Freitag, 19. Dezember 2014

In eigener Sache: Durch Krisen auf zu neuen Ufern. Mit Humor! Und mehr!

In meinem Vorträgen sage ich oft: "Wo der Spaß aufhört beginnt der Humor". Und ich habe Recht. Wie ich besonders in diesem Jahr wieder erleben durfte. So eine Bestätigung tut gut. Ich hätte aber auch darauf verzichten können. :-)

Denn Humor ist eine Krisenbewältigungsstrategie, die auf Wertschätzung, Eigenliebe, Respekt beruht und Distanz schafft, Kreativität und ganz neue Lösungen hervorbringt.

Ich weiß das, denn durch meine schwere Autoimmunkrankheit Rheuma habe ich zu meinem Thema Humor gefunden. Humor hatte ich natürlich schon vorher. 
Aber das Ganze zum Thema zu machen, hatte den Grund, dass Humor mir tatsächlich das Leben gerettet hat .Ich habe das an anderer Stelle beschrieben, in meinem ersten Buch "Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie" und Sie können einen kleinen Mitschnitt eines Vortrags bei Roche Diagnostics in Mannheim auf www.jumivogler.de unter Jumi Vogler, die Expertise, sehen.


Ich habe in diesem Jahr zwei  Bücher veröffentlicht, die sich mit den Themen Krisen auf humorvolle Art beschäftigen und jede Menge schräger Lösungen beinhalten. Denn zwischenzeitlich erschien mir der leibhaftige Humor. Er heißt Hu und wohnt bei mir in Berlin. Und im Humoruniversum.

Ich dachte also, ich weiß, wie es geht und hatte nicht damit gerechnet, dass das Universum oder wer auch immer, vielleicht Hu, noch mehr Krisen senden würde, um mein Humorpotenzial zu optimieren..
Doch genauso war es. Dieses Jahr war in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Um es mal euphemistisch zu benennen.Es fing eigentlich schon im Januar an, das habe ich aber nicht bemerkt, und bog ab März stetig auf die Zielgerade ein.
Zuerst einmal habe ich eine enttäuschende Erfahrung mit einem Geschäftspartner gemacht, die mir sehr viele Nachteile einbrachte. Das war ziemlich schlimm und ich habe den Sommer über daran geknappst. Aber Enttäuschungen sind eben auch Selbsttäuschungen. Und weil Humor Fehlertoleranz und Lernfähigkeit voraus setzt, blieb mir ja gar nichts anderes übrig, als daraus zu lernen.

In diesem Zusammenhang habe ich mich von einigen Menschen getrennt, die mich eine Weile vor allem beruflich begleitet hatten. Alle Menschen sind wertvoll. Aber nicht alle passen zu einem.
Im Laufe des Jahres sind mir neue Menschen begegnet, liebevolle, die mich sehr inspiriert haben. Es ging wieder bergauf, ich schöpfte neue Hoffnung und dann kam der ganz große Hammer.

Ich bin mittlerweile stolze Besitzerin einer ausgewachsenen Lungenkrankheit. Da mein Immunsystem durch das Rheuma und andere Faktoren angegriffen war, kein Wunder. Aber ich hatte jede Menge Angst. Atem ist lebensnotwendig. Und diese Krankheit, ebenfalls chronisch, hat mich noch mehr als ich es das ganze Jahr über versucht habe, zum Umdenken bewegt.

Nein, ich lebe noch. Und ich röchele auch nicht. Außer vor drei Wochen, da hatte ich eine Bronchitis. Ich bekomme jetzt für beide Krankheiten so viel Medikamente, dass ich gar nicht,weiß, ob ich zu meinen Auftritten die Medikamente oder die Bücher vorausschicken soll. :-) Das Problem muss ich noch lösen.

Wie Sie vielleicht aus meinen Zeilen lesen, geht es mir gut. Das liegt vor allem daran, dass mein Humor mittlerweile ebenfalls chronisch geworden ist. Und weil ich beschlossen habe, mein Leben sehr stark zu ändern. Nun weiß ich sehr genau, dass gravierende Veränderungen nicht von heute auf morgen gehen und gar nicht mal so einfach sind. Aber ich werde mich verändern. Diese Veränderung betreffen den Umgang mit mir selbst und mit anderen Menschen. Und da ich mein Privatleben kaum von meinem Berufsleben trennen kann, ich bin Überzeugungstäterin, wird sich auch in meinem Beruf und in meiner Themenwahl einiges ändern.

Humor bleibt natürlich. Wenn man den einmal hat, wird man ihn nie wieder los. Auch Humor in der Führung, in Veränderungsprozessen und in der Unternehmenskultur. Aber es kommen sicherlich korrespondierende Themen hinzu. Die sich eher auf das Individuum beziehen. Sie werden mit Wertschätzung, Selbstwert, Selbstliebe, Empathie, emotionale Intelligenz und dem positiven Umgang mit Erfolg, Krisen, Veränderungsprozesse zu tun haben.Nach und nach.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein friedliches und humorvolles Fest und ein ebensolches Jahr 2015.
Haben Sie sich gern! Ich habe Sie auch gern! Sehr sogar!
Ihre Jumi Vogler


Dienstag, 11. November 2014

Von der Hoffnung auf Veränderung und der wertschätzenden Kommunikation in deutschen Führungsetagen

Neulich auf einer Veranstaltung, auf der ich über Humor als Erfolgsstrategie in Veränderungsprozessen gesprochen habe: Die Führungskräfte haben in Kleingruppen gearbeitet, danach gab es auf vielfachen Wunsch die Gelegenheit, sich auszutauschen. Danach sollte ich sprechen, als krönender Abschluss.
Der alleroberste Chef, schwer von wirtschaftlicher und politischer Bedeutung, wurde ungeduldig und schimpfte, wann es denn endlich weitergehe. Auf den Hinweis, dass die FKs sich gerade noch austauschten, seine Antwort: "Austausch?! Also ich nenne das Kaffetrinken".
Und dann kam ich mit den Themen Humor, Wertschätzung, Respekt, Diversität, Toleranz, Vertrauenskultur in seiner Organisation.
Dennoch war er erstaunlich angetan vom Vortrag. Was mich wirklich verwundert hat. Seine Führungskräfte aber waren hin und weg.  Denn in ihrem Veränderungsprozess stehen diese Themen im Vordergrund.  Nur für ihn und seinen eigenes Verständnis von Führung resp. Durchsetzung waren diese Themen irrelevant.

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich über den von der Initiative Neue Qualität der Arbeit erforschten Paradigmenwechsel in den Führungsetagen berichtet. Den Wechsel weg von rein profit- und prozessorientierter Führung hin zu menschenorientierter (meint alle Menschen, die am Unternehmen beteiligt sind, wie Mitarbeiter, Zulieferer, Freelancer, Kunden etc.) Führung. Das bedeutet, die eigene Kommunikation und Führung auf die fälschlicherweise "weich" genannten  Fähigkeiten wie Wertschätzung, Respekt, Transparenz, Verbundenheit,emotionale Intelligenz, Kreativität, Resilienz, Gesundheit etc.
Es steht mittlerweile außer Frage, dass sich die Mehrzahl der Unternehmen in Zukunft  mit dieser neuen Führungskultur auseinandersetzen müssen und werden. Warum das so ist, können Sie in den beiden letzten Blogbeiträgen zum Thema "Paradigmenwechsel Führung" nachlesen.

Die oben genannten Werte wurden als weich bezeichnet und damit natürlich abqualifiziert. Das ist bisher in einer männlichen Wirtschaftswelt mit männlichen Qualitätsmerkmalen, also Härte, Hierarchie, Macht, Sieg, Profit, ohne Diskussionsbedarf so gewesen. Aber Gesellschaft verändert sich und Menschen reagieren  auf solche Führungsmodelle mit Demotivation, innerer Kündigung, Krankheit.

Jeder, der einmal in seinem Leben versucht hat, in Unternehmen wertschätzend und respektvoll zu agieren, kommunizieren und zu führen, weiß, dass diese Fähigkeit nicht nur nicht weich ist, sondern verdammt hart.
Wir haben es nicht gelernt. In unserer Erziehung oft nicht, in der Schule nicht, in der Ausbildung und im Studium nicht und in Unternehmen erst recht nicht. Wertschätzung war nichts, Wettbewerb alles. Siegen war selbstverständlich. Fehler verboten! Und damit das Lernen aus Fehlern.

Und deswegen ist es kein Wunder, dass es vielen so schwer fällt,ihr Verhalten zu ändern. Denn dahinter steht ein ganzes Weltbild und ein Menschenbild. Und vor allem ein Bild von sich selbst. Und die Antwort auf die Frage: Bin ich es mir wert, positiv und wertschätzend mit mir selbst und meiner Gesundheit, meinem Stress, meiner Leistungsfähigkeit umzugehen?

Der oben beschriebene Herr hat sich die Frage noch nicht beantwortet. Wie soll er sie dann seinen Mitarbeitern zubilligen.
Die Mitarbeiter, in diesem Fall, die Führungskräfte, aber haben begonnen, diese Fragen für sich zu stellen und zu beantworten: uch ohne ihn.
Und das gibt Hoffnung. Es ändert sich was, ganz langsam, in den deutschen Organisationskulturen.


Mit humorvollen Grüßen
Jumi Vogler

Dienstag, 28. Oktober 2014

Paradigmentwechsel! Vom Umdenken der Kriegskinder-Manager, von wertschätzender Führung und gesunden Unternehmen

Wertschätzende Führung bedeutet gesunde Unternehmen.

Im letzten Post habe ich die Studie der INQA - Initiative Neue Qualität der Arbeit - vorgestellt, nach der 79% aller Führungskräfte dringend eine neue Führungskultur fordern. Auch Thomas Sattelberger, ehemals Telekom und Continental, sieht endlich Diskussionen  in den Führungsetagen über eine deutlich menschlichere Führungskultur. Eine Führungskultur, die mit Wertschätzung motiviert, auf Selbstbestimmung, Transparenz und Vertrauenskultur setzt. Weg von Linienhierarchien und der Fokussierung auf reines puren Effizienz- und Renditedenken.
Die Gründe für den Wechsel, der bisher laut Aussagen der FKs, bei den meisten Unternehmen erst in Ansätze existiert, bei einigen zu 50% vollzogen worden ist, sind natürlich nicht altruistisch. Sie kommen aus zwei Richtungen:

1. Die alte, tradierte deutsche Führungskultur  folgt einer Definition aus dem Jahrhundert zweier Weltkriege. Die meisten Manager sind Söhne (und sehr wenige, Töchter) einer Kriegsgeneration, die Führung als einen notwendigen Zwang gegenüber per se unwilligen und renitenten Menschen sieht. Und Erfolg rein ökonomisch misst. Sie wird mit ihren Linienhierarchien, Kontrolle, der Fokussierung auf Profitmaximierung und "Humankapital", gekoppelt also an ein negatives Menschenbild, der Komplexität der Märkte nicht mehr gerecht. Unternehmen, die sich nicht verändern, verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit.

2. Durch die nicht auf Menschen und damit menschliche Bedürfnisse ausgerichtete Führung und  Arbeitskultur, die topdown auf Wettbewerb innerhalb der Belegschaft inklusive der FKs setzt, schafft Bedingungen, die hohe Fehlzeiten wegen physischen und psychischen Krankheiten, Demotivation und innere Kündigung zur logischen Folge haben.
Diese Fehlzeiten und innere Kündigung kosten die Unternehmen Milliarden.
 (Man hat übrigens herausgefunden, dass Menschen sehr wohl Stress, auch über einen längeren Zeitraum,  besser ertragen, wenn ihre Arbeit wertgeschätzt wird, wenn sie Unterstützung von Kollegen und Führungskräften erhalten!)


Um wertschätzend führen zu können,  muss sich also das Menschenbild ändern. Führungskräfte werden sich in Zukunft mit sich selbst, ihren Haltungen gegenüber Menschen hinaus gehen, wie  Persönlichkeitsentwicklung, Emotionale Intelligenz, Empathie, Resilienz, gesunde Führung, Diversität, Emanzipation, Psychologie, Nachhaltigkeit, gesundes Wachstum, die Verbundenheit von Unternehmen mit gesellschaftlichen Bedürfnissen. 
Die 79% der befragten Führungskräfte der INQA-Studie glauben, dass in Zukunft Reflexion und Coaching zur unmittelbaren Führungsfunktion gehört.

Simple, but not easy!

Denn offensichtlich sind Themen wie Wertschätzung, Lob, Anerkennung, Selbstbestimmung, Autonomie, Verbundenheit in der Wirtschaft immer noch so fremd, dass sie eingeübt werden müssen. Und das, obwohl die meisten FKs als Eltern wissen, wie Menschen am besten lernen. Und etwas leisten. Denn Menschen bringen gerne Leistung. Wenn sie den Sinn sehen und es ihnen Spaß macht.
Spaß an der Leistung ist ein sehr großer Motivationsfaktor. In Deutschland ist das Wort "Spaß" oder "Freude" im Zusammenhang mit Arbeit, Geld, Wirtschaft ein Tabu gewesen. Dennoch beginnt jetzt der Transfer in die Unternehmen.

Prof.  Dr. Peter Kruse, GF der nextpractice GmbH: "Die kritisierte Renditefixierung der aktuellen Führungspraxis hat in den Wertevorstellungen der befragten Führungskräfte längst ihre Vormachtstellung eingebüßt. Die Bereitschaft, sich auf einen gemeinsame Entwicklungsweg einzulassen, ist groß. Noch fehlt es dem Zukunftsbild zwar an konkreter Ausgestaltung. Aber die Datenlage zeigt deutlich, dass die Chancen für einen intensiven gemeinsamen Diskursprozess zur Neudefinition von "guter" Führung groß sind."

Schade, dass  Nicolas Berggruen so fixiert auf Rendite-und Profitmaximierung war. Die Mitarbeiter von Karstadt wären sicher gerne wertschätzend geführt worden. Sie würden heute in einem gesunden Konzern arbeiten.

Jumi Vogler

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Vom Paradigmenwechsel der Führungskultur, INQA,Thomas Sattelberger und Kassandra!

Ich beschäftige mich schon seit Jahren, natürlich, mit Führungsstrategien. Ich arbeite ja mit und für Führungskräfte. Im Moment beschäftige ich mich mit dem Thema "Wertschätzende Führung" und "Gesunde Führung", wobei wertschätzende Führung ein Teil der Gesunden Führung ist. Und beides bedeutet "Menschlich führen".

 79% aller von INQA  (Initiative Neuer Qualität der Arbeit) befragten FKs sind der Meinung sind, dass  in Deutschland dringend einen Paradigmenwechsel in der Führung nötig sei, um auch in Zukunft in einer hoch diversen, hoch volatilen globalen Marktsituation, wettbewerbsfähig zu sein. 

O-Ton Thomas Sattelberger, ehemaliger Vorstand Telekom AG, Continental AG und Lufthansa Passage, Themenbotschafter INQA :
"Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel in deutschen Unternehmen. Entscheidungsfähigkeit und Macht werden zunehmend auf Teams und Projektgruppen verlagert. Der einzelne kluge Kopf wird Teil von Kooperationsnetzwerken. Geführte erwarten zunehmend andere Menschenführung, Führungskräfte sind zunehmend auf der Suche nach einem anderen Verständnis von Führung und beide wollen eine neue Führungskultur. Jetzt fehlt nur noch eine Debatte um eine andere Führung und Steuerung von Unternehmen und Verwaltungen."

Und wie sieht die aus, die neue Führungskultur? So: Gesunde Führung, Führung, die wertschätzend ist, partizipativ. Führung, die Selbstbestimmung, Flexibilität und Kreativität zulässt. Führung, die die Sinnhaftigkeit gemeinsamer Arbeitszusammenhängen betont. Transparent ist.  Führung, die vom  reinen Effizienzgedanken und der puren Konzentrierung auf Rendite hin zur sinnhaften Arbeit, die Verbundenheit mit dem Unternehmen lebt und Spaß macht.

Wow!

Seit 5 Jahre erkläre ich das hoch und runter in großen Konzernen wie im Mittelstand.

Arbeit soll in Zukunft hin zum Menschen gehen, sinnhaft sein und selbst bestimmend? Nicht auf Rendite fixiert. Hin zu einer Werteorientierung , die sich auf die Stakeholder, also auf alle bezieht, die Anteil an der Leistung des Unternehmens haben, wie  Mitarbeiter, Zulieferer, Aktionäre,  Kunden etc?

 Die79% der befragten Führungskräfte waren der Meinung ( und ich auch), dass Deutschland noch davon entfernt sei.

Denn in Deutschland wird das Effizienz-Modell und Rendite, das Sharholder-Value- Prinzip "gemanagt", das einher geht mit  Linienhierarchie, Zielemanagement und Controlling.
Und einem negativen Menschenbild.

Nun kann man ja zu Recht sagen., dass die Führungsstrategie Erfolge generiert hat. Erfolge für sich und für Deutschland. Das bejahen auch die befragten Führungskräfte. Aber sie halten dagegen: Das bliebe nicht so, die Situation in Deutschland gleiche einem  Zug, der den Anschluss verpasse. 

 Uns was hat das mit "gesunder" oder wertschätzenden Führung zu tun?
Es ist das Gleiche. Eine Führung, die sich auf den Menschen bezieht, partizipativ, wertschätzend, sinnhaft ist und die veränderte gesellschaftliche Lage - offeneres Demokratieverständnis durch Social Media, veränderte Familienentwürfe, Karriereentwicklung von Frauen, eine multikulturelle Gesellschaft, Inklusion, Fachkräftemangel, demografische Entwicklung, - in ihren Wertekanon mit einbezieht.

 Natürlich steht dahinter kein Altruismus, sondern die  Erkenntnis, dass Fehlstände, Demotivation, oft gescheiterte Projekte wegen mangelnder Kommunikation und Motivation die Unternehmen Milliarden kosten.

Mir persönlich ist es egal, woher diese Erkenntnis kommt. Dass menschliche Führung Erfolge zeitigt, weiß jeder vernünftige Mensch, der schon einmal einen schlechten und einen guten Lehrer erlebt hat. Oder fordernde  bzw. unterstützende Eltern.
Da ich mir in den letzte Jahren oft vorkam wie Kassandra, -die Seherin Kassandra aus Troja hat angesichts des griechischen Heeres mit Achilles, gesehen, dass Troja fällt. Keine Socke hat aus sie gehört. Troja wurde komplett zerstört. Noch heute in der Türkei zu besichtigen - bin ich einfach nur froh, dass sich diese wertschätzende und letztlich Erkenntnis eines einfachen psychologischen Umstandes,
nämlich, dass Wertschätzung zu Leistung motiviert, ganz freiwillig,
durchsetzt  in einer von Nachkriegskindern dominierten Wirtschaft (Kindern, die den Krieg durch ihre Eltern und auf gehorsam getrimmte Führung in sich trugen).

 Ich finde es weder weicheiig, noch erfolgsmindernd, die Menschlichkeit in den Mittelpunkt jedweden Handelns zu stellen.
Führung muss nicht menschenverachtend sein. Karriere findet nicht über den Leichen anderer statt. Leistung ist nicht automatisch egoistisch. Umsatz und Wachstum kein Krieg um Absatzmärkte.

Arbeit darf Spaß machen!

 Ihre Jumi Vogler

Montag, 29. September 2014

Humor als Erfolgsstrategie in der Führung



Auf vielfache Anfrage, noch ein mal ein  Artikel zu Thema Humor in der Führung:

Humor in der Führung? Ist das ein Witz? Nein, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Das ist ernst.
Humor ist kein Witz. Humor ist Wachstum. Persönliches und ökonomisches.
Humor ist die unschlagbare Erfolgsstrategie für Führungskräfte. Ich gebe zu, das hat sich im deutschen Management noch nicht vollständig herumgesprochen. (In den USA ist das deutlich anders. Aber ich arbeite daran.)
Aber fangen wir vorne an.  Humor ist in deutschen Führungsetagen immer noch ein Thema voller Missverständnisse. Unter Humor versteht man in diesem Lande: Flache, oft diskriminierende Witze, Comedy, Karneval, Fastnacht, Komödie und schenkelklopfende Frohsinn. Auf jeden Fall, da sind sich alle einig, ist Humor leicht, unernst und auf gar keinen Fall für den Ernst des Lebens geschaffen.  Also für das Business. Denn Humor und Wirtschaft, kann das gehen? Humor gilt als weich. Und wer weich ist, macht keine Karriere. Vor allem aber gilt das Vorurteil: Wer mit Humor agiert, wird nicht ernst genommen. Die Angst dahinter: Humor als statusmindernd.
Frauen sind dem Thema Humor gegenüber offener. Sie halten Humor für eine gute Kommunikationseigenschaft. Allerdings finden einige, dass Humor auch gefährlich sein kann. Frau  kann den falschen Humor erwischen und das Gegenüber brüskieren.
Es gibt auch Menschen beiderlei Geschlechts, die behaupten Humor sei ganz toll, weil man mit quasi spiritueller Gelassenheit über alles hinweg lächeln kann.
So weit einige Ansichten zum Thema Humor in der Wirtschaft.
Die Frage stellt sich, stimmt das? Ich sage: Nein. Humor als Kommunikations- und Führungseigenschaft funktioniert völlig anders. Denn Humor ist viel mehr als ein Witz.

„Wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.“ Das soll der Leitsatz sein. Denn Humor ist eine Philosophie und eine Fähigkeit, die man und frau erlernen kann.
Humor ist eine Notfallstrategie in Konflikten, Krisen und Veränderungsprozessen. Humor bezieht sich immer auf Werte und beruht auf tiefer Menschlichkeit und Wertschätzung. Was nicht bedeutet, dass Humor „nett“ ist oder lieb. Aber dazu später. Humor bedeutet Fehlertoleranz, also aus Fehlern zu lernen, Kreativität, Innovation erfolgreichen Umgang mit Krisen.
Wer Humor besitzt, hat Persönlichkeit, denn er sieht die Welt wie sie ist. Komplex.
Wer Humor hat, besitzt Stärke, denn er spricht Dinge aus, die andere sich nicht trauen auszusprechen. Wer Humor hat, verändert. Wer Humor hat, ist sichtbar. Wer Humor hat, hat ein internes Wertesystem. Und wer Humor hat, führt. Mit hervorragender Kommunikation. Und der Fähigkeit Menschen zu motivieren
Alle diese Eigenschaften sind wie geschaffen für eine Führungsrolle. Denn was brauchen Unternehmen mehr als Persönlichkeiten, die kreativ sind, Dinge blitzschnell verstehen, die kommunizieren, verändern, Konflikte lösen und Menschen motivieren.
Und wie das genau geht, erfahren Sie in den nächsten  Blogbeiträgen.
Bis dahin: Erfolg lacht!
Ihre Jumi Vogler

Freitag, 5. September 2014

Wie Sie mit Persönlichkeit und Humor die Liebe finden

Was hat jetzt Liebe mit Spitzenleistungen zu tun? Natürlich nichts. Oder? Eigentlich ist es ja fast schon eine Leistung, die Liebe, Wertschätzung, Respekt und Toleranz lange zu bewahren und zu leben. Sprich: eine gute Beziehung zu führen. Und das über einen längeren Zeitraum.

Und was ist das überhaupt? Eine gute Beziehung? Wie bekommt man die? Auf Parship? In Kneipen, Clubs? Am Arbeitsplatz?
Und was ist überhaupt Liebe? Sex? Verliebt-Sein? Vertrauen?
Fragen über Fragen.
In meinem neuen Buch "Was der Humor für Sie tun kann, wenn in der Liebe mal wieder alles schiefgeht" bin ich diesen Fragen auf kabarettistische, komische Art und Weise nachgegangen.
Eins ist klar: Ohne Humor keine liebevolle Partnerschaft!

Im Buch hat die Liebe ein Alkoholproblem. Sie trinkt zu viel "Sex on the beach" und bekommt, natürlich, einen kompletten Burn Out. Weil sie dauernd für irgendwas benutzt wird. Deswegen will sie sich umbringen. Was ihr nicht gelingt. Sie ist nämlich unsterblich.
Hu, der Humor, hilft ihr aus dem Dilemma. Nein natürlich nicht als Sterbehelfer. Er bringt sie zum Lachen. Und zum Leben. Deswegen ist sie immer noch hier.


Sie können es hier nachlesen. Im book2look.
Und bei amazon bestellen.

Alle wollen Liebe. Alle wollen den "richtigen", den perfekten Partner. Aber!
Aber: den gibt es nicht! Denn der Partner ist genau so wenig perfekt wie wir selbst.
Allein für diese Erkenntnis brauchen Sie Humor. Und sind damit schon einen großen Schritt weiter.
Auf der Suche nach einem neuen Partner.
Allerdings ist es besser, sich finden zu lassen. Mit Persönlichkeit und Humor!
Wenn Sie wissen, dass Ihr Partner ungefähr so unvollkommen ist, wie Sie - dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Dann können Sie über sich selbst lachen. Über Ihre Fehler. Und Sie gestatten auch Ihrem zukünftigen Partner Fehler.

Vielleicht können Sie sogar gemeinsam über alle ihre Fehler lachen.
Das führt dann unweigerlich zu einer glücklichen Beziehung.

Wollen Sie eine glückliche Beziehung? Ja? Wirklich?
Dann entwickeln Ihre Persönlichkeit. Ihre Menschlichkeit. Fernab aller gängigen Ideale.
Humor vereint alle diese Eigenschaften: Toleranz, Selbstwertgefühl, Empathie, Erkenntnis, Kommunikationsfähigkeit und Feinfühligkeit.
Vor allem aber macht Humor Sie attraktiv. Attraktiv für andere.Wer andere zum Schmunzeln, Lächeln, Lachen bringt, ist attraktiv. Und Attraktivität kommt von innen. Immer.
Natürlich kann man auch mit Humor die Liebe beleben, halten, genießen. Und, was ganz wichtig ist, Krisen bewältigen. Kleine und große. Und sogar Treuebrüche und Trennungen. Aber davon schreibe ich das nächste Mal.
Ihre Jumi Vogler, Hu,der Humor, und die Liebe


Samstag, 16. August 2014

Auszeit Nr. 3: Auszeit macht glücklich!

So langsam nähert sich meine Auszeit dem Ende. Anfangs war die Auszeit für mich ganz schwierig. Ich hatte 5 Jahre durchgearbeitet, wie eine Verrückte, um mein Thema "Humor" auf den Markt zu bringen. Ich habe sehr viel Geld, Energie und Arbeit und natürlich Überzeugung und Herzblut investiert. Ich habe viel gelernt. Und vieles erfahren, was ich mir gerne erspart hätte.
Auf einmal nichts zu tun, das war komisch. Es war ein echter Selbstversuch. Ich hatte natürlich erst einmal ein schlechtes Gewissen. Das verging dann so langsam.

 Ich habe viel geschlafen, unendlich  viele Bücher gelesen, interessante, und keine Fachliteratur oder Sachbücher. Ich war im Wannsee baden, in der Monkeybar im Bikini-Haus , habe mir Brandenburg angeschaut, war im Kino und Theater und auf Lesungen. Und siehe da, es wurde immer besser mit der Auszeit und mir. Ehrlich gesagt ist es wunderbar mal nichts bzw. etwas anderes zu tun. Manchmal auch gar nichts. Zu faulenzen. Zu meditieren. Nichts zu planen. Ich habe folgende Entscheidung getroffen: Ich werde mir in Zukunft mehr "kleine Fluchten" gönnen. Ich bin ein kreativer Mensch und meine Kreativität verschwindet, wenn ich mich ununterbrochen im Hamsterrad drehe. Neue Inspirationen zu bekommen, andere Perspektiven einzunehmen. Das erfüllt. Und verändert. Macht glücklich. Und gibt neuen Schwung.
Den brauche ich auch, denn pünktlich zum Ende der Auszeit am 28. August, kommt mein allerneuestes  Buch heraus:
"Was der Humor für Sie tun kann, wenn in der Liebe mal wieder alles schiefgeht" .

Der Sommer ist ja die Zeit der Liebesanbahnung. Und was kommt nach dem Verliebtsein? Garantiert? Genau! Die Liebeskrise. Deswegen für alle Fälle, schon mal vorbestellen.
Und hier könnt ihr schon einmal reinschauen! http://www.book2look.de/book/fFhyhNpH4khttp








Und hier rechts. Hu, der Humor, und die Liebe. Sie hatte anfangs ein klitzekleines Alkoholproblem. Weil keiner sie liebt. Aber Hu, der Humor, hat sie gerettet. Wie er das gemacht hat, lest ihr im Buch!






So, alles Liebe. Ich gehe jetzt deutlich weniger arbeiten! Mit Vergnügen!
Liebe Deine Krise!
Eure Jumi Vogler