon immer so ernst genommen haben- Und von der EU.
(Natürlich nehmen sich Putin und Russland ebenfalls bitter ernst. Sonst würde Russland nicht versuchen, altes Territorium zurück zu erobern.)
Wer sich sehr ernst nimmt, sieht das Gegenüber nicht mehr und daraus entsteht wie in diesen Fällen Gewalt und Krieg.

Sich selbst nicht ernst zu nehmen, bedeutet nicht Schwäche. Es bedeutet Stärke. Eine andere Stärke. Eine Stärke, die nicht nur das eigene Interesse in dem Mittelpunkt rückt, sondern auch die Interessen anderer. Eine Stärke, die nicht den uralten männlichen Mythen und Mustern von Sieg und Niederlage folgt.
Die neue Stärke des Sich-selbst-nicht-so-ernst-nehmen bedeutet Verständigung, Verständnis, Konfliktbereitschaft und Konfliktbearbeitung. Mit anderen kreativen Mitteln.

Allen oben genannten Kriegs-Parteien geht es Machtdemonstration.  Um Unterwerfung. Um Demütigung.
Es geht ihnen nicht um Krisenbewältigung. Es geht ihnen um Sieg. Die Opfer sind ihnen egal. Sie sind einkalkuliert. Kollateralschäden.Mescneh, deren Leben lange nicht wichtig ist wie das der Kämpfer, Krieger. Der Sich-selbst-ernst-Nehmer.

Deswegen eskalieren Konflikte und Krisen. Weil niemand an  Bearbeitung und Lösung interessiert ist.

Es wird Zeit, dass das sich das Sich-selbst-nicht-so-ernst-nehmen durchsetzt.

Überall.
Man kann es lernen!